Gruppe C: England - Algerien 0:0

Three Lions bangen ums Weiterkommen

Von Fatih Demireli / Felix Mattis
Freitag, 18.06.2010 | 22:37 Uhr
Verkehrte Welt: Normalerweise läuft Wayne Rooney Algeriens Madjid Bougherra weg
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Die englische Nationalmannschaft muss ernsthaft um das Weiterkommen bei der WM 2010 bangen. Das Team von Fabio Capello kam gegen den Underdog aus Algerien nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt damit ohne Sieg. Gegen die Nordafrikaner zeigten sich die Engländer abermals einfallslos und weitestgehend harmlos in der Offensive.

Vor 64.100 Zuschauern im ausverkauften Green-Point-Stadion in Kapstadt blieben über 90 Minuten Torchancen Mangelware. England muss nach zwei Unentschieden gegen die USA und nun gegen Algerien um das Weiterkommen in der Gruppe C bangen.

Am letzten Spieltag geht es für die Truppe von Fabio Capello gegen Tabellenführer Slowenien. Fehlen wird Verteidiger Jamie Carragher, der sich die zweite Gelbe Karte abgeholt hat.

Algerien, das ebenfalls noch alle Chancen aufs Weiterkommen hat, trifft am Donnerstag auf die USA.

Nachbetrachtung:

Das 1:1 gegen die USA war kein Ausrutscher. Das hat die Nullnummer der Engländer gegen Algerien gezeigt.  Zwar haben die Three Lions nach dem - zu jenem Zeitpunkt überraschenden - Remis gegen die US-Boys noch lauthals Wiedergutmachung angekündigt, aber auf dem Platz war abermals eine zahnlose Truppe zu sehen.

England ist erschreckend ungefährlich, vor allem weil die Spieler, die es richten sollen, gnadenlos versagen. Frank Lampard und Steven Gerrard spielen in der Premier League über weite Strecken explosiven, atemberaubenden Fußball, aber im englischen Trikot verstecken sie sich bisweilen. Wayne Rooney reibt sich auf, bekämpft sich aber fast schon selbst. Zu allem Überfluss sorgte Rooney nach dem Spiel auch noch für einen Eklat, als er via TV-Kamera auf die eigenen Fans schimpfte.

Algeriens Trainer Rabah Saadane hat aus dem 1:1 der Engländer gegen die USA die richtigen Schlüsse gezogen: Die Dreierkette wurde durch zwei bewegliche Außen verstärkt - die zwei Sechser vor der Abwehr haben England den Rest gegeben und vor ein großes Rätsel gestellt: Wie kommen wir da durch?

Im letzten Gruppenspiel gegen Slowenien braucht England einen Sieg, um das Achtelfinale zu erreichen. Slowenien dagegen reicht ein Remis und da liegt das Dilemma der Three Lions. England kann das Spiel nicht machen, das Tempo nicht bestimmen und es wäre beinahe schon fahrlässig, wenn Sloweniens Trainer Matjaz Kek seine Truppe gegen England nicht ähnlich wie Bob Bradley und vor allem Saadane einstellt.

Slowenien hat gegenüber Algerien sogar den Vorteil, mit Novakovic und Ljubijankic zwei Angreifer zu haben, die wissen, wo das Tor steht. Fabio Capello dagegen sollte sich mal auf seiner Bank umsehen und nach Spielern wie Joe Cole Ausschau halten, die vielleicht der lahmenden Offensive neue Impulse geben können.

Reaktionen:

Englands Trainer Fabio Capello: "Wir haben immer noch ein Spiel zu bestreiten. Ich hoffe, das wird glücklicher für uns. Ich weiß nicht, ob es der Druck ist oder ob wir nicht in Form sind. Wir haben zu viele Bälle verloren, es ist nicht das gleiche Team, das ich kenne. Ich werde nicht über einzelne Spieler reden. Wenn man nicht gut spielt, hängt das an der ganzen Mannschaft. Ich kann die Taktik ändern, ich werde versuchen, etwas anders zu machen."

Englands Steven Gerrard: "Ich bin nicht glücklich mit der Leistung. Wenn wir in diesem Turneir weiterkommen wollen, müssen wir besser werden. Wir waren nicht gut genug und da gibt es keine Entschuldigungen. Wir wissen, was zutun ist und müssen das letzte Spiel gegen Slowenien gewinnen!"

Algeriens Trainer Rabah Saadane: "Ich habe England besser erwartet, sie hatten nicht ihren besten Tag. Wir haben gezeigt, dass wir an einem guten Tag mit einem der Großen mithalten können. Was uns noch fehlt, ist die Konstanz auf diesem Niveau. In dieser Gruppe ist nach wie vor alles offen. Wir hoffen auf unsere Chance  zum Weiterkommen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: England mit zwei maßgeblichen Änderungen. Für den gegen die USA glücklosen Green steht James im Tor. Der wieder genesene Barry rückt im 4-4-2 für Milner in die Startelf. Damit muss Gerrard wie schon vor der WM auf die linke Seite ausweichen.

