Samstag, 05.06.2010

Ex-Nationalspieler Stig Töfting im Interview

Töfting: "Eriksen ist der neue Laudrup"

Nach zwei verpassten Turnieren greift Dänemark bei der WM in Südafrika wieder an. Bei SPOX spricht der frühere HSV-Profi und Ex-Nationalspieler Stig Töfting über ein 18-jähriges Supertalent, eine weitere Granate, Nicklas Bendtner und das Erfolgsrezept der alten Dänen. Außerdem verrät er, dass Nationalcoach Morten Olsen eigentlich zu extrem ist, um einen Klub zu übernehmen.

Der 18-jährige Christian Eriksen (r.) schaffte in der vergangenen Saison bei Ajax seinen Durchbruch
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Der 18-jährige Christian Eriksen (r.) schaffte in der vergangenen Saison bei Ajax seinen Durchbruch

SPOX: Im WM-Kader Dänemarks steht ein 18-Jähriger namens Christian Eriksen. In Deutschland fast gänzlich unbekannt, wird er in der Heimat als "nächster Michael Laudrup" gefeiert. Wer ist der Knabe überhaupt?

Stig Töfting: In Dänemark kannte ihn lange auch kein Mensch, aber dann stand er im Januar plötzlich in der Startelf von Ajax Amsterdam und hat sofort alle überzeugt. Was er in der Europa League und in der niederländischen Liga gezeigt hat, war einfach nur beeindruckend. Er ist ballsicher, bietet sich immer an und wirkt für sein Alter auf dem Platz ungemein erwachsen und reif. Wenn es den Begriff Supertalent nicht schon geben würde, für ihn hätte man ihn erfinden müssen.

SPOX: Ist er wirklich so gut?

Töfting: Nicht umsonst will ihn im Grunde jeder europäische Topklub verpflichten, wie ich gehört habe. Es ist aber gut, dass er sich für einen Verbleib in Amsterdam entschieden hat. Er kann noch ein, zwei Jahre warten, sich in Ruhe verbessern und dann wechseln.

Stig Töfting nahm mit Dänemark an zwei WM- und zwei EM-Turnieren teil
Stig Töfting nahm mit Dänemark an zwei WM- und zwei EM-Turnieren teil
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SPOX: Ist der Vergleich mit Michael Laudrup angebracht?

Töfting: Er hat die gleichen Anlagen. Die Technik, der Spielstil, wie er den Ball mitnimmt, wie er dribbelt. Vieles erinnert in der Tat an Michael Laudrup, daher passt der Vergleich. Mit Mikkel Beckmann steht ein zweiter offensiver Mittelfeldspieler im Kader, der ebenfalls etwas von Laudrup hat. Er ist zwar schon 26 Jahre alt, spielt beim kleinen FC Randers und feierte erst in dieser Saison seinen Durchbruch - aber er ist ebenfalls eine Granate.

SPOX: Dänemark tritt mannschaftlich geschlossen auf, doch es fehlt die Kreativität. Könnten die beiden die Lösung sein?

Töfting: Bei Beckmann weiß ich nicht, ob der abrupte Schritt von der dänischen Liga zur WM nicht zu groß ist. Und bei Eriksen könnte es kontraproduktiv sein, ihn gleich im ersten Gruppenspiel gegen die Niederlande einzusetzen und ihn so womöglich kaputt zu machen. Er ist schließlich erst 18. Vom Talent her bringt Eriksen allerdings alles mit, um dem teils behäbigen und mühseligen Aufbauspiel neue Impulse zu verleihen.

Teamporträt Dänemark: Einmal Coach, immer Coach
Der Star: Nicklas Bendtner, FC Arsenal, 22 Jahre, 32 Länderspiele, 11 Tore (Stand: 17.5.2010)
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Der Star: Nicklas Bendtner, FC Arsenal, 22 Jahre, 32 Länderspiele, 11 Tore (Stand: 17.5.2010)
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Der Trainer: Morten Olsen, 60 Jahre, seit Juli 2000 im Amt
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Der Trainer: Morten Olsen, 60 Jahre, seit Juli 2000 im Amt
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Der Kapitän: Jon Dahl Tomasson, Feyenoord Rotterdam, 33 Jahre, 107 Länderspiele, 51 Tore (Stand: 17.5.2010)
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Der Kapitän: Jon Dahl Tomasson, Feyenoord Rotterdam, 33 Jahre, 107 Länderspiele, 51 Tore (Stand: 17.5.2010)
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Der Spieler im Fokus: Simon Kjaer, US Palermo, 21 Jahre, 8 Länderspiele, 0 Tore (Stand: 17.5.2010)
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Der Spieler im Fokus: Simon Kjaer, US Palermo, 21 Jahre, 8 Länderspiele, 0 Tore (Stand: 17.5.2010)
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SPOX: Mit der Kreativität im Mittelfeld ist es also nicht weit her. Welcher Mannschaftsteil macht Ihnen denn die wenigsten Sorgen?

