"Oh, WehM! Aus, Vorbei!"

SID
Samstag, 26.06.2010 | 14:25 Uhr
Ottmar Hitzfeld (l.) trainiert die Schweiz seit 2008
© sid
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Trainer Ottmar Hitzfeld muss mit seiner Schweiz nach einem torlosen Unentschieden gemeinsam mit Honduras die Heimreise antreten. Die chilenische Nationalmannschaft bejubelt trotz 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Spanien den Einzug ins WM-Achtelfinale. Die internationalen Pressestimmen zur den WM-Spielen am Freitag.

PORTUGAL - BRASILIEN (0:0)

PORTUGAL

A Bola: "Die Brüder gehen zusammen ins Achtelfinale. Beide hätten gewinnen können, aber keiner riskierte genug, um dies auch umzusetzen."

Expresso: "Portugal und Brasilien spielten in einem Duell der Brüder unentschieden. Es war weniger spannend als erwartet, denn beide Teams gaben sich mit dem Achtelfinal-Ticket zufrieden."

Jornal de Noticias: "Brasilien bestimmte die erste Halbzeit, Portugal die zweite. Ein gerechtes Unentschieden."

BRASILIEN

O Globo: "Das Spiel war einschläfernd, grottenschlecht. Der Schlusspfiff erlöste Millionen Fans am TV-Bildschirm vom Martyrium. In der ersten Hälfte war es Stiefel gegen Holzschuh, im zweiten Durchgang Spitzenschuh gegen Pantoffel."

Jornal Brasil: "Brasilien und Portugal enttäuschen. Auch ohne Glanz wird die Selecao Gruppenerster. Selbst Dunga konnte seinen Ärger über sein Team nicht verbergen."

Estado de Minas: "Ohne Kaka, Elano und Robinho verlor Brasilien seine ganze Kreativität. Es war ein Spiel von Landsleuten, ohne Fußball."

Estado de Sao Paulo: "Die Rivalität zwischen Brasilianern und Portugiesen machte aus dem Spiel eine raue Partie mit vielen Nickeligkeiten. Das Ergebnis: Ein 0:0 ohne Emotionen, aber gut für beide Seiten."

CHILE - SPANIEN (1:2)

CHILE

El Mercurio: "Der WM-Traum geht weiter, aber ungeschickte Fehler erschwerten die Aufgabe. Jetzt kommt das schwerste Kaliber: Brasilien."

La Nacion: "Es scheint, dass uns das Leiden in den Genen steckt. Das Ziel Achtelfinale wurde aber erreicht. Warum soll Chile jetzt nicht Brasilien schlagen?"

La Tercera: "Chile erreicht Achtelfinale und fordert jetzt Brasilien heraus. Die Partie gegen Spanien war nervenzerreißend."

SPANIEN

EL Pais: "Spanien mag es offensichtlich zu leiden. Nach dem dritten Spiel haben wir immer noch nicht das Spanien von Wien oder das Spanien der vergangenen zwölf Monate gesehen."

Marca: "Ronaldo, bereite dich vor. Die Mannschaft von Del Bosque hat gezeigt, dass sie unter Druck bestehen kann. Aber noch haben wir nichts gewonnen."

As: "Dieses Spiel war eine wichtige Lektion für uns. Wir hatten die besseren Spieler, aber nicht das bessere Team."

El Mundo: "Druck, Druck, Druck von allen Seiten. Nach dem Sieg gegen ein sehr gutes Chile wartet jetzt ein echter Dschungel-König auf die Spanier, Cristiano."

SCHWEIZ - HONDURAS (0:0)

SCHWEIZ

Tages-Anzeiger: "Alles lag an diesem kühlen Abend in der Luft: Alles, außer einem Schweizer Tor. Die Mannschaft hat spielerisch und nervlich versagt."

Blick: "Oh, WehM! Aus, vorbei! Es ist bitter, dass wir gegen die defensiv anfälligen Honduraner, die teilweise fast blind kontern und hinten alles offen lassen, nicht treffen. Die ersten beiden Jahre unter Ottmar Hitzfeld haben das Team dennoch weitergebracht."

Neue Zürcher Zeitung: "Es ist seine ganz persönliche Grenzerfahrung: Auch Ottmar Hitzfeld stößt an Schranken, auch er kann sie nicht einfach durchbrechen. Schweizer Fußballer bleiben Schweizer Fußballer."

Basler Zeitung: "Ein fader und mutloser Auftritt. Der Lörracher (Hitzfeld) konnte am Ende den entscheidenden Unterschied nicht mehr aus der Mannschaft kitzeln."

Enttäuschende Schweiz fährt nach Hause

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