Dienstag, 18.05.2010

32 Länder - 32 Geschichten: Uruguay

Als die WM laufen lernte

32 Teams nehmen an der Weltmeisterschaft in Südafrika teil. Jedes Teilnehmerland hat seine eigene Geschichte zu erzählen. SPOX greift aktuelle Entwicklungen auf, lässt Protagonisten zu Wort kommen oder beleuchtet historische Ereignisse. Heute: Uruguay.

1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)

Bau der Stadien und Ausbau der Infrastruktur: 60 Milliarden Euro. Anzahl an Eintrittskarten: etwa drei Millionen. Gesamtvolumen aller Investitionen (ohne Stadien): 825 Millionen US-Dollar.

Das sind ein paar Eckdaten zur WM 2010 in Südafrika, die mitunter verdeutlichen, zu welch einem riesigen Event das wichtigste Fußballturnier der Welt geworden ist.

13 Teams - keine Quali

Vor fast genau 80 Jahren sah das noch gänzlich anders aus. Rückblickend betrachtet ist es kaum vorstellbar, unter welchen Bedingungen die erste Fußball-WM 1930 in Uruguay ausgetragen wurde.

Nur 13 Mannschaften fasste das Teilnehmerfeld beim Turnier, das bis heute das einzige in der WM-Geschichte ist, für das sich die Teams nicht qualifizieren mussten.

Vor Turnierbeginn hagelte es für FIFA-Präsident Jules Rimet Absagen zahlreicher europäischer Verbände. Der Grund: Wirtschaftskrise und Finanznot hatten ihren Höhepunkt erreicht, Aufwand und Fahrtkosten waren schlichtweg zu groß. Zudem missfiel einigen Verbandsoberen die Aussicht, die nationalen Meisterschaften für drei Wochen unterbrechen zu müssen.

Teilnahme dank großzügigem Chef

Schlussendlich gelang es Rimet doch noch, vier Teams aus Europa zur Teilnahme zu bewegen (Frankreich, Jugoslawien, Rumänien, Belgien) und damit ein Fiasko zum Auftakt der WM-Historie zu vermeiden.

Auf dem Luxusdampfer Conte Verde machten sich die Teams gemeinsam mit Rimet auf den über zwei Wochen währenden Weg in Richtung Uruguay. Der Großteil der WM-Vorbereitung musste demzufolge auf dem Schiff stattfinden, wo das Fußballspielen allerdings verpönt war und man sich mit Seilspringen begnügen musste, um die anderen Kreuzfahrer nicht zu sehr zu stören.

"Es war anstrengend, die Stimmung auf dem Schiff war ziemlich angespannt", erinnert sich Frankreichs Lucien Laurent, der erste WM-Torschütze der Geschichte, der nur deshalb im Kader der Bleus stand, weil sein Chef bei Peugeot so großzügig war, ihm für die Zeit der WM frei zu geben.

Auslosung erst vor Ort

Wer gegen wen spielt, stand im Vorfeld nicht fest - die Gruppenauslosung fand erst nach Ankunft aller Teams in Uruguay statt, da einfach nicht garantiert werden konnte, wer überhaupt rechtzeitig ankommt. Anders als bei den Olympischen Spielen in den Jahren zuvor verzichtete man zudem auf den K.o.-Modus und wählte stattdessen eine Vierer- und drei Dreiergruppen, da sonst die europäischen Teams nach einem verlorenen Spiel sofort die Heimreise hätten antreten können.

Überhaupt stieß vielen in Europa die Vergabe der WM an das so weit entfernte Uruguay auf. Dabei waren die Charruas (die Himmelblauen) sportlich zu jener Zeit das Maß aller Dinge: bei den Fußballturnieren der Olympischen Spiele 1924 und 1928 brachte man jeweils die Goldmedaille nach Hause. Zudem galt Uruguay aufgrund seiner stabilen wirtschaftlichen und politischen Situation als "Schweiz Südamerikas".

In Südamerika fieberten die Massen vor und während des Turniers nur auf ein Ereignis hin: ein Finale zwischen Gastgeber Uruguay und Erzrivale Argentinien, dem amtierenden Südamerikameister.