Töfting: Die Innenverteidigung. Daniel Agger hat sich in Liverpool auch als Mensch weiterentwickelt, er gefällt mir sehr gut und passt perfekt zu Simon Kjaer, der zwar jung ist, aber sich schon als Teenager in der Serie A durchgesetzt hat. Auch bei Kjaer überrascht es nicht, dass halb Europa hinter ihm her ist.

SPOX: Was erwarten Sie von Angreifer Nicklas Bendtner?

Töfting: Ich warne davor, zu große Hoffnungen in Bendtner zu setzen, nur weil er der vermeintlich größte Star im Kader ist und einige wichtige Tore in der WM-Qualifikation geschossen hat. Für die Weltspitze fehlt noch etwas, auch wenn er den richtigen Instinkt mitbringt und sich gut im Strafraum bewegt. Dass er dennoch Mängel in der Schnellkraft und Technik hat, ist offensichtlich. Argentinien hat Milito und Messi, Spanien hat Torres und Villa, England hat Rooney, Portugal hat Ronaldo - und Dänemark hat Bendtner. Bendtner, dem in der Premier League ganze sechs Treffer gelangen. Man muss es in Relation setzen.

SPOX: Wer soll dann vorangehen?

Töfting: Uns fehlen die absoluten Leitwölfe, daher muss die Mannschaft die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Bei der WM sind Spieler wie Jon Dahl Tomasson, Christian Poulsen, Daniel Agger, Jesper Grönkjaer und Dennis Rommedahl gefragt.

