Die Pedro Pinto Kolumne

Frankreich braucht einen Neuanfang - jetzt!

SID
Dienstag, 22.06.2010 | 13:21 Uhr
Quo vadis, Equipe Tricolore? Frankreichs Nationalmannschaft blamiert sich in Südafrika
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
UEFA Europa League
Do19:00
Sturm Graz -
Fenerbahce
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Sa16:00
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Super Cup
Sa21:00
Monaco -
PSG
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Di18:30
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Mi00:15
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Do02:45
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Fr02:45
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Fr20:45
Monaco -
Toulouse
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Sa16:00
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:15
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So17:00
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
So17:00
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
So17:00
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
So19:00
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

La France blamiert sich in Südafrika bis auf die Knochen. CNN-Korrespondent Pedro Pinto hat das Desaster kommen sehen. Im dritten Teil seiner WM-Kolumne fordert der Star-Reporter jede Menge rollender Köpfe.

Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann die Lage in der französischen Nationalmannschaft eskalieren würde.

Zum Leidwesen ihrer Fans kam es ausgerechnet bei der wichtigsten Veranstaltung im Fußball überhaupt dazu. So konnte die Weltöffentlichkeit am Sonntag über die Medien zusehen, wie alle Akteure bei der WM das Training verweigerten, laut offizieller Begründung aus Protest gegenüber der Entscheidung des Verbands, Nicolas Anelka ohne Rücksprache mit ihnen aus dem Lager zu verbannen.

Die Art und Weise dieser Rebellion mag intensiv gewesen sein, abgezeichnet hat sie sich allerdings schon seit geraumer Zeit.

Bereits seit dem schwachen Abschneiden bei der Euro 2008 und den Ereignissen unmittelbar danach konnte man munter darüber spekulieren, in was für einem Fiasko die Ära Domenech enden würde.

Nach einem torlosen Unentschieden gegen Rumänien, einer ordentlichen Klatsche durch die Niederlande (1:4) und einer weiteren Niederlage gegen Italien (0:2) war mit nur einem Pünktchen schon nach der Vorrunde Schluss für Les Bleus.

Domenech hätte früher gehen müssen

Zu diesem Zeitpunkt rechnete jeder mit dem Rücktritt des Trainers. Doch dieser zeigte sich unbeeindruckt. Anstatt hinzuschmeißen, verkündete Domenech bei der Pressekonferenz nach dem letzten Spiel die Hochzeit mit seiner langjährigen Freundin und philosophierte, die schlechte Leistung relativierend, über den Sinn des Lebens.

Eine etwas andere Reaktion auf einen derart enttäuschenden Turnierverlauf, dem er mit diesem Verhalten noch die Krone aufsetzte.

Schon damals verloren die meisten seiner Spieler den Respekt vor ihm, eine Entlassung durch den französischen Fußballverband FFF schien kurz bevor zu stehen. Es sollte jedoch anders kommen. Leider. Der Verband entschied sich für einen Verbleib des Trainers und verscherzte es sich damit nun selbst mit den Spielern.

Kein Mexes, kein Nasri, kein Benzema

Zurück zur aktuellen Situation. Die insgesamt wenig überzeugenden Vorstellungen in der WM-Qualifikation gipfelten in einem höchst kontroversen Playoff-Rückspiel gegen die Iren, und Domenech verzichtete auf Spieler wie Samir Nasri, Philippe Mexes und Karim Benzema.

Zu allem Überfluss verbannte er dann Kapitän Thierry Henry schon kurz nach der Ankunft in Südafrika auf die Bank und sprang mit Anelka um wie mit einem blutigen Anfänger. All dies konnte einfach nicht gut enden.

Die Verbandsspitze muss zurücktreten

Wie geht es nun weiter mit Frankreich, wie kann die Lage beruhigt werden? Die Antwort - durch nichts anderes als einen Neuanfang auf Führungsebene. Ein Rücktritt Domenechs noch vor dem abschließenden Gruppenspiel hätte ich begrüßt. Gleiches gilt für die Verbandsspitze. Dass man es dort überhaupt so weit hat kommen lassen, ist unverständlich und völlig inakzeptabel.

Auch die Spieler der Nationalmannschaft sollten sich entschuldigen, denn obgleich sie wohl meinten, das Richtige zu tun, haben sie mit ihrem Verhalten nicht nur die Fans, sondern das gesamte Land beleidigt.

Wer wird Weltmeister? Jetzt die WM durchtippen!

Pedro Pinto ist Sports-Anchor bei CNN International in London. Gemeinsam mit dem CNN World Sport-Team berichtet der gebürtige Portugiese von Sportereignissen auf der ganzen Welt. Vor seiner Tätigkeit bei CNN in London arbeitete er im Hauptquartier des Senders in Atlanta und moderierte in seiner Heimat Portugal mehrere Sportsendungen. Im Laufe seiner Karriere hat Pinto zahlreiche Sport-Stars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Roger Federer, Gianluigi "Gigi" Buffon oder die Fußballlegende Pele interviewt.  Für CNN International übernimmt Pinto die Berichterstattung über die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika (www.cnn.com/worldcup).

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung