WM 2010: Pressestimmen

"Aber es sieht nicht wie Spanien aus"

SID
Dienstag, 22.06.2010 | 13:45 Uhr
Sergio Ramos vergibt in der Partie gegen Honduras eine Tor-Chance
© Getty
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Die heimische Presse hat mit Erleichterung und Kritik auf den glanzlosen Sieg von Europameister Spanien gegen Außenseiter Honduras reagiert. Die Pressestimmen zur WM in Südafrika.

In der Schweiz haben sich die Tageszeitungen nach dem 0:1 gegen Chile auf den Schiedsrichter eingeschossen, die Schuld an der Niederlage wird aber auch bei der Mannschaft gesucht.

Spanien - Honduras (2:0)

SPANIEN:

Marca: "Sag nicht Tor, sag Villa. Licht und Schatten: Das war ein Sieg gegen ein schwaches Honduras. Unsere Nummer 7 war der beste Spieler auf dem Platz. Aber wir haben eine historische Torflut gegen Honduras verpasst."

AS: "Wir gewinnen, aber es sieht nicht wie Spanien aus. Die Seleccion verzichtet auf Tiqui-Taca, um die schlechteste Mannschaft der Grupppe zu schlagen. Am Freitag gegen Chile wissen wir, wo wir wirklich stehen."

El Mundo Deportivo: "Villa Espana! Die Seleccion hat dank zweier Tore von David Villa Honduras besiegt. Die Mannschaft von Del Bosque hat sich verbessert, ein Schützenfest aber verpasst."

El Pais: "Spanien schüttelt die Geister ab. Die Mannschaft war viel zielstrebiger und betrieb gegen Honduras Wiedergutmachung. Nur an der Chancenverwertung mangelte es."

Sport (Barcelona): "Villa bringt Spanien nach vorne. Die Mannschaft bot einen Spielmonolog gegen Honduras. Meisterliche Führung von Xavi."

HONDURAS

La Tribuna: "Villa wurde zum Albtraum für die Abwehr von Honduras."

La Prensa: "Honduras konnte das Wunder von 1982 nicht wiederholen. Spanien beherrschte das Spiel klar."

Chile - Schweiz (1:0)

CHILE

El Mercurio: "Chile knackt den Schweizer Riegel und schreibt ein weiteres Kapitel in seiner WM-Geschichte. Das Team mischt bei der WM im Konzert der Großen mit."

La Nacion: "Nicht einmal der Schweizer Riegel kann es mit den Roten aufnehmen. Der Sieg war ein gerechter Preis für das einzige Team auf dem Platz, das angreifen wollte."

El Mostrador: "Chile führte einen Monolog und wurde am Ende mit dem Siegtor belohnt."

SCHWEIZ

Blick: "Khalil Al Ghamdi lehrte die Schweiz mit seinem von A bis Z verpfiffenen WM-Gruppenspiel das Fürchten. Müssen wir nach dem heroischen 1:0 gegen Europameister Spanien nun wegen dieser Pfeife das Achtelfinale vergessen?"

Tagesanzeiger: "Der böse Traum der Schweizer. Rot gegen Behrami, Abseits beim 0:1 gegen Chile. Die Schweizer vereint in ihrer Wut auf den Schiedsrichter."

Neue Zürcher Zeitung: "Die glücklose Selbstverteidigung. Die Schweizer Nationalmannschaft wehrt sich über eine Stunde in Unterzahl und verliert gegen Chile 0:1."

Neue Luzerner Zeitung: "Der Schiedsrichter erhitzt die Gemüter in der Schweiz. Sein Name: Khalil Al Ghamdi. Sein Problem: Er schien heillos überfordert."

Basler Zeitung: "Mauerfußball ohne Happy End. Knapp 75 Minuten lang hielt das Schweizer Bollwerk am Ende war Chile doch zu stark."

Berner Zeitung: "Ärger mit dem Strand-Referee. Immerhin stellte die Defensive einen neuen WM Rekord auf."

Mittelland-Zeitung: "Der Geist war willig, das Fleisch war zu schwach. Es ist zu simpel, Herrn Ghamdi zum Sündenbock zu stempeln. Man ist gut beraten, nach dieser bitteren Niederlage nicht in Selbstmitleid zu verfallen."

St. Galler Tagblatt: "Dem Fest folgt der Kater. Nach dem 0:1 gegen Chile hadert das Schweizer Nationalteam mit dem Schiedsrichter."

Chile - Schweiz: Die Analyse

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