Die Fußball-Weltmeisterschaften von 1930 bis 2006
1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1934: Auch vier Jahre später gewinnt der Gastgeber. Italien schlägt die Tschechoslowakei mit 2:1 n. V. Trainer Vittorio Pozzo wird auf Händen getragen
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1934: Auch vier Jahre später gewinnt der Gastgeber. Italien schlägt die Tschechoslowakei mit 2:1 n. V. Trainer Vittorio Pozzo wird auf Händen getragen
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1938: Vom Turnier in Frankreich hat nur das offizielle Plakat als Bild überlebt. Im Finale schlug Italien die Ungarn mit 4:2
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1938: Vom Turnier in Frankreich hat nur das offizielle Plakat als Bild überlebt. Im Finale schlug Italien die Ungarn mit 4:2
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1950: In Brasilien sichert sich Uruguay erneut den Titel. In der Finalgruppe gewann man das entscheidende Spiel gegen den Gastgeber im Maracana mit 2:1
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1950: In Brasilien sichert sich Uruguay erneut den Titel. In der Finalgruppe gewann man das entscheidende Spiel gegen den Gastgeber im Maracana mit 2:1
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1954: Das vielzitierte Wunder von Bern. Nach dem 3:2 im Finale gegen Ungarn fallen sich die deutschen Spieler kollektiv um den Hals
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1954: Das vielzitierte Wunder von Bern. Nach dem 3:2 im Finale gegen Ungarn fallen sich die deutschen Spieler kollektiv um den Hals
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1958: Peles Stern geht auf. Im Finale gegen Gastgeber Schweden netzt der beste Fußballer aller Zeiten zum zwischenzeitlichen 3:1 ein
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1958: Peles Stern geht auf. Im Finale gegen Gastgeber Schweden netzt der beste Fußballer aller Zeiten zum zwischenzeitlichen 3:1 ein
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Ein Bild, das um die Welt ging. Der zweifache Torschütze Pele vergießt nach dem 5:2-Finalerfolg Freudentränen
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Ein Bild, das um die Welt ging. Der zweifache Torschütze Pele vergießt nach dem 5:2-Finalerfolg Freudentränen
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1962: Der Titel-Doppelschlag der Selecao. Im Finale in Chile hieß der Gegner Tschechoslowakei, den man mit 3.1 besiegte
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1962: Der Titel-Doppelschlag der Selecao. Im Finale in Chile hieß der Gegner Tschechoslowakei, den man mit 3.1 besiegte
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1966: Das legendäre Finale mit dem legendären Wembley-Tor. Hier klärt Keeper Hans Tilkowski im Strafraum gegen die Engländer
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1966: Das legendäre Finale mit dem legendären Wembley-Tor. Hier klärt Keeper Hans Tilkowski im Strafraum gegen die Engländer
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Am Ende hieß es 4:2 nach Verlängerung für die Truppe um Bobby Charlton, Gordon Banks und Geoff Hurst
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Am Ende hieß es 4:2 nach Verlängerung für die Truppe um Bobby Charlton, Gordon Banks und Geoff Hurst
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1970: Das Jahrhundertspiel. Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. Der eingewechselte Rivera besorgt in der 111. Minute das spielentscheidende 4:3
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1970: Das Jahrhundertspiel. Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. Der eingewechselte Rivera besorgt in der 111. Minute das spielentscheidende 4:3
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Im Finale hatte die Squadra Azzurra jedoch das Nachsehen und wurde mit 4:1 von den Brasilianern abgefertigt. Hier trifft Jairzinho zum 3:1
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Im Finale hatte die Squadra Azzurra jedoch das Nachsehen und wurde mit 4:1 von den Brasilianern abgefertigt. Hier trifft Jairzinho zum 3:1
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1974: Schlimmer konnte es nicht laufen. Johan Neeskens verwandelt im Finale schon in der 2. Minute einen Elfmeter zur 1:0 Führung für Holland
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1974: Schlimmer konnte es nicht laufen. Johan Neeskens verwandelt im Finale schon in der 2. Minute einen Elfmeter zur 1:0 Führung für Holland
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Doch die Deutschen schlugen zurück und drehten dank des Treffers von Gerd Müller zum 2:1 die Partie. Das Olympiastadion stand Kopf
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Doch die Deutschen schlugen zurück und drehten dank des Treffers von Gerd Müller zum 2:1 die Partie. Das Olympiastadion stand Kopf
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Gastgeber Deutschland um Kapitän Franz Beckenbauer beim Posieren mit dem WM-Pokal
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Gastgeber Deutschland um Kapitän Franz Beckenbauer beim Posieren mit dem WM-Pokal
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1978: Die Schmach von Cordoba. Nach der 2:3-Pleite gegen Österreich schleichen Rüdiger Abramczik und Rainer Bonhof betröppelt vom Platz
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1978: Die Schmach von Cordoba. Nach der 2:3-Pleite gegen Österreich schleichen Rüdiger Abramczik und Rainer Bonhof betröppelt vom Platz
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Im Finale bezwang Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Der Spieler des Turniers, Mario Kempes, bejubelt sein 2:1
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Im Finale bezwang Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Der Spieler des Turniers, Mario Kempes, bejubelt sein 2:1
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Daniel Passarella präsentiert den WM-Pokal dem Publikum in Buenos Aires
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Daniel Passarella präsentiert den WM-Pokal dem Publikum in Buenos Aires
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1982: Die brutalste Szene des Turniers in Spanien. Toni Schumacher streckt Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich nieder
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1982: Die brutalste Szene des Turniers in Spanien. Toni Schumacher streckt Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich nieder
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Im Finale war für Deutschland gegen Italien nichts zu machen. Torschützenkönig Paolo Rossi macht das 1:0 und dreht jubelnd ab
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Im Finale war für Deutschland gegen Italien nichts zu machen. Torschützenkönig Paolo Rossi macht das 1:0 und dreht jubelnd ab
