WM

Schäfer will mit Jamaika sein wie Bolt

SID
Winfried Schäfer war auch schon in Thailand Nationaltrainer
© getty

Winfried Schäfer, deutscher Trainer der jamaikanischen Fußball-Nationalmannschaft, verfolgt mit seinen "Reggae Boyz" große Ziele und will mit Usain Bolt in einem Atemzug genannt werden.

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"Ich will, dass meine Spieler in einem Atemzug mit Usain Bolt genannt werden", sagte der 63-Jährige im Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Der Reggae ist hier zwar die Nummer eins. Aber das Land ist total sportbegeistert, wir wollen den Fußball voranbringen."

Da der frühere Bundesliga-Trainer des VfB Stuttgart und des Karlsruher SC im Karibik-Staat nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für die Umsetzung seiner Pläne vorfindet, bezeichnet er seine Arbeit auch als "Harakiri-Job", denn: "Die Fußball-Plätze sind eine Katastrophe. Es ist schwierig, den Ball unter Kontrolle zu kriegen. Das ist alles eine Kostenfrage und daher nicht so einfach", sagte er.

Verständigungsprobleme bei Schäfer

Und dann ist da ja noch die Sprache. "Eigentlich", sagt Schäfer, "reicht mein Englisch vollkommen aus. Wenn die aber mit ihrem Dialekt anfangen - dann gute Nacht."

Trotz aller Widrigkeiten ist der Trainer mit der blonden Mähne dennoch überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Ich liebe meinen Job. Es gibt nichts Schöneres, als sich mit Fußball zu beschäftigen - auch wenn das manchmal ein bisschen schwieriger ist."

Mit seiner Mannschaft ist Schäfer am 11. Oktober in der WM-Qualifikation in den USA zu Gast. Während die US-Boys um Trainer Jürgen Klinsmann das Ticket für die Endrunde 2014 in Brasilien als Tabellenführer bereits in der Tasche haben, liegt Jamaika als Sechster abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Die WM-Qualifikation im Überblick

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