FIFA-Boss Joseph Blatter stellt für die WM 2014 neue Technologien in Aussicht
FIFA-Boss Joseph Blatter stellt für die WM 2014 neue Technologien in Aussicht
© Getty

Schon bei der WM 2014 in Brasilien

Montag, 05.12.2011

Blatter stellt Torlinien-Technologie in Aussicht

FIFA-Boss Joseph Blatter macht den Befürwortern neuer Technologien im Fußball Hoffnung. Um irreguläre Tore zu vermeiden, sollen schon bei der WM 2014 neue Systeme zum Einsatz kommen. Gleichzeitig kritisiert er das deutsche Schiedsrichterwesen und fordert die Einführung des Profi-Schiedsrichters.

Felix Magath, Ralf Rangnick und Louis van Gaal sind nur drei von vielen prominenten Befürwortern, die hierzulande schon den Einsatz von Torkameras forderten, wie es beispielsweise im Eishockey längst üblich ist.

Die UEFA antwortete jüngst mit zwei zusätzlichen Torrichtern in den europäischen Wettbewerben, auch diese können jedoch keine endgültige Gewissheit bei der Entscheidungsfindung liefern.

Doch bald könnte der Wunsch von Magath und Co. in Erfüllung gehen - genauer gesagt bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Blatter verspricht funktionstüchtige Systeme

FIFA-Boss Joseph Blatter kündigte gegenüber der spanischen Sportzeitung "El Mundo Deportivo" an, dass "Brasilien 2014 eine Technologie haben wird, um Phantom-Tore zu verhindern".

Wie genau diese Technologie aussehen soll, ließ Blatter offen. Die FIFA habe "zwei gute Systeme, die die Anforderungen, die wir stellen, in sich vereinen: Zuverlässigkeit, Unmittelbarkeit und unkompliziert im Gebrauch."

Schon im Sommer hieß es, dass das International Football Associaton Board auf seiner nächsten Sitzung im März 2012 über einen zukünftigen Einsatz von Torkameras entscheiden werde.

Bei einem positiven Entscheid für die WM 2014, stünde es laut Blatter dann auch den nationalen Verbänden und Ligen frei, die Torlinien durch eine Kamera überwachen zu lassen.

Kritik am deutschen Schiri-Wesen

Gegenüber der "Bild" forderte Blatter zudem den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zur Einführung des Profi-Schiedsrichters auf. "Die Italiener, Franzosen, Engländer - sie alle machen es richtig. Es kann nicht sein, dass Schiedsrichter einen Tag nach dem Spiel wieder an ihren Schreibtisch müssen", sagte Blatter.

Ohne Profi-Status könnten deutsche Referees nicht mehr bei einer WM pfeifen: "Wir werden von der FIFA aus für die WM 2014 nur noch Schiedsrichter nehmen, die Profis sind."

Den angekündigten Rücktritt von DFB-Präsident Theo Zwanziger bezeichnete Blatter als überraschend. "Ja, es hat mich sehr überrascht. Ich habe ihn letzte Woche noch gesehen. Da hat er aber nichts gesagt. Bislang hatte ich keinen Kontakt mit ihm. Aber ich werde die Tage Kontakt zu ihm aufnehmen", so Blatter.

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