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Nach dem 3:1-Finalsieg läuft Dino Zoff mit dem WM-Pokal durch das weite Rund des Madrider Bernabeu Stadions
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1986: Die Hand Gottes. Im Viertelfinale gegen England erzielt Diego Maradona das 1:0 betrügerisch per Hand. Am Ende heißt's 2:1 für Argentinien
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1986: Die Hand Gottes. Im Viertelfinale gegen England erzielt Diego Maradona das 1:0 betrügerisch per Hand. Am Ende heißt's 2:1 für Argentinien
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Im Finale lagen die Deutschen schon mit 0:2 zurück, ehe Rudi Völler zehn Minuten vor Schluss per Kopf den Ausgleich erzielte
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Im Finale lagen die Deutschen schon mit 0:2 zurück, ehe Rudi Völler zehn Minuten vor Schluss per Kopf den Ausgleich erzielte
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Gebracht hat's leider nichts. Jorge Burruchaga erzielt nur drei Minuten später das 3:2 in Mexiko-Stadt und macht Argentinien zum Weltmeister.
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Gebracht hat's leider nichts. Jorge Burruchaga erzielt nur drei Minuten später das 3:2 in Mexiko-Stadt und macht Argentinien zum Weltmeister.
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Der Spieler des Turniers und damals der beste Kicker der Welt: Diego Maradona liebkost die Trophäe
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Der Spieler des Turniers und damals der beste Kicker der Welt: Diego Maradona liebkost die Trophäe
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1990: Die hässlichste Szene des Turniers. Hollands Frank Rijkaard bepöbelt und bespuckt den unschuldigen Rudi Völler. Deutschland siegt 2:1
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1990: Die hässlichste Szene des Turniers. Hollands Frank Rijkaard bepöbelt und bespuckt den unschuldigen Rudi Völler. Deutschland siegt 2:1
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Der Schuss ins Glück. Andreas Brehme verwandelt im Finale gegen Argentinien den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 in der 85. Minute
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Der Schuss ins Glück. Andreas Brehme verwandelt im Finale gegen Argentinien den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 in der 85. Minute
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Wie war das schön! Brehme, Pierre Littbarski und Kapitän Lothar Matthäus schreien die Freude über den WM-Titel heraus
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1994: Vom Regen in die Traufe. Thomas Häßler verliert das Kopfballduell gegen Jordan Letschkow, Bodo Illgner ohne Chance - Deutschland ist draußen
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1994: Vom Regen in die Traufe. Thomas Häßler verliert das Kopfballduell gegen Jordan Letschkow, Bodo Illgner ohne Chance - Deutschland ist draußen
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Im Finale in Los Angeles steht es zwischen Italien und Brasilien nach 120 Minuten 0:0. Roberto Baggio verschießt den entscheidenden Elfer...
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Im Finale in Los Angeles steht es zwischen Italien und Brasilien nach 120 Minuten 0:0. Roberto Baggio verschießt den entscheidenden Elfer...
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...und macht damit die Selecao zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder zum Weltmeister
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1998: Im Viertelfinale verliert Deutschland gegen Kroatien erst Christian Wörns nach diesem Foul und dann das Spiel mit 0:3
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1998: Im Viertelfinale verliert Deutschland gegen Kroatien erst Christian Wörns nach diesem Foul und dann das Spiel mit 0:3
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Im Finale avanciert Frankreichs Zinedine Zidane zum Matchwinner. Sein Kopfball-Doppelpack bringt die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße
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Im Finale avanciert Frankreichs Zinedine Zidane zum Matchwinner. Sein Kopfball-Doppelpack bringt die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße
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Nach dem 3:0 über Brasilien reckt Bixente Lizarazu den Pokal in den Himmel von Paris
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Nach dem 3:0 über Brasilien reckt Bixente Lizarazu den Pokal in den Himmel von Paris
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2002: Finale in Südkorea. Oliver Kahn lässt einen haltbaren Schuss von Rivaldo abprallen, Ronaldo ist zur Stelle und bringt Brasilien mit 1:0 in Führung
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2002: Finale in Südkorea. Oliver Kahn lässt einen haltbaren Schuss von Rivaldo abprallen, Ronaldo ist zur Stelle und bringt Brasilien mit 1:0 in Führung
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Ein weiteres Tor von Ronaldo besiegelt die 0:2-Niederlage der Deutschen. Kahn lehnt geknickt am Pfosten, bester Torhüter des Turniers wurde er dennoch
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Ein weiteres Tor von Ronaldo besiegelt die 0:2-Niederlage der Deutschen. Kahn lehnt geknickt am Pfosten, bester Torhüter des Turniers wurde er dennoch
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Rivaldo, Ronaldo und Gilberto Silva freuen sich in Yokohama über den fünften Weltmeistertitel für Brasilien
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Rivaldo, Ronaldo und Gilberto Silva freuen sich in Yokohama über den fünften Weltmeistertitel für Brasilien
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2006: Die wohl entscheidende Aktion im Finale in Berlin. Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi zieht die Rote Karte nach sich
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2006: Die wohl entscheidende Aktion im Finale in Berlin. Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi zieht die Rote Karte nach sich
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Im Elfmeterschießen behielt Fabio Grosso gegen Fabien Barthez die Nerven und verwandelt zum 5:3
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Im Elfmeterschießen behielt Fabio Grosso gegen Fabien Barthez die Nerven und verwandelt zum 5:3
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Italien ist Weltmeister. Kapitän Fabio Cannavaro hält den Pokal in die Höhe. Mal sehen, wer ihm 2010 in Südafrika folgen wird
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Italien ist Weltmeister. Kapitän Fabio Cannavaro hält den Pokal in die Höhe. Mal sehen, wer ihm 2010 in Südafrika folgen wird
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SPOX: Von Liverpools Abwehrspieler Agger abgesehen alles Spieler, die ihren Zenit überschritten haben.

Töfting: Das kann sein. Aber so schlecht waren sie in der abgelaufenen Saison gar nicht. Tomasson hat in Rotterdam immer getroffen, wenn er eingewechselt wurde, und immerhin zwölf Saisontreffer erzielt. Er ist ein Phänomen. Ähnlich überzeugend war Rommedahl in Amsterdam und Grönkjaer beim FC Kopenhagen. Zugegeben, Poulsen stagniert seit zwei Jahren, aber auf ihn war im Nationaltrikot immer Verlass.

SPOX: Klingt nach Zweckoptimismus.

Töfting: Nein. Es ist Fakt, dass Dänemark immer nur erfolgreich sein konnte, wenn die Spieler füreinander einstanden und geschlossen aufgetreten sind. Von Michael Laudrup abgesehen hatten wir noch nie einen Superstar in der Mannschaft, daher ist es jedem bewusst, dass der Einzelne etwas beitragen muss, wenn die Mannschaft etwas erreichen will. Deswegen glaube ich auch, dass wir mindestens das Achtelfinale erreichen. Die Niederlande sind wohl nicht zu schaffen, aber wir sind besser besetzt als Japan und verhalten uns taktisch klüger als Kamerun.

SPOX: Welche Rolle spielt Trainer Morten Olsen? Nachdem Dänemark unter ihm die WM 2006 und die EM 2008 verpasst hat, war nicht unbedingt zu erwarten, dass die WM-Qualifikation gelingt.

Töfting: Er wurde letztes Jahr 60 Jahre alt - und das merkt man auch. Morten hat sich verändert und ist ruhiger geworden. Sein Temperament ist zwar noch immer vorhanden, aber er reagiert nicht mehr so heftig. Ich mochte schon immer seine Mentalität, aber teilweise war es schon krass, wie er sich verhalten hat. Früher wollte er alles alleine erledigen. Mittlerweile ist jedoch die Gewissheit eingekehrt, dass er Verantwortlichkeiten abgeben muss. Deshalb hat er den Trainerstab vergrößert. Eine kluge Entscheidung.

SPOX: Es heißt, er habe Ambitionen, eine Klub-Mannschaft zu übernehmen.

Töfting: Das habe ich auch mitbekommen. Beim dänischen Verband hat er einen Vertrag bis 2012, aber man weiß nie. Die Bezahlung als Dänemarks Nationaltrainer ist ein Witz im Vergleich zu dem, was beispielsweise in der Bundesliga zu verdienen ist.

SPOX: Andererseits war er als Klub-Trainer nicht unbedingt erfolgreich.

Töfting: Das kann man so sagen. Bei Bröndby, in Köln und in Amsterdam wurde er überall  gefeuert. Prinzipiell glaube ich, dass Mortens Arbeitsweise besser zu einer Nationalmannschaft passt, weil er enorm viel von seinen Spieler fordert. Er verlangt so viel, dass man es als Spieler eigentlich nur für eine gewisse Zeit mit ihm aushält. Ein Jahr pausenlos Morten Olsen hätte nicht mal ich geschafft. (lacht).

Danish Dynamite im Teamporträt: Bendtner Superstar?

Interview: Haruka Gruber

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