WM

Platini: Meine Stimme war nicht gekauft

Von Marco Heibel
Michel Platini hat die Vorwürfe zur WM 2022 bestritten
© getty

UEFA-Präsident Michel Platini hat bekräftigt, dass er seine Stimme für die WM 2022 nach freier Wahl vergeben hat und nicht unter Druck gesetzt wurde. Allerdings räumte er ein Treffen mit dem damaligen Staatspräsident Nicolas Sarkozy und dem Emir von Katar ein. Einen französischen Nationaltrainer Zinedine Zidane kann sich der 58-Jährige gut vorstellen.

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"Als ich damals zum Mittagessen im Elyseepalast eintraf, saßen da der Emir von Katar und der Präsident", beschrieb Platini in der französischen Fußball-Talkshow "Canal Football Club" ein Treffen mit Sarkozy aus dem Dezember 2010, wenige Tage vor der Vergabe der WM 2022 nach Katar.

Er habe sich damals zwar gedacht, dass es sich um eine "unterschwellige Botschaft" handelt, allerdings habe ihn niemand um seine Stimme gebeten: "Nein, das ist nicht passiert. Man verlangt von niemanden, ihm seine Stimme zu geben."

Platini sieht Katar am Zug

Mit Blick auf die Meldungen über tote Arbeiter beim Stadionbau nahm der UEFA-Präsident die Gastgeber der drittnächsten Weltmeisterschaft in die Pflicht: "Die Kataris müssen ihre Probleme in den Griff kriegen. Das ist viel wichtiger, als heute schon zu klären, ob im Winter oder im Sommer gespielt wird."

Dass 2022 das französische Fußballidol Zinedine Zidane auf der Bank der französischen Nationalmannschaft sitzt, ist für den ehemaligen Auswahltrainer Platini (1988 bis 1992) ein absolut vorstellbares Szenario: "Zidane lernt gerade von einem Meister namens Ancelotti. Er wird dadurch bestimmt besser auf das Amt des Nationaltrainers vorbereitet, als ich es damals war - sofern der Verbandspräsident ihn fragen sollte."

Die WM-Quali im Überblick