Fussball

Der Traum von der Wachablösung

Von Daniel Reimann
Stars der WM 2014: Neymar, Cavani, Iniesta, Schweinsteiger, Falcao und Messi (v.l.)
© getty

Kolumbien

Einwohner: 47,7 Mio.

Aktive Spieler: 291.229

WM-Teilnahmen: 4

WM-Erfolge: Achtelfinale (1990)

Trainer: Jose Pekerman

Stars: Radamel Falcao, Jackson Martinez

Zweifel an der Aussagekraft der FIFA-Weltrangliste haben durchaus ihre Berechtigung. Dennoch ist es nicht völlig abwegig, dass Kolumbien tatsächlich den vierten Platz besetzt. Die Elf von Jose Pekermann marschierte souverän durch die Quali, behauptete Platz zwei hinter Argentinien und hat mit Falcao (neun Tore in der Quali) einen der besten Mittelstürmer des Planeten in ihren Reihen.

Doch Kolumbien ist mehr als Falcao. Legende Carlos Valderrama sieht eine "goldene Generation". Nach 16 Jahren ohne WM-Teilnahme ist diese Generation nun zurück auf der großen Bühne. Auch dank "Don Jose" Pekermann, dem ersten ausländischen Trainer seit 1982. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos stellte kürzlich klar: "Die kolumbianische Staatsangehörigkeit steht ihm zur Verfügung."

Belgien

Einwohner: 11 Mio.

Aktive Spieler: 443.383

WM-Teilnahmen: 11

WM-Erfolge: Halbfinale (1986)

Trainer: Marc Wilmots

Stars: Eden Hazard, Marouane Fellaini, Vincent Kompany

Rund 30 Jahre ist es her, dass Belgien in der Welt für Furore sorgte. Seit dem EM-Finale 1980 und dem WM-Halbfinale 1986 spielten die Roten Teufel international nur noch eine unbedeutende Rolle. Doch 2014 gilt Belgien bei vielen Experten als Geheimfavorit. Vor Jahren investierten die Top-Klubs der heimischen Liga stärker in die Nachwuchsarbeit. Talente werden seither besser ausgebildet und wechseln früher in Europas Top-Ligen.

Besonders in England tummelt sich Belgiens Fußball-Elite, sei es bei Chelsea (Eden Hazard, Kevin de Bruyne), Manchester United (Marouane Fellaini) oder City (Vincent Kompany). Diese Starauswahl löst in der Heimat große Erwartungen aus: "Unsere Mannschaft ist dermaßen stark, wir müssen ins Halbfinale kommen. Und dann ist alles möglich", verkündete Jean-Marie Pfaff.

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Seite 2: Jogis ultimative Chance und das Killer-Trio der Albiceleste

Seite 3: Die "goldene Generation" von Don Jose und der Geheimfavorit

Seite 4: Schweizer Spaziergang und Maracanazo reloaded?

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