Zwei 6:1-Halbfinalsiege

Bis es soweit war, mussten sich die traditionell heißblütigen Fans allerdings gedulden. Das Interesse der Einheimischen an den anderen Partien war daher auch verschwindend gering. So sahen nur 4444 Zuschauer das allererste Spiel der WM-Historie zwischen Frankreich und Mexiko. Den 4:1-Endstand mussten die französischen Spieler übrigens eigenhändig an die Zeitungen ihres Heimatlandes telegrafieren...

Echte Stimmung kam dagegen nur bei den Spielen der beiden südamerikanischen Rivalen auf. Diese trugen bis auf eine Ausnahme ihre Gruppenspiele im eigens für die WM erbauten Estadio Centenario in Montevideo aus, das 80.000 Zuschauer fasste und das bis dato größte Fußballstadion der Welt war. Bauzeit: Sechs Wochen. Kosten: 1,5 Millionen Dollar.

Sowohl Uruguay als auch Argentinien zogen mit zwei bzw. drei Siegen ins Halbfinale ein, das auch extra ausgelost wurde. Durch reines Losglück gingen sich beide Mannschaften aus dem Weg, hauten ihrer Gegner (Jugoslawien bzw. die USA) akkurat mit jeweils 6:1 weg und sorgten damit für das so sehnlich erwartete Finale.

Schiedsrichter als Sportjournalist

Wie ernst dieses Spiel für die Bevölkerung beider Länder war, verdeutlichen Aussagen der Spieler: "Die uruguayischen Fans hatten uns seit unserer Ankunft den Krieg erklärt, weil sie wussten, dass der Titel zwischen ihnen und uns ausgemacht würde. Nachts ließen sie uns nicht schlafen und tagsüber nicht trainieren", monierte der argentinische Angreifer Francisco Varallo.

Über mangelnde Unterstützung konnten sich die Gauchos in den Spielen zuvor zwar nicht beklagen, doch ausgerechnet am Finaltag verhinderte dichter Nebel über dem Rio de la Plata die rechtzeitige Ankunft von etwa 30.000 argentinischen Anhängern.

Am 30. Juli war es dann soweit, das große Finale stand an. 68.346 frenetische Zuschauer fanden sich im Centenario ein. Der belgische Final-Schiedsrichter John Langenus, nebenbei WM-Berichterstatter für europäische Zeitungen, bekam schon vor dem Anpfiff kalte Füße und  bestand auf Leibwachen für sich hinter jedem Tor. Zudem forderte er "keine argentinischen Revolver im Centenario". Die Polizei konfiszierte anschließend rund 1.600 Schießeisen...

Hölle, Krieg, Angst

Varallo erinnert sich an die Atmosphäre im Stadion: "Es war die Hölle, wie im Krieg. Die Uruguayer wollten uns umbringen. Mein Vater war auch im Stadion, und er musste sich eine uruguayische Fahne kaufen und Uruguay anfeuern. Aus purer Angst."

Die Fußball-Weltmeisterschaften von 1930 bis 2006
1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1934: Auch vier Jahre später gewinnt der Gastgeber. Italien schlägt die Tschechoslowakei mit 2:1 n. V. Trainer Vittorio Pozzo wird auf Händen getragen
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1934: Auch vier Jahre später gewinnt der Gastgeber. Italien schlägt die Tschechoslowakei mit 2:1 n. V. Trainer Vittorio Pozzo wird auf Händen getragen
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1938: Vom Turnier in Frankreich hat nur das offizielle Plakat als Bild überlebt. Im Finale schlug Italien die Ungarn mit 4:2
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1938: Vom Turnier in Frankreich hat nur das offizielle Plakat als Bild überlebt. Im Finale schlug Italien die Ungarn mit 4:2
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1950: In Brasilien sichert sich Uruguay erneut den Titel. In der Finalgruppe gewann man das entscheidende Spiel gegen den Gastgeber im Maracana mit 2:1
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1950: In Brasilien sichert sich Uruguay erneut den Titel. In der Finalgruppe gewann man das entscheidende Spiel gegen den Gastgeber im Maracana mit 2:1
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1954: Das vielzitierte Wunder von Bern. Nach dem 3:2 im Finale gegen Ungarn fallen sich die deutschen Spieler kollektiv um den Hals
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1954: Das vielzitierte Wunder von Bern. Nach dem 3:2 im Finale gegen Ungarn fallen sich die deutschen Spieler kollektiv um den Hals
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1958: Peles Stern geht auf. Im Finale gegen Gastgeber Schweden netzt der beste Fußballer aller Zeiten zum zwischenzeitlichen 3:1 ein
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1958: Peles Stern geht auf. Im Finale gegen Gastgeber Schweden netzt der beste Fußballer aller Zeiten zum zwischenzeitlichen 3:1 ein
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Ein Bild, das um die Welt ging. Der zweifache Torschütze Pele vergießt nach dem 5:2-Finalerfolg Freudentränen
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Ein Bild, das um die Welt ging. Der zweifache Torschütze Pele vergießt nach dem 5:2-Finalerfolg Freudentränen
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1962: Der Titel-Doppelschlag der Selecao. Im Finale in Chile hieß der Gegner Tschechoslowakei, den man mit 3.1 besiegte
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1962: Der Titel-Doppelschlag der Selecao. Im Finale in Chile hieß der Gegner Tschechoslowakei, den man mit 3.1 besiegte
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1966: Das legendäre Finale mit dem legendären Wembley-Tor. Hier klärt Keeper Hans Tilkowski im Strafraum gegen die Engländer
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1966: Das legendäre Finale mit dem legendären Wembley-Tor. Hier klärt Keeper Hans Tilkowski im Strafraum gegen die Engländer
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Am Ende hieß es 4:2 nach Verlängerung für die Truppe um Bobby Charlton, Gordon Banks und Geoff Hurst
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Am Ende hieß es 4:2 nach Verlängerung für die Truppe um Bobby Charlton, Gordon Banks und Geoff Hurst
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1970: Das Jahrhundertspiel. Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. Der eingewechselte Rivera besorgt in der 111. Minute das spielentscheidende 4:3
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1970: Das Jahrhundertspiel. Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. Der eingewechselte Rivera besorgt in der 111. Minute das spielentscheidende 4:3
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Im Finale hatte die Squadra Azzurra jedoch das Nachsehen und wurde mit 4:1 von den Brasilianern abgefertigt. Hier trifft Jairzinho zum 3:1
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Im Finale hatte die Squadra Azzurra jedoch das Nachsehen und wurde mit 4:1 von den Brasilianern abgefertigt. Hier trifft Jairzinho zum 3:1
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1974: Schlimmer konnte es nicht laufen. Johan Neeskens verwandelt im Finale schon in der 2. Minute einen Elfmeter zur 1:0 Führung für Holland
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1974: Schlimmer konnte es nicht laufen. Johan Neeskens verwandelt im Finale schon in der 2. Minute einen Elfmeter zur 1:0 Führung für Holland
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Doch die Deutschen schlugen zurück und drehten dank des Treffers von Gerd Müller zum 2:1 die Partie. Das Olympiastadion stand Kopf
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Doch die Deutschen schlugen zurück und drehten dank des Treffers von Gerd Müller zum 2:1 die Partie. Das Olympiastadion stand Kopf
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Gastgeber Deutschland um Kapitän Franz Beckenbauer beim Posieren mit dem WM-Pokal
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Gastgeber Deutschland um Kapitän Franz Beckenbauer beim Posieren mit dem WM-Pokal
