Pressestimmen zum WM-Viertelfinale

"Messi Misery"

SID
Sonntag, 04.07.2010 | 14:50 Uhr
Lionel Messi erzielte in 49 Länderspielen für Argentinien 13 Tore
© Getty
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Nach dem 4:0 über Argentinien im WM-Viertelfinale wird die deutsche Nationalmannschaft von der internationalen Presse mit Lobeshymnen überschüttet. "Das ist eine Mannschaft", schrieb die renommierte französische Sporttageszeitung "L'Equipe" anerkennend und fuhr fort: "Die Deutschen sind auf dem Weg, ihren vierten Stern zu holen und sind von jetzt an die großen Favoriten. Denn, Achtung, am Ende gewinnen immer sie."

ARGENTINIEN - DEUTSCHLAND (0:4)

ARGENTINIEN

La Nacion: "Tiefer Schmerz! Deutschland entblößt die Schwächen Argentiniens und schmeißt uns aus der WM. Das erste Gegentor war ein ewig lang wirkender Schock."

Clarin: "Die Seleccion verlässt die WM gedemütigt. Deutschland beherrschte das Mittelfeld, hatte mehr Chancen und Schweinsteiger als Herrn aller Aktionen. Und Argentinien? Wille, Drang, taktische Unordnung. Die Kanonen unserer Angreifer wurden nicht gezündet."

Pagina 12: "Ein wahrer Tanz der Deutschen. Mesut Özil, der beste Spieler der WM, zog die Fäden im Mittelfeld. Deutschland hat sich zum ernstzunehmenden Kandidaten auf den Titel entwickelt."

Cronista: "Deutschland war wieder einmal der Henker der Seleccion. Es war der schlimmste Todesstoß, den Maradona sich vorstellen konnte. Die WM, die fast die von Maradona und Messi geworden wäre, ist vorbei."

Ole: "Das Ausscheiden ist wie ein gewaltiger Hieb. Das Tor von Müller traf tief, Diego fand keine Antworten, und Klose entschied die Partie. Deutschland machte, was es wollte. Und Messi? Weder Tore noch Ruhm."

El Grafico: "Deutschland wie eine Planierraupe. Argentinien vertraute allein auf Messi, der nicht in Erscheinung trat. Bei den Kontern hatte Deutschland noch den Chip aus dem Englandspiel in sich."

BRASILIEN

Lance: "Argentinien, auch ihr könnt zurückfliegen. Weder alle Heiligen noch die Stars in der Offensive waren ausreichend, um das neue Deutschland mit Polen, Türken, Tunesiern und sogar Brasilianern zu stoppen."

Placar: "Tschüss, Brüder. Das Blitztor stürzte Argentinien ein."

O Globo: "Puh, Maradona läuft nicht nackt um den Obelisken."

FRANKREICH

L'Equipe: "Das ist eine Mannschaft! Das deutsche Solokonzert. Mit einer beeindruckenden Effizienz hat Deutschland Argentinien im Viertelfinale zerrissen. Mit zwei weiteren Toren im Wettbewerb hat Miroslav Klose eine neue Geschichtsseite geschrieben und seine Auswahl unter die letzten Vier gebracht. Am Ende gewinnt immer Deutschland. An diesem Samstag ist dieser Spruch im Green Point Stadion erneut bestätigt worden. Und in was für einer Art und Weise bitte! Die Deutschen sind auf dem Weg, ihren vierten Stern zu holen und sind von jetzt an die großen Favoriten. Denn, Achtung, am Ende gewinnen immer sie."

ENGLAND

The Sun: "Not even Klose (Nicht mal knapp). Deutschland hat Diego Maradonas star-gespicktes Argentinen zerstört. Deutschlands Sternchen sind noch nicht so bekannt, aber Löws Jungs haben ihre Gegner in einer überzeugenden Art und Weise verblüfft. Messi hat alles getan, was er konnte, um sich nach der Pause zurück ins Spiel zu bringen, doch er wurde von einer felsenfesten deutschen Abwehr frustriert zurückgelassen. An der Seitenauslinie stand Maradonna hilflos, als Deutschland zum Todesstoß ausholte."

The Observer: "Deutschland erntet die Früchte seiner Verjüngungskur. England ist in guter Gesellschaft, nachdem Deutschland Argentinien auseinandernimmt und jetzt im Halbfinale auf Spanien trifft. Letztendlich müssen wir uns auch von einem Klischee verabschieden: Dem vom alten geistlosen Deutschland, das einer jugendlichen Erhabenheit gewichen ist."

News Of The World: "Come on Germany! Wenigstens können wir dann sagen, dass England gegen den Weltmeister ausgeschieden ist. Deutschland ist dem Titel einen Schritt näher gekommen, indem es Diego Maradonas Argentinien 4:0 demütigte."

