Schneider: "Noch einmal Finale mit Ballack"

Von Interview: Liane Killmann
Dienstag, 22.06.2010 | 14:34 Uhr
Bernd Schneider (r.) nimmt im WM-Finale 2002 mit Carsten Ramelow Brasiliens Rivaldo in die Zange
© Getty
Advertisement
Ligue 1
Live
Nantes -
Angers
Serie A
Live
Bologna -
Juventus
Serie A
Live
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Live
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Live
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
Live
West Bromwich -
Man United
Primera División
Live
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Live
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus

Seit 1954 war die deutsche Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften immer unter den besten acht Teams der Welt - eine einmalige Erfolgsstory. In der Rubrik "Damals in..." lässt SPOX zu jeder WM einen deutschen Nationalspieler von seinen Erlebnissen während des WM-Turniers erzählen. Diesmal: Bernd Schneider über die WM 2002 in Südkorea und Japan.

In diesem Turnier traute kaum jemand den Deutschen etwas zu. Am wenigsten die deutschen Fans. Doch die Mannschaft glaubte an sich und zeigte es allen. Vizeweltmeister!

Die WM 2002 in Japan und Südkorea im Überblick

Wie fühlte es sich an, schon in der Relegation um alles oder nichts zu spielen? Woher kam das große Selbstbewusstsein der DFB-Elf? Und wie vertrieben sich Rudi Völlers Jungs im fernen Asien die Zeit zwischen Saudi Arabien, Reisestress und Brasilien?

Bernd Schneider, kreative Schaltzentrale und neben Michael Ballack und Oliver Kahn ein Garant für den Erfolg, erinnert sich an das Turnier und verrät, wer die Playstation-Duelle mit Oliver Neuville gewann.

SPOX: Herr Schneider, wie erleben Sie diese Weltmeisterschaft im Jahr eins nach dem unfreiwilligen Karriereende?

Bernd Schneider: Wehmut ist dabei, weil ich eigentlich das große Ziel hatte, die WM in Südafrika zu spielen. Es ist natürlich ärgerlich, weil ich mitten in der Geschichte aussteigen musste. Aber andererseits habe ich jetzt andere Möglichkeiten, genieße vor allem die private Freiheit.

SPOX: Wenn Sie auf ihre Karriere zurückblicken, welchen Stellenwert hat das Jahr 2002 für Sie?

Schneider: Als ich als Kind mit dem Fußballspielen begann, hatte ich Träume. Einer davon war, bei einer Weltmeisterschaft mitzuspielen. Und 2002 war es soweit: Für mich war es ein Riesenereignis und ich war stolz darauf, dabei zu sein. Damals ist für mich ein ganz großer Traum in Erfüllung gegangen.

SPOX: Eigentlich begann die WM schon in Kiew und Dortmund, mit der Relegation gegen die Ukraine. Eine außergewöhnliche Drucksituation?

Schneider: Ja, da habe ich von außen den größten Druck gespürt, vor allem aus der Medienlandschaft. Im Hinspiel in Kiew reichte es nur zu einem 1:1, die Ukrainer hatten große Chancen. Deutschland hatte sich immer qualifiziert. Wenn es nun schief gegangen wäre, hätte man das alle vier Jahre rausgeholt: 'Das sind die Jungs, die es nicht zur WM geschafft haben.' Es ging zwar nicht um so was wie den Abstieg, aber trotzdem wussten wir, was los gewesen wäre. Das war drin in meinem Kopf.

SPOX: Das Rückspiel in Dortmund wurde zum Triumph, 4:1 fegten Sie die Ukrainer vom Platz. Sie zeigten gemeinsam mit Ihrem Leverkusener Mannschaftskollegen Michael Ballack die stärkste Leistung, allem Druck zum Trotz.

Schneider: Das war mit Sicherheit eines der besten Spiele, das wir alle je für Deutschland gemacht haben. In der fünften Minute führten wir. Nach 15 Minuten stand es 3:0. Ich war unheimlich befreit, als wir das geschafft hatten. In der Situation zu bestehen, das gab uns viel Selbstvertrauen für die Weltmeisterschaft.

SPOX: Wegen der späten Qualifikation fuhren Sie also gestärkt nach Asien?

Schneider: Klar, wir wussten ja, dass wir in der Defensive stark sind und vorne immer für ein Tor gut. Bis auf den späten Ausgleich im Irlandspiel haben wir ja dann tatsächlich auch erst im Finale zwei Gegentore bekommen. Da hatten wir unser Glück schon aufgebraucht, zum Beispiel beim 1:0 im Viertelfinale gegen die USA.

SPOX: Sie kamen damals als Champions-League-Finalist, Vizemeister und Pokalfinalist zur Weltmeisterschaft, hatten unterm Strich eine überragende Saison hinter. Mit welchem Gefühl sind sie nach Asien gereist?

Schneider: Ich habe auf meiner ersten WM-Pressekonferenz gesagt: 'Die Leverkusener sind da. Da besteht schon mal die Garantie, dass wir ins Finale kommen.' Das habe ich nicht nur so daher gesagt, ich war davon überzeugt, dass wir das schaffen können. Die Journalisten haben mich ausgelacht. Aber das Auftaktspiel gegen Saudi Arabien gewannen wir 8:0.

SPOX: Sie schossen dort das entscheidende Tor...

Schneider: (Lacht.) Ja ja, das 8:0 in der 90. Minute war ganz wichtig. Scherz beiseite, der wichtigste Schritt im Turnier war das 2:0 gegen Kamerun. Einfach weil wir gegen Irland verpasst hatten, das 1:0 über die Zeit zu retten.

SPOX: Gegen Kamerun spielte Deutschland 50 Minuten in Unterzahl.

Schneider: Ja, als Carsten Ramelow Gelb-Rot sah, hatten die Kameruner schon zwei, drei gute Möglichkeiten gehabt. Dann haben wir uns aber nach der Pause richtig zusammengerissen.

Im zweiten Teil erzählt Bernd Schneider von der Sperre für Michael Ballack, seinen Playstation-Duellen mit Oliver Neuville und der großen Party in Frankfurt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung