Donnerstag, 10.06.2010

WM 2010: Gruppe A - Südafrika vs. Mexiko

Wird Mexiko zum Partyschreck?

Mexiko will bei Südafrikas rauschendem Fußball-Fest den Partyschreck spielen und mit dem Selbstbewusstsein des Weltmeister-Besiegers die Vuvuzelas im Soccer City Stadium verstummen lassen.

Javier Aguirre (M.) trainierte in der Primera Division Atletico Madrid und CA Osasuna
© Getty
Javier Aguirre (M.) trainierte in der Primera Division Atletico Madrid und CA Osasuna

Mexiko will bei Südafrikas rauschendem Fußball-Fest den Partyschreck spielen. "Wir kommen mit dem besten mexikanischen Team aller Zeiten", sagte Nationaltrainer Javier Aguirre vor dem WM-Eröffnungsspiel gegen den euphorischen Gastgeber am Freitag (15.45 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) in Johannesburg.

Abgeklärt und mit dem Selbstbewusstsein des Weltmeister-Besiegers will El Tri die 90.000 Vuvuzelas im Soccer City Stadium verstummen lassen.

In der Rolle des Spielverderbers fühlt sich das Team sichtlich wohl. "Wir sind ja schließlich nicht hier, um Freundschaften zu schließen", sagt Aguirre. Im letzten WM-Test spielten die Mexikaner Titelverteidiger Italien beim 2:1 phasenweise an die Wand und treten mit breiter Brust an.

"Wir werden uns von dem ganzen Drumherum im Stadion nicht ablenken lassen", versichert Stürmer Guillermo Franco. Auch Deutschlands Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer glaubt an die Mexikaner: "Sie haben den Vorteil, dass die Südafrikaner sehr nervös sein werden."

"Titel muss unser Ziel sein"

Doch mit einem Sieg im Eröffnungsspiel gibt sich der WM-Gastgeber von 1970 und 1986 noch lange nicht zufrieden. "Der Titel muss unser Ziel sein", sagt Giovani Dos Santos. Der Stürmer von Galatasaray Istanbul weiß, wie man Weltmeister wird: 2005 holte er den Titel mit der U 17.

Aguirre, der am Mittwoch noch in aller Seelenruhe einen Kaffee mit Bulgariens Fußball-Legende Christo Stoitschkow trank, scheint die richtige Mischung gefunden zu haben.

Erfahrenen Spielern wie Rafael Marquez (FC Barcelona) und dem 37-jährigen Cuauhthemoc Blanco (CD Veracruz) stellt er Talente wie Dos Santos und Carlos Vela (FC Arsenal) an die Seite. Hinter der einzigen Spitze Javier Hernandez, ebenfalls erst 22 Jahre alt, sollen die zwei Jungstars für mächtig Wirbel sorgen.

"Wir werden mit derselben Einstellung und demselben Siegeswillen wie gegen Italien in das Spiel gehen", kündigte Verteidiger Carlos Salcido an. Die Stimmung im Team ist sowieso bestens. "Uns geht es auch nur so unter uns ganz gut. Sehr gut sogar", antwortete Franco auf die Frage nach einem möglichen Besuch der Spielerfrauen im Teamhotel - und umarmte dabei zärtlich seinen Mannschaftskollegen Salcido.

Vier Tonnen schwere Statue als Glücksbringer

Für ihre ganz eigene Party haben die Mexikaner gesorgt: Ein Sponsor hat eine Kopie der Unabhängigkeitsstatue "El Angel de la Indipendencia" ans Kap gebracht. Die vier Tonnen schwere und vier Meter hohe Statue, die der Berliner Siegessäule zum Verwechseln ähnlich sieht, steht in Melrose Arch im Südwesten von Johannesburg.

Zu den weiteren Gruppenspielen gegen Frankreich und Uruguay soll sie auch nach Polokwane und Rustenburg transportiert werden. Im Schatten des Originals werden in Mexiko Stadt regelmäßig die Siege der Tri gefeiert.

Glaubt man an das Omen einer verpatzten Generalprobe als Garantie für eine gelungene Premiere, könnte Mexiko am Freitag in der Tat Grund zum Feiern haben. Eine Simulation der Eröffnungspartie zwischen zwei U-17-Auswahlen entschied Gastgeber Südafrika am Dienstag in Soccer City mit 2:1 für sich.

Südafrika will für ein Wintermärchen sorgen

WM-Stadien: Sky-Walk und afrikanische Erde
Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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