Freitag, 06.12.2013

Die Gruppe H im Überblick

Durchmarsch des Geheimfavoriten?

Die Belgier wurden in den vergangenen Monaten so stark geredet, dass sie für viele bereits mehr sind als "nur" noch ein Geheimfavorit. Die Gruppengegner scheinen keine harten Brocken zu sein, doch Russland und Südkorea könnten zu Stolpersteinen mutieren. Algerien bleiben allenfalls Außenseiterchancen.

Vincent Kompany und Belgien gaben sich in der WM-Qualifikation keine Blöße
© getty
Vincent Kompany und Belgien gaben sich in der WM-Qualifikation keine Blöße

Belgien

Einwohner: 11 Mio.

Aktive Spieler: 443.383

WM-Teilnahmen: 11

WM-Erfolge: Halbfinale (1986)

Trainer: Marc Wilmots

Stars: Eden Hazard, Marouane Fellaini, Vincent Kompany

Rund 30 Jahre ist es her, dass Belgien in der Welt für Furore sorgte. Seit dem EM-Finale 1980 und dem WM-Halbfinale 1986 spielten die Roten Teufel international nur noch eine unbedeutende Rolle. Doch 2014 gilt Belgien bei vielen Experten als Geheimfavorit. Vor Jahren investierten die Top-Klubs der heimischen Liga stärker in die Nachwuchsarbeit. Talente werden seither besser ausgebildet und wechseln früher in Europas Top-Ligen.

Besonders in England tummelt sich Belgiens Fußball-Elite, sei es bei Chelsea (Eden Hazard, Kevin de Bruyne), Manchester United (Marouane Fellaini) oder City (Vincent Kompany). Diese Starauswahl löst in der Heimat große Erwartungen aus: "Unsere Mannschaft ist dermaßen stark, wir müssen ins Halbfinale kommen. Und dann ist alles möglich", verkündete Jean-Marie Pfaff.

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Algerien

Einwohner: 32,0 Mio.

Aktive Spieler: 203.900

WM-Teilnahmen: 3

WM-Erfolge: Vorrunde (1982, 1986, 2010)

Trainer: Vahid Halilhodzic

Stars: Ishak Belfodil, Sofiane Feghouli

Was hat der Nichtangriffspakt von Gijon bei der WM '82 mit Algerien zu tun? An das Spiel Deutschland gegen Österreich erinnern sich wohl noch viele Fußballfans. Nach der frühen deutschen Führung wurde das Fußballspielen eingestellt. Schließlich reichte den beiden Nachbarn dieses Ergebnis zum Weiterkommen.

Doch wer unter dieser krassen Verletzung des Fair-Play-Gedanken am meisten litt, wird oft vergessen: Algerien. Die Nordafrikaner spielten bei ihrer ersten WM-Teilnahme ein furioses Turnier. Doch der 2:1-Sieg gegen die deutsche Auswahl und ein 3:2 gegen Chile reichten aufgrund des unwürdigen Schauspiels in Gijon nicht fürs Weiterkommen. Dieses Szenario droht Algerien in Brasilien zwar nicht mehr. Die FIFA lässt seitdem die letzten Gruppenspiele zeitgleich austragen. Dennoch ist mit einer ähnlichen Rolle wie 1982 nicht zu rechnen.

Seite 1: Belgien und Algerien

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