Dienstag, 22.06.2010

WM 2010

England: Terry entschuldigt sich

Nach der Meuterei im englischen Camp hat sich Rädelsführer John Terry bei Coach Fabio Capello entschuldigt, hinter den Kulissen brennt aber weiter der Baum.

John Terry spielt seit 1998 für den FC Chelsea
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John Terry spielt seit 1998 für den FC Chelsea

"Ich habe mit Wayne Rooney telefoniert. Es herrschen sehr große Spannungen im englischen Lager. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft mit den hohen Erwartungen Probleme hat", sagte Manchester Uniteds Teammanager Sir Alex Ferguson, nachdem es bei den Three Lions in den vergangenen Tagen seit der Nullnummer gegen Algerien drunter und drüber ging.

Innenverteidiger Terry vom englischen Doublegewinner FC Chelsea hatte unter anderem den Einsatz seines Chelsea-Kollegen Joe Cole gefordert.

Teammanager Capello wies Terry, den er wegen einer Sex-Affäre zu Beginn des Jahres als Kapitän abgesetzt hatte, am Dienstag vor allem wegen der Einmischung in die Personalpolitik deutlich in die Schranken.

"Gibt keine Revolution"

"Es gibt keine Revolution, das war der Fehler eines einzelnen Spielers. John Terry muss aufpassen, was er sagt. Ich respektiere Joe Cole. Er ist einer unserer 23 Spieler im WM-Kader. Aber wir können nicht über einen Spieler sprechen, der auf der Bank sitzt. Man muss auch die Spieler respektieren, die vorher auf dem Platz gestanden haben. Ich muss an die Mannschaft, nicht an einzelne Schicksale denken", sagte Capello und forderte Terry auf, sich ab sofort mit öffentlicher Kritik zurückzuhalten.

"Beim Thema Joe Cole bin ich wohl zu weit gegangen", sagte der 29-jährige Terry: "Aber ich wollte einfach nur ehrlich sein. Und es war nie meine Absicht, unseren Teammanager zu enttäuschen. Wenn ich irgendjemanden in der Mannschaft verärgert habe, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. Für mich steht nur eine Sache im Vordergrund: Ich will mit England die WM gewinnen."

WM: England - Algerien (Gruppe C)
England - Algerien 0:0: Königlicher Beistand für die Three Lions: Prinz William (r.) und Prinz Harry gaben sich die Ehre
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Keine Panik, wir sind nicht in Ascot. Eigenwillige Hut- oder Helmkreationen gab es nämlich auch in Kapstadt zu bestaunen
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Optimistische englische Fans vor dem Spiel - natürlich mit der richtigen Kriegsbemalung
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Was die Engländer können, können wir schon lange. Das dachten sich wohl diese beiden algerischen Fans
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Emile Heskey (M.) war in der algerischen Abwehr meist gut aufgehoben und konnte sich nur selten durchsetzen
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Auch Heskeys Sturmpartner Wayne Rooney (r.) hing meist in der Luft und rieb sich in intensiven Zweikämpfen auf
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Dieses Gesicht spricht Bände: Englands Leistung war wirklich zum Wegschauen
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Auch für Glen Johnson gibt es kein Durchkommen. Karim Ziani ist einen Schritt schneller
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Der Oberlöwe brüllt. Geholfen hat's trotzdem nicht. Englands Coach Fabio Capello wurde von seinem Team im Stich gelassen
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Fans haben Hoffnung auf Titel längst aufgegeben

Allerdings scheint Terry der einzige Profi bei den Three Lions zu sein, der mit dem Druck aus der Heimat umgehen kann. Dagegen ist die körperliche und psychische Verfassung von Wayne Rooney, Steven Gerrard und Co. bei der WM in Südafrika bislang derart schlecht, dass die Fans im Fußball-Mutterland die Hoffnung auf den ersten Titel seit 44 Jahren längst aufgegeben haben. Und auch Capello kann sich mittlerweile kaum noch vorstellen, dass bei seinem Team noch rechtzeitig der Knoten platzt.

"Das Problem könnte der Druck sein. Er lähmt die Beine und den Geist. Man spürt, dass die Mannschaft unheimlich unter Druck steht", sagte der 64-Jährige, dem vor allem das bislang fehlende Spieltempo seiner Mannschaft nicht nachvollziehen kann: "Die ganze Mannschaft ist bei dieser WM viel zu langsam. Es gibt keine Tempowechsel. Ich erkenne das Team einfach nicht wieder."

Capello, der im Falle eines Scheiterns aller Voraussicht nach entlassen wird, distanzierte sich in den vergangenen Tagen schon einmal vorsorglich von seinem Team. Als mögliche Nachfolger von Capello sind englischen Medienberichten zufolge der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Fulhams Roy Hodgson und Tottenhams Harry Redknapp im Gespräch.

England: Die Revolution, die nicht stattfand

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