US-Team droht frühes Aus in der WM-Qualifikation

Ergebnisse statt Visionen: Klinsmann unter Druck

SID
Mittwoch, 10.10.2012 | 16:43 Uhr
2011 übernahm Jürgen Klinsmann den Posten als US-Nationaltrainer
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile

Jürgen Klinsmann spricht gerne von Projekten, von Visionen und von Ideen über pro-aktiven Fußball. Wenn der Weltmeister von 1990 aber am Freitag im Cricket-Stadion Sir Vivian Richards auf der Trainerbank der US-Nationalmannschaft Platz nimmt, verkommt all dies zur Nebensache.

Für den Baumeister des Sommermärchens 2006 geht es um das nackte Ergebnis. Denn vor dem Auswärtsspiel gegen Fußballzwerg Antigua und Barbuda ist der Druck immens. Eine Niederlage beim 106. der Weltrangliste könnte in der WM-Qualifikation fatale Folgen haben.

Die USA liegen in der Gruppenphase der dritten Runde zwei Spieltage vor Schluss mit sieben Punkten gleichauf mit Jamaika und Guatemala. Nur die beiden Besten dürfen den Weg in Richtung Brasilien 2014 fortsetzen. Druck sei vorhanden, sagt Klinsmann. Aber das sei nicht das Problem. "Du musst diese Spiele durchstehen und hinter dich bringen, gerade diese verrückten Spiele. Es ist kein Selbstläufer", sagte Klinsmann im Interview bei Fifa.com.

Der frühere Bundestrainer ist angetreten, um den amerikanischen Fußball auf eine Stufe mit den Großen der Welt zu führen. Nun könnte ein Inselstaat mit rund 85.000 Einwohnern zum großen Stolperstein werden. Klinsmann ist der Ernst der Lage bewusst: "Für Antigua ist es das Spiel ihres Lebens. Sie werden rennen und kämpfen, bis ihre Lungen platzen. Ich sage meinen Spielern: 'Versetzt euch in ihre Situation.' Wenn sie gewinnen, schreiben sie ein großartiges Kapitel in ihrer Geschichte, viel größer als das, was wir in dem Freundschaftsspiel gegen Mexiko getan haben."

Kritik an Klinsmann wächst

Damit meint Klinsmann den ersten Sieg gegen den großen Rivalen im Azteken-Stadion im August dieses Jahres. Es war eines von wenigen Highlights in der nun gut 14-monatigen Ära Klinsmann. Und allmählich wird Kritik am früheren Ausnahmestürmer laut. "Seine Rhetorik hat mehr Probleme verursacht als gelöst", war jüngst bei Sporting News zu lesen.

Was nützen die besten Pläne für Systeme und Strukturen, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Und die stimmten in der Vergangenheit allzu oft nicht. Eine Niederlage auf Jamaika und ein Unentschieden gegen Guatemala brachte die US-Kicker in die Bredouille. In 15 der 18 Länderspiele unter Klinsmann vermochten die US-Kicker nicht mehr als ein Tor zu erzielen. Der Schnitt von 1,17 Toren pro Spiel liegt dabei deutlich unter dem von Vorgänger Bob Bradley.

Donovan fällt aus

Umso mehr verwundert es die Experten, dass Klinsmann für die nächsten beiden Spiele - am Dienstag geht es zum Abschluss gegen Guatemala in Kansas City - auf die beiden Stürmer Chris Wondolowski und Jozy Altidore verzichtet.

Wondolowski führt im Trikot von San Jose Earthquakes mit 25 Treffern deutlich die Torschützenliste in der Major League Soccer (MLS) an. Gleiches gilt für Altidore, der in dieser Saison bereits achtmal für den niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar traf. Bei Altidore sei es eine Entscheidung mit Blick auf dessen Leistungen in den zurückliegenden 14 Monaten.

Vor den so wichtigen Spielen kommt nun auch noch Verletzungspech hinzu. So muss Führungsspieler Landon Donovan mit einer Knieverletzung passen, auch Break Shea (Bauchmuskelzerrung) fällt aus. Trotzdem gibt es für Klinsmann keine Ausreden: "Wir wollen sechs Punkte und die Gruppe als Erster abschließen."

Er wolle weiterhin, dass sich die gegnerischen Mannschaften an das US-Team anpassen und nicht umgekehrt. Eine Defensivtaktik mit langen Bällen führe gegen die Top-Teams der Welt vielleicht in einem von zehn Spielen zum Erfolg, umgekehrt stünden die Chancen bei 30 oder 40 Prozent. Bleibt für Klinsmann zu hoffen, dass Antigua und Barbuda am Freitag nicht diesen einen von zehn Tagen erwischt.

Die WM-Qualifikation des CONCACAF im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung