Kaiserslautern als mahnendes Beispiel

Recife: WM-Stadionbau verzögert sich

SID
Freitag, 07.09.2012 | 16:31 Uhr
Die Pernambuco-Arena in Recife: Hier soll 2013 beim Confed-Cup der Ball rollen
© Getty
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Möglichst schon beim Confed-Cup soll in Recife der Ball rollen. Beim Stadionbau in Recife herrscht zurzeit vor allem hektische Betriebsamkeit, weil die Pernambuco-Arena noch lange nicht fertig ist. Aktuell sind es nur 52 Prozent, obwohl es schon in der vergangenen Woche planmäßig 60 hätten sein sollen.

Malerische Strände, Insellandschaften und Korallenriffe - so kennt Brasilien die an der Atlantikküste gelegene Stadt Recife im Nordosten des Landes.

Dieser Tage aber gibt es auch noch ein anderes Recife: Das der Baukräne, des Lärms und der hektischen Betriebsamkeit. Recife ist einer von zwölf Austragungsorten der Fußball-WM 2014, 20 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums entsteht das Stadion, das einmal 43.921 Fans Platz bieten soll.

Die Zeit rennt davon

Möglichst schon beim Confederations Cup im kommenden Juni, doch dazu müssen die Bau-Verantwortlichen zunächst das Wettrennen mit der FIFA gewinnen. Im Oktober kommen die Inspektoren des Weltfußballverbands ins Land und entscheiden, welche Arenen für die WM-Generalprobe zugelassen werden.

Zu 80 Prozent muss die Pernambuco-Arena dann fertiggestellt sein. Aktuell sind es nur 52 Prozent, obwohl es schon in der vergangenen Woche planmäßig 60 hätten sein sollen. Es ist in Hinblick auf das Prestige-Projekt Confed-Cup also schon eher ein bisschen später als fünf vor zwölf.

"Wenn jetzt noch irgendetwas schiefgeht, werden wir Probleme haben, die Deadline zu schaffen", sagt Regierungsmitarbeiter Ricardo Leitao, der für die WM-Organisation in Recife zuständig ist. "Wir dürfen keinen einzigen Tag mehr verlieren, wir müssen das Gaspedal jetzt bis zum Anschlag durchdrücken."

Ein mahnendes Beispiel aus der Vergangenheit kommt aus Deutschland: Die WM-Stadt Kaiserslautern zog 2005 ihre Teilnahme am Vorbereitungsturnier zurück, um Mehrkosten zu sparen. Vier Jahre später verzichteten die südafrikanischen Organisatoren auf das Nelson Mandela Bay Stadium in Port Elizabeth, weil es hinter dem Zeitplan hinterherhinkte.

Recife und Salvador nur unter Vorbehalt dabei

Sechs WM-Orte sind von der FIFA für den Confed-Cup vorgesehen: Rio de Janeiro, Brasilia, Belo Horizonte, Fortaleza, Salvador und Recife, wobei die letzten beiden zunächst nur unter Vorbehalt aufgenommen wurden. Auch Spielpläne für vier bis fünf Spielorte seien vorbereitet, teilt die FIFA mit. Der Ticketverkauf soll im November beginnen.

Ursprünglich hätten die Stadionbauer von Recife bis Ende 2013 Zeit gehabt, die Arena fertigzustellen, wegen der FIFA-Pläne wurde die Deadline auf Februar verlegt. Alle Zeitpläne mussten gerafft werden, derzeit sind 4.000 Arbeiter im Einsatz, fast dreimal mehr als zu Beginn der Konstruktion. Die Kosten, ursprünglich auf gut 200 Millionen Euro taxiert, werden ebenfalls steigen. Ein Verzicht auf den Confed-Cup wäre ein weiterer Schlag für die Region.

"Wir würden das zweitbegehrteste Fußballturnier der Welt verlieren", sagt Organisator Leitao. "Das bedeutet, dass wir international weniger wahrgenommen werden und die Chance verpassen, deutlich mehr Touristen in die Stadt zu locken." Die Uhr tickt für Recife. 28 Prozent fehlen noch.

Der WM-Quali-Spielplan für Südamerika

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