WM 2010

US-Team fürchtet einen sudden death

SID
Donnerstag, 17.06.2010 | 16:25 Uhr
Landon Donovan (l.) warnt vor einem bösen Erwachen bei der WM
© Getty
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Der Anfang ist gemacht, doch das schnelle Ende droht. "Wenn wir gegen Slowenien verlieren, sind wir quasi aus der WM ausgeschieden", sagt der ehemalige Bundesliga-Profi Landon Donovan vor dem Duell der US-Fußball-Nationalmannschaft am Freitag (15.45 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) gegen Tabellenführer Slowenien.

Das respektable 1:1 gegen England, das in den USA mit 14,5 Millionen TV-Zuschauern die zweithöchste Einschaltquote bei einem Fußballspiel erzielte, wäre plötzlich nicht mehr viel wert.

Mindestens ein Remis muss also her, um im Land von Football, Basketball oder Baseball die Begeisterung für Außenseiter Soccer am Leben zu halten. Auch Clint Dempsey, der Englands Torhüter Robert Green mit seinem Treffer zum 1:1 hatte alt aussehen lassen, fürchtet die Niederlage: "Wir müssen unbedingt etwas mitnehmen, um im Rennen zu bleiben."

Für den Erfolg gehen die Amerikaner sogar bis an ihre körperlichen Schmerzgrenzen. "Ich vertraue auf das Adrenalin. Davon kann man gar nicht genug bekommen", sagt Torhüter Tim Howard, der trotz einer schmerzhaften Rippenverletzung auflaufen wird: "Sobald das Spiel beginnt, werde ich bereit sein." Ähnliches gilt für Verteidiger Oguchi Onyewu, der vor der WM fast ein Jahr lang verletzt ausgefallen war.

Spielerische Klasse dürfen die Zuschauer im Johannesburger Ellis Park nicht erwarten. Zu schmerzhaft wäre für beide eine Niederlage. "Die Begegnung wird eher wie ein Schachspiel", sagt sogar US-Coach Bob Bradley, der die Slowenen als "hart kämpfende Mannschaft" einschätzt: "Sie sind sehr gut organisiert und lauern auf stets Konter." Sohn Michael Bradley warnt derweil vor seinen Bundesliga-Kollegen Zlatko Dedic (Bochum) und Milivoje Novakovic (Köln). "Beide haben in Deutschland ihre Klasse bewiesen", sagt der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach.

Sieg dank individueller Klasse

Diese individuelle Klasse bescherte dem Team von Trainer Matjaz Kek auch den 1:0-Auftaktsieg gegen Algerien und eine einmalige Chance: Ein Sieg gegen die USA würde der Elf um Kapitän und Torschütze Robert Koren reichen, um vorzeitig im Achtelfinale zu stehen. Für einen der großen Außenseiter bei der WM wäre es ein kleines Wunder: Sloweniens bisher einzige Endrunden-Teilnahme endete 2002 mit drei Niederlagen in einem Fiasko.

"Für ein kleines Land wie unseres ist schon die WM-Teilnahme ein großer Erfolg", sagt Koren, der zuletzt mit West Bromwich Albion den Aufstieg in die englische Premier League schaffte. Schon der Dreier gegen Algerien hatte historische Bedeutung, ein weiterer wäre eine kleine Sensation. Doch auch Koren wäre mit einem Zähler zufrieden: "Ein Remis wäre in Ordnung. Hoffentlich sind wir nach dem Spiel noch immer Tabellenführer", sagt der 29-Jährige.

Viel steht also auf dem Spiel im Ellis Park. "Es sind solche Partien, die am Ende entscheidend sind", sagt US-Verteidiger Jay DeMerit: "Am Anfang wird diese Partie von Taktik geprägt sein, dann kommt es auf die mentale Stärke an. Und am Ende zählt der längere Atem. Wenn man in ein Duell wie dieses geht, werden es harte 90 Minuten."

US-Keeper Howard spielt trotz Schmerzen

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