WM-Splittern aus den Trainingslagern

Crouch schwebt auf Wolke neun

Von SPOX
Donnerstag, 03.06.2010 | 18:14 Uhr
Peter Crouch spielt seit 2009 für die Tottenham Hotspurs
© Getty
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Peter Crouch wird eine ganz besondere Ehre zuteil, Fabio Capello hofft auf ein Aufeinandertreffen mit Italien und Nikola Zigic ist bereit, Serbien in die nächste Runde zu führen. Nur den Bauarbeitern der WM-Stadien hätte das Event eigentlich gestohlen bleiben können.

Stadien sind fertig - die Arbeiter auch: Im Zeitplan geblieben und moderne Architektur abgeliefert: Der Stadionbau mit viel "Made in Germany" hat selbst größte WM-Skeptiker verstummen lassen. "Wir sind stolz, dass wir der Welt die versprochenen Weltklasse-Stadien präsentieren können", sagt WM-Organisationschef Danny Jordaan. 1,36 Milliarden Euro ließ sich die Regierung Bau und Modernisierung der zehn Arenen kosten - zu Recht, wie Franz Beckenbauer meint: "Wir werden fantastische Stadien erleben." Aber: Die Bauarbeiten wurden von regelmäßigen Streiks der Arbeiter geprägt. Nur 1,50 Euro Stundenlohn bekamen sie - viel zu wenig, um ihre Familien zu ernähren.

Kritik um Jabulani wird immer lauter: Die neuen Bälle mit ihren irren Kurven sind ein klarer Nachteil für die Torhüter - und damit ein Vorteil für die Feldspieler. Doch auch die sind nicht zufrieden. "Es ist unglaublich. Der Ball verhält sich, als würde er von jemandem geführt. Ganz plötzlich verändert er einfach die Flugbahn", sagt der brasilianische Stürmer Luis Fabiano. Der Italiener Giampaolo Pazzini nennt ihn schlicht eine "Katastrophe". Andere Töne schlägt Mario Gomez an: "Er geht richtig ab, wenn man ihn richtig trifft", lobte der deutsche Stürmer. Es wird auch Zeit, dass sich die Bundesligaspieler an den Ball gewöhnen, denn in der kommenden Saison ist der Jabulani der offizielle Spielball der ersten Liga.

BKA schützt DFB-Team: Während der WM in Südafrika werden unsere Elitekicker auch vom BKA beschützt. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere sagte dem Bonner "General-Anzeiger", "die deutschen Sicherheitsbehörden würden alles in ihren Kräften stehende tun, um zu unterstützen und die Sportler zu schützen". De Maiziere hat zudem darauf hingewiesen, dass ein Event wie die WM auch Terroristen auf den Plan ruft, um "Verunsicherung zu stiften". Bleibt zu hoffen, dass alles glatt geht, und die BKAler die Zeit vor Ort mit Fußballgucken verbringen können.

Peter Crouch auf Wolke neun: Seine 21 Treffer in 38 Länderspiel-Einsätzen bringen Peter Crouch nicht nur viel Lob, sondern auch ein Trikot mit einer ganz besonderen Rückennummer ein: die legendäre 9. Wir erinnern uns: Schon Bobby Charlton hat sie getragen. Nun hat sie also Crouch. "Crouchy wird sich sehr freuen. Er nimmt seine Position im Team nicht als selbstverständlich, aber es ist die Rückennummer, die alle Stürmer wollen", verrät ein Insider aus England in "The Sun". Einer dürfte besonders traurig sein: Wayne Rooney. Er trug das legendäre Trikot bei der WM 2006, muss nun aber vermutlich mit der Nummer 10 vorlieb nehmen.

Zigic zählt auf sich: Nikola Zigic ist ganz heiß darauf, zu zeigen, dass er sich spielerisch weiterentwickelt hat. "Ich habe mich sehr verändert. Als ich nach Deutschland ging, war ich ein Spieler ohne Ruf und ohne Erfahrung. Ich habe in taktischer Hinsicht sehr viel gelernt und bin auch physisch und psychisch viel besser drauf", sagt Zigic. Das ist übrigens der Grund, warum sich der fröhliche Serbe auf die WM freut: "Das ist meine Weltmeisterschaft. Ich glaube, dass ich eine Führungsrolle übernehmen kann und ich will zeigen, dass ich ein Spieler bin, der in großen Spielen bestehen kann." Achso, und an ein Weiterkommen Serbiens glaubt Zigic natürlich auch: "Es wird nicht einfach werden, aber wir wollen zeigen, dass wir es mit jedem Team in der Welt aufnehmen können."

Capello hofft auf Italien: Fabio Capello ist nach seiner Verlängerung bereit, sich komplett auf die WM zu konzentrieren. Zeit wird's. "Ich stand bereits mit Klubs in wichtigen Finalen, aber mit einem ganzen Land ist das was anderes. Da lastet die Erwartung einer ganzen Nation auf den Schultern." Ein Spiel gegen Italien stürzt Capello hingegen nicht in psychische Probleme. "Ich hoffe, dass wir im Halbfinale oder Finale auf Italien treffen, aber ich werde ein England-Trikot tragen. Ich möchte nicht mit Marcello Lippi tauschen - ich bin lieber Englands Coach."

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