Montag, 21.06.2010

WM 2010 - Gruppe A: Mexiko - Uruguay

Die Angst vor der Schande von Rustenburg

Die Fußball-Welt fürchtet sich vor einer erneuten "WM-Schande", da ein Unentschieden Mexiko und Urugay (Di., 15.45 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) für ein Weiterkommen reichen würde. Und vor Argentinien im Achtelfinale scheint zumindest Mexiko keine Angst zu haben...

Diego Forlan erzielte in 64 Länderspielen für Uruguay 25 Tore
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Diego Forlan erzielte in 64 Länderspielen für Uruguay 25 Tore
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Afrenta, Oprobio, Vergüenza: Im Spanischen gibt es viele Worte für Schande, doch im Sprachschatz der Teams aus Mexiko und Uruguay kommt der Begriff nicht vor.

Vor dem Duell der Mannschaften in der WM-Gruppe A fürchtet die Fußball-Welt eine neue "Schande von Gijon". Aber die Protagonisten beteuern, dass sie sich nicht auf das Remis einigen werden, das beiden zum Weiterkommen reichen - und Südafrika sowie Frankreich das Aus bescheren würde.

"Das schließe ich absolut aus. Mir gefällt es überhaupt nicht, wenn einer sowas von mir denkt. Das stellt mich in ein schlechtes Licht. Mich und alle Uruguayer", sagt Uruguays Nationalcoach Oscar Tabarez. Sein mexikanischer Kollege Javier Aguirre versichert: "Ich erwarte, dass meine Mannschaft mit der richtigen Einstellung und so stark spielen wird wie gegen Frankreich."

Gegen die Skandal-Truppe hatte Mexiko 2:0 gewonnen. Und weil Uruguay Südafrika 3:0 bezwang, genügt beiden Mannschaften nun am Dienstag in Rustenburg ein Unentschieden. Uruguay würde dann als Gruppenerster zusammen mit dem Zweiten Mexiko ins Achtelfinale einziehen. Die Konstellation ruft Erinnerungen an 1982 wach, als Deutschland und Österreich sich in Gijon (1:0) auf Kosten Algeriens in die nächste Runde schwindelten.

Hoffnung auf Fair Play

Weltverband FIFA hatte als Reaktion beschlossen, die beiden letzten Spiele einer Gruppe immer zeitgleich austragen zu lassen - eine Situation wie vor der Partie im Royal-Bafokeng-Stadion konnte sie damit nicht verhindern.

Mediendirektor Nicolas Maingot, ein Franzose, hofft trotzdem auf die Integrität aller Beteiligter: "Unser Slogan lautet 'Mein Spiel ist Fair Play'. Wir hoffen, dass sich alle 32 Mannschaften bei diesem Turnier auch daran halten."

WM: Südafrika - Uruguay (Gruppe A)
Südafrika - Uruguay 0:3: Vorhang auf in Pretoria, der Gastgeber bittet zum zweiten Spiel! Beeindruckend war die Kulisse allemal
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Südafrika - Uruguay 0:3: Vorhang auf in Pretoria, der Gastgeber bittet zum zweiten Spiel! Beeindruckend war die Kulisse allemal
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Nach den Remis im ersten Spiel wollten beide Teams nun die Weichen fürs Achtelfinale stellen - ab und an mit unfairen Mitteln
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Nach den Remis im ersten Spiel wollten beide Teams nun die Weichen fürs Achtelfinale stellen - ab und an mit unfairen Mitteln
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"Was soll ich machen, wenn der Ball so komisch fliegt?" Südafrikas Itumeleng Khune musste nach 24 Minuten hinter sich greifen
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Diego Forlan (l.) hatte vor acht Jahren schon bei der WM in Japan/Südkorea gegen den Senegal getroffen
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Diego Forlan (l.) hatte vor acht Jahren schon bei der WM in Japan/Südkorea gegen den Senegal getroffen
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Uruguay ließ mit der Führung im Rücken Ball und Gegner laufen. Luis Suarez (r.) vergab ein paar Chancen
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Uruguay ließ mit der Führung im Rücken Ball und Gegner laufen. Luis Suarez (r.) vergab ein paar Chancen
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"Ich hab' nichts gemacht!" Steven Pienaar (Mitte) hatte bereits Gelb gesehen...
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Südafrika-Coach Carlos Alberto Parreira gestikulierte wild am Spielfeldrand - seine Spieler blieben dennoch unter ihren Möglichkeiten
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Südafrika-Coach Carlos Alberto Parreira gestikulierte wild am Spielfeldrand - seine Spieler blieben dennoch unter ihren Möglichkeiten
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In der 76. Minute foulte Khune den schnellen Suarez. Die Konsequenz: Rot für den Keeper und Elfmeter für Uruguay
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In der 76. Minute foulte Khune den schnellen Suarez. Die Konsequenz: Rot für den Keeper und Elfmeter für Uruguay
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Die Südafrikaner sahen die Entscheidung bestimmt nicht so, wie es die Werbebande im Hintergrund suggerierte...
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Die Südafrikaner sahen die Entscheidung bestimmt nicht so, wie es die Werbebande im Hintergrund suggerierte...
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Forlan (l.) ließ Ersatzkeeper Moeneeb Josephs aus elf Metern keine Chance - 2:0 und die Entscheidung
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Alvaro Pereira machte in der Nachspielzeit den 3:0-Erfolg der Südamerikaner perfekt
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Der WM-Gastgeber muss nun auf einen Sieg gegen die Franzosen im letzten Gruppenspiel hoffen
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Der WM-Gastgeber muss nun auf einen Sieg gegen die Franzosen im letzten Gruppenspiel hoffen
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Für die Wettanbieter scheint das Ergebnis klar: Nie waren die Quoten auf ein Unentschieden bei der WM in Südafrika niedriger. Der Spielplan könnte El Tri und Celeste aber Beine machen. Der Zweite der Gruppe A - bei einem Remis Mexiko - trifft im Achtelfinale auf den Ersten der Gruppe B. Das wird wohl Argentinien sein, und der Zaubertruppe um Lionel Messi will jede Mannschaft aus dem Weg gehen. Außer, und jetzt kommt der Haken: Mexiko!

"Argentinien? Mir doch egal."

"Ob ich ein Duell mit Argentinien vermeiden will? Das ist mir doch egal. Wir sind stark genug, jeden zu schlagen. Argentinien ist für uns kein Problem", sagt Angreifer Cuauhtemoc Blanco. Seit dem unglücklichen Aus im Achtelfinale 2006 (1:2 n.V.) hat Mexiko eine Rechnung offen.

Ein 0:3 bei der Copa America 2007 und das 1:4 beim letzten (Test-)Duell 2008 hat die Revanchegelüste noch gesteigert.

Blanco jedenfalls fände ein erneutes Treffen "großartig". Und so freuen sich die Urus bereits auf den Zweiten der Gruppe B. "Erst das Spiel gegen Griechenland, und dann sehen wir weiter", sagt Diego Forlan, Doppeltorschütze gegen Südafrika.

Denn, so fügt er an: "Wenn wir später auf Argentinien träfen, hätte ich Spaß daran. Aber sich im Achtelfinale gegenseitig auszuschalten, ist eine Verschwendung."

FIFA-Appell an Fairness von Mexiko und Uruguay


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