Mittwoch, 16.06.2010

WM 2010

Polizei verhaftet zwei Bier-Babes

Zwei Verhaftungen und eine Klage - die südafrikanische Polizei und der Fußball-Weltverband FIFA gehen scharf gegen Schleichwerbung am Rande der WM-Endrunde in Südafrika vor.

Nicht für alle niederländischen Fans verlief der Besuch bei der WM glimpflich
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Nicht für alle niederländischen Fans verlief der Besuch bei der WM glimpflich

Zwei weibliche niederländische Fans, denen die Planung einer versteckten Werbekampagne vorgeworfen wird, wurden am Mittwoch in ihrem Hotel von der südafrikanischen Polizei festgenommen.

Erst nach der Zahlung einer Kaution in Höhe von 1000 Euro sowie der Abgabe ihrer Reisepässe wurden die beiden Frauen vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Sie waren Teil einer 36-köpfigen Gruppe von "Bier-Babes", die die Begegnung zwischen den Niederlanden und Dänemark am Montag in von einer niederländischen Brauerei (Bavaria) gesponserten Kleidern besucht hatte. Ihr Auftritt im knappen Dress bei der WM kommt ihnen damit teuer zu stehen.

Völlig entsetzt reagierte der niederländische Außenminister Maxime Verhagen: "Das ist absolut ungeheuerlich. Wenn, dann müsste die Brauerei zur Verantwortung gezogen werden."

FIFA hat Klage eingereicht

Dagegen hieß es in in einem Statement der südafrikanischen Polizei: "Diese Frauen, die Teil einer größeren Gruppe waren, stehen unter dem Verdacht, an der Organisation unrechtmäßiger Werbeaktivitäten beteiligt gewesen zu sein."

Die FIFA vermutet hinter der Aktion ein sogenanntes "Ambush Marketing", auch bekannt als Schmarotzer-Marketing. Darunter versteht man gezielte Werbeaktionen von Firmen, die ein Großereignis ausnutzen, bei dem sie selbst nicht offizieller Sponsor sind. Als Premium-Partner der FIFA ist ausschließlich der US-Biermarke Budweiser Werbung an offiziellen Schauplätzen des WM-Turniers vorbehalten.

Die FIFA hat mittlerweile Klage gegen die Initiatoren der angeblichen Kampagne eingereicht, teilte Mediendirektor Nicolas Maingot mit. "Wir nehmen Ambush Marketing sehr ernst", hieß es vonseiten der südafrikanischen Polizei.

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Bavaria bestreitet Vorwürfe

Der Familienbetrieb Bavaria hatte die Vorwürfe umgehend bestritten. "Die FIFA hat kein Monopol auf die Farbe orange, und die Menschen haben die Freiheit zu tragen, was sie wollen", sagte Peer Swinkels der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf".

Der Bavaria-Chef kann dem kuriosen Rechtsstreit dennoch etwas Positives abgewinnen: "Unsere Marke ist auf den Kleidern kaum zu sehen. Aber nun spricht die ganze Welt über uns." Die kurz geschnittenen, orangefarbenen Kleider waren im Vorfeld der WM in den Niederlanden als Geschenk mit Bierkästen verkauft worden.

Die FIFA versucht, ihre Sponsoren, die einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Lizenzrechte bezahlt haben, zu schützen.

Beim Spiel Ghana gegen Serbien wurden zahlreiche Flaggen konfisziert, auf denen das Logo einer ghanaischen Firma allzu groß prankte. "Die meisten anderen Flaggen, auf denen das Logo nur in kleiner Form abgedruckt war, wurden nicht entfernt", teilte Maingot mit.

Nicht der erste Vorfall

Auch mit Bavaria hatte es in der Vergangenheit bereits Reibereien gegeben.

Bei der WM in Deutschland verfolgten niederländische Fans ein Oranje-Spiel in Unterhosen.

Die Ordner hatten ihnen verboten, das WM-Stadion in Stuttgart mit Lederhosen zu betreten, auf denen das Bavaria-Logo zu sehen war.

Im Zuge der Affäre musste mittlerweile auch der ehemalige jamaikanische Nationalspieler Robbie Earle seinen Posten beim britischen Fernsehsender "ITV" räumen. Er soll den Frauen die Tickets für die Begegnung weiterverkauft haben.

Bier-Babes aus dem Stadion verwiesen


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