Äquatorialguinea kratzt an Sensation

Von Marco Kieferl / Alexander Maack / Ben Barthmann
Sonntag, 17.11.2013 | 00:00 Uhr
Spanien fuhr gegen Äquatorialguinea einen wenig souveränen Sieg ein
© getty
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Venlo

England beginnt gut, dann schlägt Chile eiskalt zu und kontrolliert die Partie. Die Türkei gewinnt mit acht Debütanten glücklich gegen Nordirland und feiert Fatih Terim. Russland und Serbien liefern in Dubai ein mageres Unentschieden ab. Auch Spanien brennt gegen Äquatorialguinea wahrlich kein Feuerwerk ab.

Äquatorialguinea - Spanien 1:2 (1:2)

Tore: 0:1 Cazorla (12.), 1:1 Bermudez (35.), 1:2 Juanfran (42.)

Gegen den Fußballzwerg aus Äquatorialguinea rotierte Trainer Vicente del Bosque seine Mannschaft komplett durch und gab verschiedenen Spielern ihre Chance, sich für die Weltmeisterschaft zu empfehlen. Dementsprechend holprig spielte der Weltmeister, hatte zwar gewohnt viele Spielanteile, siegte aber dennoch nur knapp.

Die Führung von Santi Cazorla (12.) egalisierte Verteidiger Jimmy Bermudez (35.) nach einer Ecke, ehe Juanfran (42.) den alten Abstand wieder herstellte. Xabi Alonso musste das Spiel bereits in der ersten Hälfte verletzt abbrechen.

England - Chile 0:2 (0:1)

Tor: 0:1, 0:2 Sanchez (7., 90.+4)

Nachdem England im Wembley Stadium fast in Führung gegangen wäre, besorgte der Alexis Sanchez mit einem Kopfball in die linke Ecke den überraschenden Führungstreffer für die Chilenen (7.).

Spätestens nach dem Seitenwechsel übernahmen die Südamerikaner jedoch komplett die Kontrolle und sicherten die Führung mit Passstafetten bis zum Schlusspfiff. Sanchez krönte seine überragende Leistung in der Nachspielzeit mit dem zweiten Tor.

Türkei - Nordirland 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Mevlut (45.+1)

Die beste Nachricht des Tages erhielten die türkischen Fans bereits vor dem Spiel gegen Nordirland: Fatih Terim verlängerte seinen Vertrag um sieben Jahre bis 2020. Danach folgte allerdings fußballerische Magerkost.

Abgesehen von Mevlut Erdings Führungstor nach starker Vorlage von Ersan brachte die türkische B-Elf mit insgesamt acht Debütanten wenig zustande. So blieb es beim letztlich zwar verdienten, aber dennoch enttäuschenden 1:0.

Russland - Serbien 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Samedow (30.), 1:1 Djordjevic (31.)

Ein Doppelschlag nach gut einer halben Stunde war das einzig Zählbare beim Duell zwischen Russland und Serbien. Alexander Samedov hatte die Russen in der 30. Minute zunächst in Führung gebracht, ehe Djordjevic im direkten Gegenzug mit dem Ausgleich antwortete.

Da die in Dubai stattfindende Partie in der zweiten Hälfte durch zahlreiche Wechsel unterbrochen wurde, war dieser Treffer gleichbedeutend mit dem Endstand.

Argentinien - Ecuador 0:0

Tore: Fehlanzeige

Sabella setzte im Angriff auf die Kombination Gonzalo Higuain und Ezequiel Lavezzi, aber es waren die Ecuadorianer, Vierter der CONMEBOL-Qualifikation, die die erste Großchance verzeichneten: Jefferson Montero setzte sich auf der linken Flanke durch und fand Manchester Uniteds Antonio Valencia, der per Kopf aber nur den Pfosten traf.

In der ersten Halbzeit war Ecuador klar die bessere Mannschaft, vor allem über die Außen bereiteten sie den Albiceleste große Probleme. Monteros völlig freier Abschluss in der 31. Minute geriet ihm zu harmlos. Nach dem Seitenwechsel fand dann auch der zweimalige Weltmeister besser ins Spiel, Angel Di Maria vergab zweimal knapp (57., 71.).

In der 88. Minute vergab dann Maxi Rodriguez die Riesenchance zum Sieg: Sein Volley aus kurzer Distanz klatschte aus spitzem Winkel an den Pfosten. Insgesamt wurde den Zuschauern im MetLife Stadium kein Leckerbissen geboten, es blieb bei einem gerechten Unentschieden.

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