WM 2018: Politiker fordern Neu-Vergabe

SID
Sonntag, 27.07.2014 | 14:35 Uhr
Sepp Blatter lassen die Vorwürfe der Politiker kalt
© getty
Advertisement
La Liga
Sa13:00
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus
Premier League
Crystal Palace -
Man City
Premier League
West Brom -
Arsenal

Die FIFA ist bei politischen Attacken inzwischen bedenklich routiniert. Weil im Zuge der Ukraine-Krise die drastischen Forderungen nach einer Neuvergabe der WM 2018 immer lauter wurden, veröffentlichte der Verband ein deutliches Statement - und versuchte, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der Fußball könne schließlich "nicht als Lösung für alle Probleme gesehen werden, besonders die der Weltpolitik", verlautete aus Zürich. Die Vergangenheit habe gezeigt, "dass der Boykott von Sportveranstaltungen oder die Politik der Isolation bzw. der Konfrontation nicht die effektivsten Wege sind, um Probleme zu lösen".

Das hatten einige deutsche Politiker - meist aus der zweiten Reihe - anders gesehen. Wegen des weltweit scharf kritisierten Verhaltens von Russlands Präsidenten Wladimir Putin nach dem Flugzeug-Unglück in der Ostukraine, bei dem 298 Menschen ihr Leben verloren, müsse die Ausrichtung in vier Jahren überdacht werden, am besten gestern - so der Tenor.

Harte Kritik von Clegg

Aus Großbritannien wetterte am Sonntag der stellvertretende Premierminister Nick Clegg im Gespräch mit der Sunday Times, eine WM in Russland sei "unvorstellbar". Der Entzug sei "eine sehr starke politische und symbolische Sanktion", sagte er und verwies auf Putins Ego, an dem am Besten mit der Streichung der nächsten großen Gelegenheit zur Selbstdarstellung gerüttelt werden könne. "Das geht nicht - dieses schöne Spiel, geschädigt von der hässlichen russischen Aggression an der ukrainischen Grenze", sagte Clegg.

Deutlich gemäßigter hatte sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier geäußert, der die derzeitige Diskussion im Deutschlandfunk als "an den Haaren herbeigezogen" bezeichnete. Der SPD-Politiker warnte davor, sportliche Großveranstaltungen zu instrumentalisieren, um mit schärfsten politischen Krisen und Konflikten umzugehen. Das sei generell nicht der richtige Weg. Funktioniert hatte das schon bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi nicht, die trotz aller Kritik an Putin wie geplant stattgefunden hatten.

Turnier-Vergaben in der Kritik

Dennoch muss sich die FIFA fragen, wie es so weit kommen konnte, dass ihre Turniere immer und immer wieder in der öffentlichen Kritik stehen. Um die WM 2022 in Katar wird weiter gestritten, noch ist nicht klar ob bei der doppelten Vergabe an den Wüstenstaat und Russland vor vier Jahren im großen Stil bestochen wurde. Die Endrunde 2014 in Brasilien wurde ebenso hinterfragt, das Riesenland war trotz des Erfolges der Spiele eigentlich gar nicht bereit für so ein Großereignis.

Gebetsmühlenartig verweist die FIFA auf "eine Macht des Guten", was auch "2018 in Russland der Fall sein wird". Sie sei "überzeugt, dass durch den Fußball und besonders die Weltmeisterschaft ein positiver Wandel erzeugt werden kann". Eine politisch motivierte Neuvergabe scheint dadurch ausgeschlossen.

Alle Fakten zum WM-Finale

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung