Die Pedro Pinto Kolumne

Spanien: Mit Telepathie und zwei Klavierträgern

SID
Dienstag, 13.07.2010 | 13:05 Uhr
Sergi Busquets (r.) stand in allen sieben WM-Spielen in der Startelf
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit S04-RBL, BVB & HSV
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Das Erfolgsgeheimnis des Weltmeisters: Xavi und Andres Iniesta sind klasse, aber ohne zwei Wasserträger hätte Spanien nicht triumphiert. Robin van Persie hingegen verdient harte Kritik.

Nach 64 Spielen und 145 Toren in den WM-Arenen heißt der Sieger völlig zu Recht Spanien. Alles in allem waren die Iberer das beste Team und nehmen die Trophäe verdient mit nach Hause.

Noch jetzt empfinde ich es als Privileg, am Sonntag im Soccer City Stadium von Johannesburg eine der besten Nationalmannschaften aller Zeiten spielen gesehen zu haben.

Man mag argumentieren können, dass die Furia Roja in sieben Spielen nur acht Tore erzielt hat, doch ich kann mich an keinen Auftritt einer Nationalmannschaft mit derart viel Klasse erinnern.

Telepathische Vertrautheit

Als einzigen Grund für die etwas geringe Ausbeute sehe ich die Einstellung der Kontrahenten: Wer auch immer gegen Spanien antrat, war in erster Linie darauf bedacht, alle Wege zum eigenen Tor dicht zu machen.

Doch was macht Spanien insgesamt so erfolgreich? Dass die Basis hierfür im Mittelfeld liegt, ist hinlänglich bekannt. Andres Iniesta und Xavi stehen bereits seit acht Spielzeiten in Barcelona gemeinsam auf dem Platz und zeigten sich bei der WM erneut als kongeniales Duo.

Mit geradezu telepathischer Vertrautheit spielten sie sich den Ball zu, ein ums andere Mal.

Alonso und Busquets immens wichtig

Nicht vergessen werden darf jedoch, dass beide Mittelfeld-Asse ihre Stärken nur dank der Unterstützung zweier anderer ausspielen konnten, die etwas weniger öffentliche Aufmerksamkeit genießen, jedoch selbst von ungeheurer Bedeutung für das Team sind - Xabi Alonso und Sergi Busquets.

Nicht nur in der Defensive sind sie jederzeit präsent, sondern oftmals auch Dreh- und Angelpunkt beim Umschalten in die Angriffsbewegung. In Portugal würde man sagen, dass sie "das Piano tragen", damit Xavi und Iniesta darauf spielen können.

Auch Abwehr stark

In der spanischen Viererkette hat mich Sergio Ramos am meisten beeindruckt, denn nicht zuletzt auch durch ihn bezog das Spiel seiner Mannschaft diese weltmeisterliche Qualität. Stets gefährlich im Spiel nach vorne auf der Außenbahn, bediente er seine Mannschaftskameraden von dort aus vorzüglich.

Im Finale hätte er mit starkem Kopfballspiel fast selbst zwei Mal getroffen und lieferte generell eine herausragende Leistung ab.

Im Defensivzentrum zeigte sich Gerard Pique absolut souverän und Carles Puyol stets effizient. Der Barca-Kapitän wurde zum Helden durch seinen entscheidenden Treffer gegen Deutschland im Halbfinale.

Wenn 30 Millionen ein Schnäppchen sind

Im Angriff schließlich war David Villa torgefährlich wie immer. Fünf Tore konnte er für sich verbuchen, es hätten mehr werden können, wären ihm nicht mehrfach auch starke Keeper auf der Gegenseite in den Weg gestellt worden.

Sein ohnehin schon hohes Ansehen hat er durch diese WM zusätzlich gesteigert, sein Transfer Richtung Camp Nou für 30 Millionen Euro erscheint nun geradezu wie ein Schnäppchen.

Harte Kritik an van Persie

Und Holland? Nun, ihre Serie von 25 Spielen ohne Niederlage unter Bert van Marwijk hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt ein Ende finden können. Trotz Finaleinzug und Sieg gegen Brasilien - zum ganz großen Triumph hat es nicht gereicht.

Wesley Sneijder konnte gegen Spanien nicht an seine bisherigen Leistungen im Turnier anknüpfen, Robin van Persie war ein Schatten seiner selbst.

Bisweilen schien der Stürmer des FC Arsenal geradezu desinteressiert am Spielverlauf. Die Fans hätten es anders verdient gehabt.

Die SPOX-Elf des Turniers: Deutschland ist Notenweltmeister

Pedro Pinto ist Sports-Anchor bei CNN International in London. Gemeinsam mit dem CNN World Sport-Team berichtet der gebürtige Portugiese von Sportereignissen auf der ganzen Welt. Vor seiner Tätigkeit bei CNN in London arbeitete er im Hauptquartier des Senders in Atlanta und moderierte in seiner Heimat Portugal mehrere Sportsendungen. Im Laufe seiner Karriere hat Pinto zahlreiche Sport-Stars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Roger Federer, Gianluigi "Gigi" Buffon oder die Fußballlegende Pele interviewt.  Für CNN International übernimmt Pinto die Berichterstattung über die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika (www.cnn.com/worldcup).

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung