Beckham brüllt Torklau-Schiri an

SID
Sonntag, 27.06.2010 | 20:18 Uhr
David Beckham war nach dem Spiel stinksauer auf den Schiedsrichter
© Getty
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Englands David Beckham machte seinem Ärger über das nicht gegebene Tor im WM-Achtelfinale Luft. "Shame on you, Ref!", brüllte Beckham und wollte dem Uruguayer an die Gurgel.

Als Papageienzüchter Jorge Larrionda nach seinem "Torklau" beim 1:4 der "Three Lions" gegen die deutsche Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale in Bloemfontein am Sonntag in die Katakomben flüchten wollte, wurde er vom wütenden David Beckham gestellt. "Shame on you, Ref!", brüllte Beckham, der dem Uruguayer anschließend mit hochrotem Kopf an die Gurgel wollte.

Schämen musste sich Larrionda bei dem "umgekehrten" Wembley-Tor von Frank Lampard in der 38. Minute vor allem für seinen unfassbar schlecht postierten Assistenten Mauricio Espinosa, der trotz eines hektischen Sprints an der Außenlinie ungefähr 20 Meter von der Torlinie entfernt war, als der Ball hinter DFB-Keeper Manuel Neuer einschlug.

"Ich verstehe nicht, warum wir in unserer heutigen Zeit mit so viel Technologie noch über solche Dinge reden müssen. Wir haben Fehler gemacht, aber der Schiedsrichter hat einen noch größeren gemacht", sagte Teammanager Fabio Capello.

"Die Three Lions hatten gehofft, der 44 Jahre alte Schmerz würde endlich enden. Er endete - der von Deutschland", schrieb der "Daily Mirror". "Englands Alptraum! Lampard wird das Tor gestohlen", titelte die "Daily Mail". Das Boulevard-Blatt "The Sun" schrieb: "Du bist völlig nutzlos, Schiedsrichter!"

Entsetzter Lampard

Chelsea-Ass Lampard, der vermeintliche Torschütze zum eigentlichen 2:2, hatte zuvor minutenlang die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, Rooney war kurz davor, eine Boxeinlage gegen Larrionda einzulegen. "Das nicht gegebene Tor war der Knackpunkt des Spiels. Das Spiel wäre ganz anders gelaufen", sagte Englands Nationalspieler James Milner.

Kapitän Steven Gerrard meinte: "Der Linienrichter war 20 Meter von der Situation entfernt, er konnte nicht sehen, ob der Ball drin war oder nicht. Das sollte sich die FIFA mal anschauen."

Der 42 Jahre alte WM-Schiedsrichter, der sich mit seiner Leistung am Sonntag selbst aus dem Turnier befördert haben dürfte, geriet beim Turnier in Südafrika allerdings nicht zum ersten Mal in die Kritik.

Bereits beim 1:2 der Serben gegen Australien zum Ende der Vorrunde in der Deutschland-Gruppe D war ihm vonseiten der Osteuropäer Betrug vorgeworfen.

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