Donnerstag, 10.06.2010

WM 2010

Frankreich in der Krise - Sarkozy greift ein

Ärger um die Nobel-Herberge, Grüppchenbildung im Kader und Dauer-Kritik an Trainer Raymond Domenech: Frankreich geht schwer angeschlagen in den WM-Auftakt am Freitag in Kapstadt gegen Uruguay (20.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY). In höchster Not hat sich nun sogar Staatschef Nicolas Sarkozy in die Debatte eingeschaltet und die Angelegenheit zur Chefsache erklärt.

Nationalcoach Raymond Domenech ist in Frankreich heftig umstritten
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Nationalcoach Raymond Domenech ist in Frankreich heftig umstritten

"Ich hatte ein langes Gespräch mit Trainer Raymond Domenech und habe ihm meine vollste Unterstützung für das französische Team zugesagt. Ich erklärte ihm, dass die ganze Nation hinter der Mannschaft stehe", ließ der Staatschef auf seiner Facebook-Seite mitteilen und schickte hinterher: "Allez les Bleus!".

Fakt ist aber, dass der Mannschaft im eigenen Land nicht viel zugetraut wird. Nach den mageren Auftritten in den Testspielen gegen China (0:1), Costa Rica (2:1) und Tunesien (1:1) ergab eine Umfrage der Boulevardzeitung "Le Parisien", dass 50 Prozent aller Befragten an ein frühes Aus im Viertelfinale glauben.

Spieler üben Druck auf Domenech aus

"Gegen China zu verlieren, hat mich schon enttäuscht. Doch am Ende des Tages habe ich mir gesagt, es war eben doch nur ein Vorbereitungsspiel", sagte Domenech und ergänzte: "Jetzt geht es erst richtig los." Seine Spieler stehen unter besonderen Beobachtung.

"Der Druck ist enorm, aber es ist ein positiver Druck. Für uns ist es wichtig, mit dem Eröffnungsspiel unsere Linie zu finden", meinte Abwehrspieler Bakary Sagna.

Intern brodelt es. Franck Ribery von Bayern München und Nicolas Anelka vom FC Chelsea sollen Druck auf Domenech ausgeübt haben. Sie fordern angeblich, dass Thierry Henry und Abou Diaby anstelle von Sidney Govou und Yoann Gourcuff zur Startelf gehören.

WM-Stadien: Sky-Walk und afrikanische Erde
Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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Henry der "Luxus-Joker"

Zumindest Diaby dürfte spielen. Vor allem an Henry, letzter verbliebener Akteur des französischen Weltmeister-Kaders von 1998, entzünden sich intern die Debatten. "Le Parisien" taufte ihn bereits "Luxus-Joker".

Enorm angespannt ist das Verhältnis auch zwischen Mannschaft und Journalisten, die dem französischen Lager eine Wagenburg-Mentalität vorwerfen. Die vielen Sicherheitskontrollen und die Tatsache, dass das Training weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, brachte die Presse auf die Palme.

Eine große Belastung für das Team stellt auch die Dauer-Debatte um das luxuriöse Fünf-Sterne-Hotel des Vize-Weltmeisters von 2006 in Knysna da. Immer wieder muss sich Domenech rechtfertigen. "Diese Anlage gibt den Spielern ein Gefühl von Heimat, das sie in diesem Turnier gut gebrauchen können", sagte er.

Selbst die französische Sportstaatssekretärin Rama Yadeam hatte angesichts finanziell schwieriger Zeiten die Wahl der teuren Herberge kritisiert.

Uruguay fühlt sich pudelwohl in Außenseiterrolle

Der zweimalige Weltmeister Uruguay (1930, 1950) kann mit der Rolle des Außenseiters gut leben. "Wir wollen den Franzosen das Leben so schwer wie möglich machen", sagte El Maestro Oscar Washington Tabarez. Der 63-Jährige führt die Celeste nach 1990 bereits zum zweiten Mal zu einer WM.

Zum Schlüsselduell des Spiels könnte der Zweikampf zwischen Frankreichs Abwehrspieler William Gallas (FC Arsenal) und Uruguays Superstar Diego Forlan werden. Blondschopf Forlan zeigte seine Klasse vor wenigen Wochen, als er seinen Klub Atletico Madrid mit zwei Treffern zum Gewinn der Europa League schoss.

Zumindest von Gallas wird es nach dem Spiel aber keine Aussagen zum Zweikampf geben. Der 32-jährige hatte aus Protest gegen die Berichterstattung über seine Person angekündigt, er werde während der WM keine Interviews geben.

Frankreichs Gallas boykottiert Medien

Bilder des Tages - 10. Juni
So sehen Sieger aus! Marian Hossa reckt den Stanley-Cup in die Höhe nachdem seine Chicago Blackhawks zuvor Spiel 6 gegen die Philadelphia Flyers gewonnen hatten
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Herzlich Willkommen in Neuseeland! Das irische Rugby-Team wird vor dem Test gegen die All Blacks mit einer traditionellen Maori-Zeremonie auf dem Flughafen empfangen.
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Im Khayelitsha Township in der Nähe von Kapstadt erfreuen sich Jugendliche an einer Partie Fußball.
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