Donnerstag, 01.07.2010

WM 2010: Viertelfinale: Niederlande - Brasilien

Keine Angst vor Kaka und Co.

Sowohl die hoch gehandelten Holländer als auch die Brasilianer überzeugten bisher mehr mit Effektivität als mit Spielwitz. Beide Teams sprechen dennoch vor dem Duell im Viertelfinale von einem vorweggenommenen Endspiel. Die holländische Legende Johan Cruyff stichelt schon mal ordentlich in Rochtung Selecao.

Die holländische Nationalmannschaft kassierte bei dieser WM bisher erst zwei Gegentore
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Die holländische Nationalmannschaft kassierte bei dieser WM bisher erst zwei Gegentore
WM-Ergebnisse
Gruppen und Tabellen

Kaka gegen Arjen Robben, die Ballkünstler vom Zuckerhut gegen Oranje Boven: Das brisante Viertelfinale zwischen Brasilien und den Niederlanden am Freitag in Port Elizabeth (15.45 Uhr im LIVE-TICKER und Sky) ist in Südafrika ein vorweggenommenes Finale.

"Ja, das ist unser erstes Endspiel. Die Niederlande sind mit der schwerste Gegner. Von allen europäischen Teams sind die Holländer von der technischen Qualität her fast Südamerikaner", sagte Brasiliens Nationaltrainer Dunga, der reichlich Respekt vor dem Team seines Kollegen Bert van Marwijk hat.

Weitaus weniger Respekt scheint der Europameister von 1988 vor dem Rekord-Weltmeister zu haben. Nach vier souveränen Siegen in vier WM-Spielen haben die Niederlande nur noch ein Ziel.

Elftal gibt sich Selbstbewusst

"Wir sind hier, um Weltmeister zu werden. Darum wissen wir auch, dass man Teams vom Kaliber Brasiliens besiegen muss. Wir wollen nicht nur mitspielen. Wir wollen deutlich besser sein und die Selecao schlagen", erklärte Bondscoach van Marwijk, der seine Mannschaft trotz interner Querelen in den vergangenen Tagen wieder zu einer Einheit formte.

Auch den niederländischen Spielern scheinen die bisherigen Auftritte des fünfmaligen Weltmeisters in Südafrika kaum Angst und Schrecken einzuflößen.

"Wir wollen ins Finale. Also müssen wir auch gegen Brasilien gewinnen", sagte Arjen Robben von Bayern München.

Cruyff stichelt: Das Spiel der Brasilianer ist eine Schande"

Gegen die Slowakei machte der Offensivspieler sein erstes Spiel von Beginn an, und auch der Hamburger Eljero Elia, beim 2:1 gegen die Slowakei für Robben in der 71. Minute eingewechselt, sieht Oranje in der Favoritenrolle: "Wir haben weder vor Brasilien, noch vor einem anderen Gegner Angst. Wir gewinnen und kommen ins Finale."

Daran hat offenbar auch Johan Cruyff keinen Zweifel. Der Vize-Weltmeister von 1974 würde sich nicht einmal eine Eintrittskarte kaufen, um die Brasilianer spielen zu sehen.

"Das Spiel der Brasilianer ist eine Schande für die Fans und das Turnier. Normalerweise verfügt Brasilien über eine Mannschaft, die die Menschen gerne spielen sehen wollen. Jetzt aber habe ich kein Geld übrig für eine Eintrittskarte, um Brasilien spielen zu sehen", sagte Cruyff, der viel lieber Robben und Wesley Sneijder beim Zaubern zuschaut.

WM-Stadien: Sky-Walk und afrikanische Erde
Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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Brasilianische Personalsorgen

Tatsächlich spielte die Selecao im Verlauf der WM-Endrunde noch nicht brillant auf. Allerdings spazierten die vor allem in der Defensive starken Südamerikaner völlig problemlos ins Viertelfinale. Vor dem Spiel gegen die Niederlande häuften sich jedoch die Sorgen beim fünfmaligen WM-Champion.

So muss Dunga auf den verletzten und zuvor starken Mittelfeldspieler Elano verzichten. Zudem fällt Ramires gelbgesperrt aus, sodass wahrscheinlich Felipe Melo in die Startelf zurückkehrt.

Mit der teaminternen Ruhe war es kurz vor den Klassiker gegen die Niederlande ohnehin vorbei. Wie alle Viertelfinalisten mussten auch die Brasilianer ihr WM-Quartier verlassen und in ein vom Weltverband FIFA ausgewähltes Hotel umziehen.

"Jetzt müssen wir die Hotels mit anderen Gästen teilen. Da geht die totale Konzentration auf den Fußball verloren. Das gibt ein Durcheinander", sagte Dunga.

"Nicht das beste Verteidigerpaar der Welt"

Ein wenig kirre sind die brasilianischen Nationalspieler auch ohne den Umzug in ein neues Quartier. Die Dribbel-Künstler aus den Niederlanden bereiten Kaka und Co. reichlich Kopfzerbrechen.

"Das Team ist richtig stark. Für mich ist das Spiel gegen die Niederlande ein vorweggenommenes WM-Endspiel", sagte Robinho.

Und Juan, der gemeinsam mit dem ehemaligen Bayern-Stars Lucio am Freitag in der Innenverteidigung wohl erstmals richtig gefordert wird, zeigte ebenfalls Respekt: "Lucio und ich, wir halten uns nicht für das beste Verteidigerpaar der Welt. Wir müssen aufpassen."

Van der Vaart auch im Viertelfinale fraglich


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