Samstag, 25.01.2014

WM-Baustellen weiter in Kritik

"Guardian": Weitere Tote in Katar

Auf den Baustellen für die WM 2022 in Katar hat es in den vergangenen Monaten angeblich mindestens 36 weitere Todesfälle unter den ausländischen Arbeitern gegeben. Das berichtet der Guardian.

Proteste gegen die WM in Katar gibt es bereits seit einem Jahr
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Proteste gegen die WM in Katar gibt es bereits seit einem Jahr
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Die britische Tageszeitung beruft sich dabei auf Regierungsdokumente aus Nepal. Insgesamt soll sich die Zahl der Toten aus Nepal laut des Berichts bereits auf 185 summiert haben. Dabei stellen die Nepalesen lediglich ein Sechstel der insgesamt rund zwei Millionen Gastarbeiter in Katar.

"Jeder Tote, jeder einzelne Tote jenseits der Zahl null ist inakzeptabel! Jede Praktik, die die Sicherheit, Würde oder Gesundheit eines Menschen angreift, ist für uns nicht hinnehmbar", hatte Hassan Al-Thawadi, Generalsekretär des WM-Organisationskomitees, Mitte November noch im "SID"-Interview gesagt.

"Alarmierendes Ausmaß an Ausbeutung"

Der Guardian hatte erstmals im September 2013 über die Missstände auf den Baustellen des WM-Gastgeberlandes berichtet. Allein von Juni bis August 2013 seien 44 nepalesische Arbeiter im Emirat bei Unfällen oder nach Herzattacken aufgrund unmenschlicher Hitze gestorben. In der Folge gab es zahlreiche internationale Proteste gegen die menschenunwürdigen Bedingungen auf den WM-Baustellen.

Amnesty International hatte die Arbeits- und Lebensbedingungen als "alarmierendes Ausmaß an Ausbeutung bis hin zu Zwangsarbeit" bezeichnet. Hassan al-Thawadi hatte zuletzt in der Bild erklärt, die Unfälle seien nicht auf WM-Baustellen passiert. Die Bauarbeiten würden erst in diesem Jahr beginnen. "Nichtsdestotrotz kann ich Ihnen versichern: Es laufen gerade Untersuchungen zu all' diesen Beschuldigungen und ich kann ihnen noch nicht sagen, was falsch und was wahr ist bei diesen Anschuldigungen", sagte der OK-Chef der "Bild".

Zudem sei eine Charta für den Arbeitsschutz entwickelt worden, die mit Human Rights Watch und Amnesty International besprochen worden sei. In der Süddeutschen Zeitung dementierten Sprecher beider Organisationen allerdings, ein entsprechendes Papier gesehen zu haben.

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