Zwei Neue auch im Team von Rabah Saadane: Der Algerien-Coach bringt Torhüter M'Bolhi für Chaouchi, der gegen Slowenien patzte. Zudem rückt Bodebouz für Djebbour ins Team. Algerien mit einer Dreierkette bestehend aus Bougherra, Yahia und Belhadj.

30.: Endlich mal ein Torschuss! Gerrard hält aus 20 Metern drauf. Ein fieser Aufsetzer, aber trotzdem auf den Mann. Kein Problem für M'Bohli.

31.: M'Bohli! England kommt über rechts und die Flanke landet über Umwege zentral 10 Meter vor dem Tor vor den Füßen von Lampard. Der schießt aus der Drehung flach rechts, aber der algerische Keeper taucht ab und hält den Ball sogar fest!

Halbzeit-Fazit: England ohne Ideen, Algerien steht gut und lässt keine Gefahr zu. Die Afrikaner entwickeln aber null Gefahr im Offensivspiel.

55.: 4 gegen 3 für England. Heskey schickt Gerrard rechts in den Strafraum und der hat dann drei Möglichkeiten: Rooney am langen Pfosten, Lampard kurz vor dem Elfmeterpunkt und Heskey an der Strafraumgrenze. Sein Pass ist ein Kompromiss und landet deshalb im Nirgendwo.

70.: Gerrard lässt schön prallen und Heskey startet halbrechts in den Strafraum. Dann will er in die Mitte zu Rooney ablegen, aber der Ball wird abgefälscht - Ecke.

Fazit: England enttäuscht auf der ganzen Linie und macht gegen gut verteidigende Algerier tatsächlich kein Tor. Der Gegner aus Nord-Afrika kann zufrieden sein, war von einem Sieg aber auch meilenweit entfernt.

Der Star des Spiels: Rais M'Bolhi (SPOX-Note 3) rückte nach dem Patzer von Faouzi Chaouchi im Spiel gegen Slowenien ins Tor der Algerier. Dass der 24-Jährige bis zum Aufeinandertreffen gegen die Engländer nur 23 Minuten für Algerien gespielt hatte, fiel nicht auf. M'Bohli strahlte viel Sicherheit aus und fiel durch seine Stärke bei hohen Bällen auf. Kein Wunder, dass Manchester United über eine Einladung zum Probetraining nachdenkt.

Wählt den Man of the Match: Hier geht es zum Voting!

Die Gurke des Spiels: Frank Lampard (SPOX-Note 5). Im Gegensatz zu Steven Gerard durfte der Chelsea-Spielmacher auf einer ihm vertrauen Position spielen, aber Lampard versagte auf ganzer Linie. Obwohl ihm Rückkehrer Gareth Barry den Rücken freihielt, konnte der Chelsea-Star der Partie seinen Stempel nicht aufdrücken, blieb ideenlos, versteckte sich gern und strahlte - von einer Szene abgesehen - keine Torgefahr aus.

Die Pfeife des Spiels: Ravshan Irmatov durfte schon das Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexiko pfeifen. Wie schon zum Auftakt machte der jüngste Schiedsrichter der WM 2010 seine Sache gut. Der 32-Jährige ließ das Spiel gut laufen, hielt sich angenehm im Hintergrund. Irmatov wird man wohl auch in der entscheidenden Turnierphase wieder sehen.

Analyse: England konnte auch im zweiten WM-Spiel nicht überzeugen. Während die Three Lions gegen die USA zumindest in der Anfangsphase noch ordentlich Tempo machten, war gegen Algerien fast nichts zu sehen.

Heskey und Rooney waren vorne völlig auf sich allein gestellt, weil Lampard, Gerrard und Lennon dahinter nichts Gefährliches zustande brachten. Gerrard, der nach der Hereinnahme von Barry wieder auf links ausweichen musste, wirkte auf der Außenposition verloren.

Dennoch zeigte sich der Liverpooler um einiges bemühter als Lampard, der phasenweise komplett abtauchte und keine Bindung zum Spiel fand. Auch der standesgemäße Außenspieler Aaron Lennon fand kein Durchkommen und zog immer wieder in die Mitte.

Nach der Pause versuchte Capello mit der Hereinnahme von Shaun Wright-Phillips für Lennon für mehr Schwung zu sorgen, hatte aber nur bedingt Erfolg.

Algerien machte seine Sache, zumindest in der Defensive, gut. Bougherra, Yahia und Belhadj bildeten eine Dreierkette, wobei Kadir und Halliche immer wieder hinten aushalfen, so dass sich immer wieder ein Fünfer-Bollwerk bildete.

Einziger Tempomacher bei den Algeriern war Ziani, der in der Offensive alle Freiheiten genoss, aber zwischen den Türmen Carragher, Terry und Barry auch oft auf verlorenem Posten stand.

England - Algerien: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung