Furia Roja - 2014 noch ein bisschen stärker?

Von Thomas Gaber
Dienstag, 16.10.2012 | 10:34 Uhr
Spanien (hier David Silva) ist seit 15 Länderspielen ungeschlagen
© Getty
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Ob mit "echter" oder "falscher" Neun, ob mit Torres oder Pedro, ob mit Iniesta, Cesc, Silva, Cazorla oder Isco - Spanien dominiert auch nach dem dritten großen Titel in Folge seine Gegner. Frankreich-Coach Didier Deschamps zittert schon und so mancher Experte geht davon aus, dass Spanien 2014 in Brasilien noch stärker sein wird.

Didier Deschamps hat in seiner aktiven Karriere sehr viel erreicht. Als Kapitän führte er Frankreich 1998 zum Titel bei der Heim-WM. Das EM-Finale zwei Jahre später war sein letztes von 103 Länderspielen; Frankreich holte sich erneut einen großen Titel.

Im EM-Viertelfinale 2000 besiegte die Equipe Tricolore Spanien mit 2:1, Raul verschoss kurz vor Schluss einen Elfmeter zum möglichen Ausgleich.

Als Trainer der französischen Nationalmannschaft bekommt es Deschamps am Dienstag erstmals wieder mit Spanien zu tun (21 Uhr im LIVE-TICKER). Und die Aussichten auf einen erneuten Erfolg sind vernichtend gering.

"Wir können uns derzeit in nicht mit Spanien vergleichen. Ich wüsste nicht, in welcher Disziplin wir an sie rankommen. Technik, Spielverständnis, Tempo - sie sind uns klar überlegen. Das ist die Realität. Leider", sagte Deschamps.

"Ich denke nie ans Verlieren, weil ich verlieren hasse. Aber wir spielen gegen die beste Mannschaft der Gegenwart, vielleicht sogar gegen die beste aller Zeiten. Ein Unentschieden wäre schon ein großes Geschenk für uns."

Keine Motivation mehr? Im Gegenteil

Deschamps macht extrem auf Understatement, dass der (einstige) Fußballriese Frankreich den Anschluss an die Spitze - und damit in erster Linie an Spanien - verloren hat, ist aber unbestritten. Europa- Welt- und Europameister Spanien spielt seit längerem in seiner eigenen Liga. Das hat sich auch in der laufenden WM-Quali nicht geändert.

"Wir hätten auch 0:8 verlieren können", urteilte Weißrusslands Trainer Georgi Kondratjew nach dem 0:4 gegen La Roja letzten Freitag. Spanien dominierte eine Mannschaft, in der immerhin neun Spieler in der Startelf standen, die zehn Tage zuvor mit BATE Borisow den FC Bayern München in der Champions League 3:1 schlugen.

Spanien lässt sich durch nichts aufhalten. "Uns wird ja öfter unterstellt, dass wir nach drei großen Titeln keine Motivation mehr hätten. Ich kann nur sagen: das Gegenteil ist der Fall", sagte Mittelfeldspieler Xabi Alonso.

Mehr Tore ohne Stürmer

Auf die Diskussion über "falsche" und "echte" Neuner und die immer wiederkehrenden Fragen von Journalisten an Trainer Vicente del Bosque, warum er nicht auf ein System mit echter Sturmspitze setzt, antwortet die Mannschaft mit Toren und Siegen. Im System ohne Stürmer schoss Spanien seit der EM doppelt so viele Tore als im System mit Stürmer.

Cesc Fabregas hält die Diskussion generell für übertrieben. "Man darf das Thema mit der 'falschen' Neun nicht zu hoch hängen. Letztlich bestimmt auch der Gegner unsere Ausrichtung. Weißrussland hat mit drei zentralen Abwehrspielern gespielt, da hat es ein Stürmer sehr schwer. Da haben wir es leichter, wenn wir mit David Silva, Pedro und mir drei Spieler ohne feste Position haben. Mal bin ich ganz vorne, mal Pedro, mal David. Ich denke, dass wir so schwerer auszurechnen sind."

Jorge Valdano, Weltmeister 1986 mit Argentinien und viele Jahre als Spieler und Funktionär bei Real Madrid tätig, ist der Meinung, dass Spanien in den nächsten Jahren noch stärker wird.

"Bei der EM waren Iniesta und Silva überragend. Jetzt spielt Cazorla groß auf. Mit Isco steht der nächste Star bereit. Im Sturm ist es egal, ob Torres, Villa oder Pedro spielt. Keine andere Nationalmannschaft hat in der Offensive auch nur annähernd die Qualitäten, die die Spanier haben. Das werden wir 2014 in Brasilien schon sehen", sagte Valdano.

Kein Platz für Martinez

Aber nicht nur die Offensive funktioniert. In den letzten elf Pflichtspielen hat die Furia Roja nur zwei Gegentore bekommen, in den K.o.-Phasen der EM 2008, der WM 2010 und der EM 2012 kein einziges.

Wer einen Xabi Alonso und einen Busquets im defensiven Mittelfeld hat, kann sogar auf einen 40-Millionen-Euro-Mann verzichten. Javi Martinez kommt über seine Edelreservistenrolle nicht hinaus.

"Da geht es mir ein bisschen wie Toni (Kroos, d. Red.). Der kommt bei Deutschland auch nicht so zum Zug", meinte der Bayern-Neuzugang mit ein wenig Galgenhumor.

Xavi stichelt

Es ist nicht die enizge Parallele zum DFB-Team. Wie jüngst bei der deutschen Nationalmannschaft (Löws Kritik an Schmelzer, Teamspirit-Diskussion) betätigen sich auch die Spanier gerne auf Nebenkriegsschauplätzen.

Xabi Alonso widersprach am Montag Xavis Darstellung, Real-Trainer Jose Mourinho würde nicht in die Geschichte des Fußballs eingehen. "Mourinho hat schon Geschichte geschrieben und er wird noch weitere Kapitel schreiben."

Und dann stichelte erneut Xavi, der FC Barcelona spiele technisch besseren Fußball als die Nationalmannschaft.

Solange Spanien seine Spiele gewinnt, fallen diese eher kindischen Dinge nicht ins Gewicht. Daran werden wohl auch die Franzosen nichts ändern können.

Spanien in der WM-Quali

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