Sunday Mirror: "Diego Müllered. Thomas entzündet das deutsche Dynamit, das Maradonas Mob wegpustet. Die Hand Gottes sollte mal die Funktionstüchtigkeit seiner Hotline in den Himmel überprüfen. Argentiniens Coach hielt einen Rosenkranz in der gleichen Faust, mit der er vor 24 Jahren in Mexiko Stadt den Ball vorbei an Peter Shilton bugsierte. Er schaute zum Himmel über Kapstadt und betete für eine göttliche Erlösung. Aber am Ende blieb er fluchend zurück."

Mail On Sunday: Messi Misery. Die Deutschen zerstören Diegos Traum. Coach Löw bejubelt eine "Meisterleistung", nachdem Argentinien den gleichen Weg geht, den schon England ging. An einem glorreichen Winterabend in Kapstadt, vor der Kulisse eines Sonnenuntergangs hinter dem Tafelberg, zeigte die Mannschaft von Joachim Löw den passenden Fußball mit der eindeutig besten Leistung dieser Weltmeisterschaft. Die Argentinier sind überwältigt worden und alle Engländer wissen, wie sie sich fühlen."

Sunday Times: Joachim Löws Männer rennen von Erfolg zu Erfolg. Deutschlands jugendliche Ausgelassenheit, die blitzartige Geschwindigkeit und die grausame Genauigkeit waren zuviel für Diegos Argentinien."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Deutschland über alles! Löws Truppe vernichtet Argentinien. Armer Maradona! Deutschland siegt, weil dort wahrer Teamgeist regiert. Klose und Müller sind mit ihrer loyalen Konkurrenz das perfekte Paar. Müller ist ein Phänomen. Er ist Stürmer und Mittelfeldspieler, einfach ein kompletter Fußballer."

Corriere dello Sport: "Deutschland, das perfekte Match! Eine junge und multikulturelle Mannschaft zieht ins Halbfinale ein. Niemand hätte geglaubt, dass das Team unter Löws Leitung so schnell derart beeindruckende Resultate geben würde. Löw hat um Messi herum einen Käfig aufgebaut."

Repubblica: "Adios Diego! Deutschland demütigt Argentinien, Maradona muss in Tränen nach Hause zurückfahren. Letzter Tango für Maradona und Messi. Wenn man ein perfektes Orchester spielen hört, ist der Verdienst auch des Dirigenten, der in diesem Fall Löw ist."

Tuttosport: "Argentinien Schock, Deutschland super! Vier Tore versenken Maradonas Team. Löws Mannschaft ist jetzt der wahre Favorit dieser Weltmeisterschaft und zeigt der Welt ein wahres Fest der Tore und des schönen Spiels. Diese Nationalmannschaft sorgt für Euphorie, Enthusiasmus und Verwunderung mit einer Generation junger Phänomene."

Corriere della Sera: "Deutschland im Paradies. Mit einem voll verdienten Resultat erteilt Löws Mannschaft den Argentiniern eine harte Lehre."

SPANIEN

El Mundo Deportivo: "Historisch! Die Superroten spielen zum ersten Mal ein Halbfinale bei einer WM. Jetzt geht es gegen das beängstigende Deutschland, das Argentinien mit 4:0 weggefegt hat. Deutschland schlägt Maradonas Argentinien zusammen. Dieses Deutschland macht uns Angst."

Marca: "Das ganze Leben von so einem Tag geträumt. Deutschland erwartet uns am Mittwoch, nachdem sie Argentinien vorgeführt haben. Der Fluch ist vorbei, auch wenn es viel Blut und Schweiß gekostet hat. Diegos Argentinien wurde wie ein Kartenhaus von der deutschen Dampfwalze überrollt."

As: "Blut, Schweiß und Sieg! Die Deutschen fegen Maradonas Argentinien vom Platz. Ab ins Paradies! Das große Deutschland vermöbelt ein Argentinien ohne Antwort!"

Sport: "Deutschland demütigt Argentinien. Maradona schlechter Verlierer. Deutschland deckt alle Schwächen der Argentinier auf."

Navarrasport: "Deutschland tötet Argentinien. Vorführung von Deutschland gegen Argentinien. Dieses Deutschland macht einem Angst mit seinem überragenden Schweinsteiger."

SCHWEIZ

Blick: "Deutschland ballert sie alle weg! Deutschland ist bei dieser WM nicht zu stoppen! Die deutschen Bubis sind an diesem Tag einfach cleverer, cooler und entzaubern die hochgelobte Maradona-Equipe. Deutschland ballert alle weg."

Tagesanzeiger: "Deutschland erobert die Herzen der Fußball-Fans. Wie schon gegen England (4:1) zeigte Deutschland beim 4:0 gegen Argentinien im WM-Viertelfinal großartigen Fußball. Deutschland zerlegte Argentinien regelrecht. Mindestens den Titel des 'Weltmeisters der Herzen', den sie sich vor vier Jahren etwas voreilig selbst gegeben hatten, dürften sich die Deutschen sichern."

Neue Züricher Zeitung: "Deutschland deklassiert im WM-Viertelfinal ein verstaubtes Argentinien. Es war ein Duell der Systeme, in dem die Albiceleste mit ihrer veralteten Spielauffassung spektakulär unterlag."

DFB-Team demütigt Maradona, Messi und Co.

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