"Eine Gruppe des Todes"

SID
Samstag, 07.12.2013 | 14:37 Uhr
Interessante Gruppen bei der WM in Brasilien
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Venlo

Die US-Medien reagiern schockiert auf das anstehende Duell mit dem DFB-Team. Auch in England herrscht Anspannung. In Ghana spricht man angesichts des Duells mit Deutschland von einer Todesgruppe, Italien vermutet eine Verschwörung. Die Stimmen im Überblick.

USA

Sports Illustrated: "Welcome to the jungle! Eine tückische Gruppe. Was alles noch schlimmer macht: Die USA haben die heftigsten Reiseentfernungen zugelost bekommen. Sage und schreibe 8866 Meilen (14270 Kilometer) muss das Team zwischen Natal, Manaus und Recife zurücklegen. Wahrscheinlich die härteste WM-Auslosung der USA aller Zeiten."

USA Today: "Ja, das ist die härteste Gruppe. In den vergangenen 20 Jahren gab es keine schwierigere Todesgruppe. Um es zusammenzufassen: Die USA spielen gegen das Team, das sie bei den letzten beiden Weltmeisterschaften ausgeschaltet hat, gegen einen der besten Spieler der Welt und einen dreimaligen Titelträger."

New York Times: "Es wurden an diesem Freitag keine Tore geschossen. Keine Spieler eingewechselt, keine Spiele gewonnen und keine Punkte gezählt. Und trotzdem fühlte sich dieser Tag an, als hätte das US-Team eine Niederlage kassiert."

Ghana

Daily Graphic: "Ghana ist in der Gruppe G - es ist die Gruppe des Todes."

Spanien

Marca: "Wir beginnen mit einem Finale. Die WM 2010 endete mit Spanien gegen Holland, und 2014 beginnt für La Roja auch wieder gegen Oranje. Das Schicksal hat es so gewollt, wollte, dass beide sich wieder sehen."

AS: "Karacho, was ein Start! Spanien steht in der Pflicht, Erster in der Gruppe zu werden, um im Achtelfinale Brasilien aus dem Weg zu gehen."

Sport: "Keine gute Auslosung. Es geht gegen das neue Holland von van Gaal,. Spanien beginnt die WM genauso, wie es die alte beendet hat."

El Mundo Deportivo: "Spanien beginnt mit dem Finale von Südafrika. Nie vorher in der Geschichte hat man so etwas gesehen."

Niederlande

Volkskrant: "Die Auslosung scheint für die Niederlande nicht ungünstig zu sein. Das erste Spiel der Gruppe B während der Fussball-WM 2014 ist eine Wiederholung des WM-Finales von 2010. Die Niederlande müssen darauf achten, Gruppenerster zu werden, weil sonst im Achtelfinale vielleicht Brasilien wartet".

NRC Handelsblad: "Die Niederlande treffen auf Spanien, Chile und Australien - eine relativ schlechte Auslosung. Die Niederlande haben es relativ gesehen, schlecht erwischt. Nur Poule A und Poule D scheinen schwerer zu sein. Natürlich trifft das für den heutigen Weltmeister Spanien zu, aber auch Chile mit seinem Star Alexis Sanchez darf man nicht unterschätzen. Günstig ist, dass die Niederlande nicht im Amazonas-Regenwald spielen müssen."

De Telegraaf: "Jeder kennt sie wohl, die Klischees der Richtung: Wer Weltmeister werden will, muss alle Spiele gewinnen. Stimmt nicht. Spanien wurde vor vier Jahren auf Kosten der Niederlande die beste Mannschaft der Welt, aber verlor bei der WM in Südafrika das erste Spiel gegen die Schweiz."

England

The Sun: "Herr, hilf uns! England in die Todesgruppe gelost."

The Times: "Schweiß und Furcht vor der Reise ins Unbekannte. Greg Dykes 'Kehle durch'-Geste unterstreicht beängstigende Gruppe mit Uruguay, Italien und Costa Rica."

Daily Mirror: "Rumble in the jungle - Balotelli und Suarez warten, während der Druck auf Roy wächst."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Eine WM-Falle für Italien. Die Azzurri geraten nicht nur in eine tödliche Gruppe. Auch Klima und Logistik verschwören sich gegen die Italiener. Die Italiener debütieren in Manaus, im Herzen Amazoniens. Danach Wechsel nach Recife".

Corriere dello Sport: "Skandal! Schändliche Auslosung, wir müssen gegen England und Uruguay antreten. Durchaus einfache Gruppe dagegen für Frankreich, das im Ranking deutlich hinter den Azzurri liegt. Die einzige offene Frage nach der Auslosung ist: Wer ist zwischen Frankreich und der Schweiz am stärksten begünstigt worden? Der Trick, dank dem Frankreich in eine einfache Gruppe aus Schweiz, Ecuador und Honduras geraten ist, wäre fast absurd, wenn wir nicht die Hauptakteure kennen würden: Den Schweizer FIFA-Präsidenten Blatter und den französischen UEFA-Chef Michel Platini. Zwei Präsidenten in der selben Gruppe."

Corriere della Sera: "Prandelli hat es sofort begriffen: Für Italien wird es eine schwierige WM. Italien ist in die komplizierteste der acht Gruppen der brasilianischen WM geraten. Italien muss gegen zwei gefährliche Nationalmannschaften wie Uruguay des Ex-Neapel-Stars Edinson Cavani, sowie gegen Rooneys England antreten. Lediglich Costa Rica dürfte uns weniger Sorgen bereiten".

Repubblica: "Wie Prandelli sagt, wird Italien schwitzen und auch leiden müssen, um im tödlichen Duell gegen England, Uruguay und Costa Rica bestehen zu können. Italien kämpft gegen drei Nationalmannschaften, die den WM-Titel gewonnen haben. Es hätte für uns besser ausgehen können, aber im Grunde auch schlechter. Die Gruppen, in die Spanien und Deutschland gelandet sind, sind noch schwieriger"

Brasilien

O Globo: "Brasilien hat nicht die schwierigste Gruppe erwischt. Aber die Seleção hat ab dem Achtelfinale kein ruhiges Leben mehr. Die Gruppe G hat einen deutschen Akzent, mit Deutschland als Gruppenkopf, Jürgen Klinsmann als Trainer der USA und den Boateng-Brüdern. Die Auslosung hatte ihre magischen Momente wie die Huldigung an Mandela, aber auch peinliche Ausrutscher. Mit ihrem Kleid in der Farbe des WM-Pokals strahlte Fernanda Lima mehr Glanz aus als ihre Stargäste auf der Bühne."

Folha de São Paulo: "Brasilien hat einen leichten Beginn, aber dann einen mühsamen Weg bis zum Finale. Obwohl fernab davon, eine Todesgruppe zu sein, wertet Nationaltrainer Scolari die Gegner auf."

Estado de S. Paulo: "Kein leichter Weg zum Hexa. Brasilien entkam der Super-Todesgruppe, kann aber schon im Achtelfinale auf eine Fußball-Macht treffen. Deutschland erwischt eine komplizierte Gruppe, ist aber Favorit auf das Erreichen der nächsten Runde."

Correio Braziliense: "Die Freude der Brasilianer, nicht die Todesgruppe erwischt zu haben, wich einer starken Dosis Besorgnis. Der Start ist ruhig, dann warten aber Spanien oder die Niederlande."

Estado de Minas: "Unsere Vorrundengruppe jagt keinem einen Schreck ein, aber dann kommen die dicken Brocken."

Zero Hora: "In der Gruppe G gibt es ein Duell zwischen deutschem Kollektivspiel und portugiesischer Individualität."

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