Road to Brazil: Die WM-Quali auf einen Blick

Ronaldo? Van Persie? Gudmundsson!

Von Andreas Lehner
Mittwoch, 11.09.2013 | 17:22 Uhr
Johann Gudmundsson (l.) traf gegen die Schweiz drei Mal und drei Mal in den Winkel
© imago
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Europa schaut auf Ronaldos Hattrick und van Persies Schlenzer, vergisst dabei aber den Super-Torschützen des Spieltags. Farfan vergießt bittere Tränen und wird vom Verband belangt. Costa Rica und die USA fahren zur WM. In Afrika sorgen zwei Underdogs für Freudentänze und Kuriositäten. Und in Asien wird das Playoffspiel zum Krimi mit Stromausfall.

Europa

Das Team der Stunde: Türkei. Der Start in die WM-Qualifikation verlief für die Türken katastrophal. Drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen spülte die Türkei ans Tabellenende, punktgleich mit Estland nur noch vor Andorra. Im August trennte sich der Verband dann von Nationaltrainer Abdullah Avci und holte Fatih Terim zurück, der weiterhin in Doppelfunktion auch Galatasaray trainiert. Zum Einstand gab es ein pflichtgemäßes 5:0 gegen Andorra. Terim sprach trotzdem von einem "Wunder", das die Türkei benötige, um sich noch für die WM zu qualifizieren. Und daran schraubt der Imperator jetzt. Das 2:0 in Rumänien war ein großer Schritt Richtung Playoffs, Platz eins hat sich die Niederlande schon gesichert. Wichtig beim Sieg in Bukarest war der zweite Treffer von Mevlut Erdinc in der fünften Minute der Nachspielzeit, weil die Türken damit auch den direkten Vergleich (Hinspiel 0:1) gegen die Rumänen gewonnen haben. Jetzt liegt nur noch Ungarn einen Punkt vor der Türkei. Die Ungarn müssen aber am nächsten Spieltag nach Holland, während die Türkei vor einer Pflichtaufgabe in Estland steht. Wenn alles glatt läuft, könnten die Türken im abschließenden Heimspiel gegen die Niederlande das Playoff-Ticket buchen.

Der Spieler der Stunde: Johann Berg Gudmundsson (Island). Okay, Cristiano Ronaldo erzielte gegen Nordirland einen Hattrick, auch Robin van Persie traf in zwei Spielen drei Mal (allerdings gegen Estland und Andorra). Mindestens ebenso fantastisch war allerdings der Dreierpack von Johan Gudmundsson beim 4:4 in der Schweiz. Der 22-jährige Linksfuß vom AZ Alkmaar hämmerte gegen den Tabellenführer drei Granaten in die Winkel, dass Torhüter Diego Benaglio Hören und Sehen vergangen sein durften. Darunter auch der Ausgleich in der letzten Minute. Da Island das nächste Spiel gegen Albanien mit 2:1 gewann, hielten die Nordeuropäer Slowenien auf Abstand und haben so die Playoff-Qualifikation selbst in der Hand.

Der Bundesliga-Legionär der Stunde: Franck Ribery. Nur ihrem Europas Fußballer des Jahres haben es die Franzosen zu verdanken, dass dem enttäuschenden 0:0 in Georgien nicht die nächste Blamage in Weißrussland folgte. Ribery ist Frankreichs gefährlichste - wenn nicht gar einzige - Waffe in der Offensive. Erst holte er einen Elfmeter heraus, den er selbst zum 1:1 verwandelte, dann erzielte er das 2:2, ehe er das 3:2 von Samir Nasri und das 4:2 einleitete. Nach Jahren der Tristesse zaubert König Franck jetzt auch wieder in der Equipe Tricolore.

Europa: Ronaldo? Van Persie? Gudmundsson!

Südamerika: Uruguays Comeback und Farfans Tränen

Nord- und Mittelamerika: Kabinenparty in Costa Rica

Afrika: Platini und andere Kuriositäten

Asien: Stromausfall beim Krimi in Tashkent

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