Die Pedro Pinto Kolumne

Her mit der Torlinientechnologie!

SID
Dienstag, 29.06.2010 | 15:44 Uhr
Wembley-Tor reloaded: Der Ball ist klar hinter der Linie, doch das Tor wurde nicht gegeben
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Ob im Berufs- oder im Privatleben - wir alle wünschen uns Gerechtigkeit, und auch der Fußball bildet hier keine Ausnahme. Die Erfüllung dieses Wunsches mag sich in verschiedensten alltäglichen und nicht alltäglichen Situationen mitunter recht schwierig gestalten, doch muss das im Fußball wirklich auch so sein?

Muss sich die Sportart auch im Jahr 2010 noch mit regelmäßigen Fehlentscheidungen abfinden? Schließlich existiert die entsprechende Technologie bereits. An sich stünde der sportlichen Wahrheitsfindung insofern nichts im Wege.

Bevor ich mich aber mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetze, ist es wichtig, eine Sache festzuhalten: Dass Frank Lampards Tor gegen die Deutschen nicht gegeben wurde, hat in keiner Form über den Ausgang des Spiels entschieden.

Die Three Lions haben sich von dieser WM verabschiedet, weil sie ihr Achtelfinalgegner förmlich auseinander genommen hat. Wäre das Tor anerkannt worden, hätte das Ergebnis zwar eine etwas versöhnlichere Form angenommen, verloren hätte man mit Sicherheit dennoch.

Blatter: Drei Gründe gegen Torlinientechnologie

Zurück zum Thema: Wie ließen sich derartige Fehlentscheidungen im Fußball zukünftig vermeiden? Erst vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, mich mit FIFA-Präsident Sepp Blatter über diverse Themen zu unterhalten. Bestandteil dieses Gesprächs war auch die Torlinientechnologie. Laut Blatter gibt es drei Gründe dafür, weiterhin von einem Einsatz abzusehen.

1. Die Cairos-Technologie von Adidas, auch als Chip im Ball" bekannt, ist zu teuer. Um die Verlässlichkeit der entsprechenden Sensoren zu gewährleisten, müsste der gesamte Spieldfeldrand mit Antennen ausgestattet werden. Hinzu kommt, dass Adidas weiterhin der einzige Anbieter dieses Systems ist. Somit könnte es auch nur in Wettbewerben eingesetzt werden, in denen mit Bällen des Herzogenauracher Unternehmens gespielt wird.

2. Das Hawkeye-System - dabei werden anhand der Aufnahmen mehrerer um das Spielfeld positionierter Kameras die Flugbahn des Balls und die Geschehnisse auf dem Rasen in einer 3D-Ansicht nachgestellt - verfügt über keine durchgängige Abdeckung. Sind die Aktionen im Aufzeichnungsbereich einer Kamera zum Beispiel durch einen der Akteure verstellt, sind unter Umständen auch keine schlüssigen Aufnahmen möglich.

3. Ob bei Spielen im Amateurbereich oder beim Aufeinandertreffen internationaler Top-Teams, die Regeln sollten identisch, die Statuten dieselben sein, so Blatter.

Spezialtechnologie nur bei wichtigen Turnieren

Ich hingegen meine, dass eine Differenzierung hier durchaus angebracht ist. Bei einer WM oder in der Champions League etwa sollten die Schiedsrichter definitiv über entsprechende Möglichkeiten verfügen, um potenziell spielentscheidende Situationen korrekt beurteilen zu können.

Die Hawkeye-Videotechnologie wird man angesichts der oben genannten Schwächen und der Abneigung von FIFA und UEFA für den Moment außen vor lassen müssen. Wäre es aber nicht möglich, die großen Ballhersteller an einen Tisch zu bringen?

In diesem Rahmen könnte man Cairos durch einen entsprechenden Deal mit Adidas zumindest bei großen Turnieren und in wichtigen Spielen verfügbar machen. Die kleineren Verbände könnten sich die Technologie womöglich nach wie vor nicht leisten, ein Anfang wäre damit jedoch immerhin getan.

Entscheidende Beschlüsse sind auch nach dem Fauxpas vom Sonntag leider nicht zu erwarten. Einen kleinen Schritt hat die FIFA jedoch getan, indem sie allen Verbänden den Einsatz von fünf Offiziellen bei jedem Spiel nahegelegt hat.

Wer wird Weltmeister? Jetzt die WM durchtippen!

Pedro Pinto ist Sports-Anchor bei CNN International in London. Gemeinsam mit dem CNN World Sport-Team berichtet der gebürtige Portugiese von Sportereignissen auf der ganzen Welt. Vor seiner Tätigkeit bei CNN in London arbeitete er im Hauptquartier des Senders in Atlanta und moderierte in seiner Heimat Portugal mehrere Sportsendungen. Im Laufe seiner Karriere hat Pinto zahlreiche Sport-Stars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Roger Federer, Gianluigi "Gigi" Buffon oder die Fußballlegende Pele interviewt.  Für CNN International übernimmt Pinto die Berichterstattung über die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika (www.cnn.com/worldcup).


Werbung
Werbung
Werbung
Werbung