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1978: Die Schmach von Cordoba. Nach der 2:3-Pleite gegen Österreich schleichen Rüdiger Abramczik und Rainer Bonhof betröppelt vom Platz
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1978: Die Schmach von Cordoba. Nach der 2:3-Pleite gegen Österreich schleichen Rüdiger Abramczik und Rainer Bonhof betröppelt vom Platz
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Im Finale bezwang Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Der Spieler des Turniers, Mario Kempes, bejubelt sein 2:1
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Im Finale bezwang Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Der Spieler des Turniers, Mario Kempes, bejubelt sein 2:1
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Daniel Passarella präsentiert den WM-Pokal dem Publikum in Buenos Aires
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Daniel Passarella präsentiert den WM-Pokal dem Publikum in Buenos Aires
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1982: Die brutalste Szene des Turniers in Spanien. Toni Schumacher streckt Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich nieder
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1982: Die brutalste Szene des Turniers in Spanien. Toni Schumacher streckt Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich nieder
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Im Finale war für Deutschland gegen Italien nichts zu machen. Torschützenkönig Paolo Rossi macht das 1:0 und dreht jubelnd ab
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Im Finale war für Deutschland gegen Italien nichts zu machen. Torschützenkönig Paolo Rossi macht das 1:0 und dreht jubelnd ab
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Nach dem 3:1-Finalsieg läuft Dino Zoff mit dem WM-Pokal durch das weite Rund des Madrider Bernabeu Stadions
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Nach dem 3:1-Finalsieg läuft Dino Zoff mit dem WM-Pokal durch das weite Rund des Madrider Bernabeu Stadions
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1986: Die Hand Gottes. Im Viertelfinale gegen England erzielt Diego Maradona das 1:0 betrügerisch per Hand. Am Ende heißt's 2:1 für Argentinien
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1986: Die Hand Gottes. Im Viertelfinale gegen England erzielt Diego Maradona das 1:0 betrügerisch per Hand. Am Ende heißt's 2:1 für Argentinien
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Im Finale lagen die Deutschen schon mit 0:2 zurück, ehe Rudi Völler zehn Minuten vor Schluss per Kopf den Ausgleich erzielte
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Im Finale lagen die Deutschen schon mit 0:2 zurück, ehe Rudi Völler zehn Minuten vor Schluss per Kopf den Ausgleich erzielte
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Gebracht hat's leider nichts. Jorge Burruchaga erzielt nur drei Minuten später das 3:2 in Mexiko-Stadt und macht Argentinien zum Weltmeister.
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Gebracht hat's leider nichts. Jorge Burruchaga erzielt nur drei Minuten später das 3:2 in Mexiko-Stadt und macht Argentinien zum Weltmeister.
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Der Spieler des Turniers und damals der beste Kicker der Welt: Diego Maradona liebkost die Trophäe
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Der Spieler des Turniers und damals der beste Kicker der Welt: Diego Maradona liebkost die Trophäe
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1990: Die hässlichste Szene des Turniers. Hollands Frank Rijkaard bepöbelt und bespuckt den unschuldigen Rudi Völler. Deutschland siegt 2:1
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1990: Die hässlichste Szene des Turniers. Hollands Frank Rijkaard bepöbelt und bespuckt den unschuldigen Rudi Völler. Deutschland siegt 2:1
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Der Schuss ins Glück. Andreas Brehme verwandelt im Finale gegen Argentinien den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 in der 85. Minute
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Der Schuss ins Glück. Andreas Brehme verwandelt im Finale gegen Argentinien den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 in der 85. Minute
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Wie war das schön! Brehme, Pierre Littbarski und Kapitän Lothar Matthäus schreien die Freude über den WM-Titel heraus
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Wie war das schön! Brehme, Pierre Littbarski und Kapitän Lothar Matthäus schreien die Freude über den WM-Titel heraus
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1994: Vom Regen in die Traufe. Thomas Häßler verliert das Kopfballduell gegen Jordan Letschkow, Bodo Illgner ohne Chance - Deutschland ist draußen
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1994: Vom Regen in die Traufe. Thomas Häßler verliert das Kopfballduell gegen Jordan Letschkow, Bodo Illgner ohne Chance - Deutschland ist draußen
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Im Finale in Los Angeles steht es zwischen Italien und Brasilien nach 120 Minuten 0:0. Roberto Baggio verschießt den entscheidenden Elfer...
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Im Finale in Los Angeles steht es zwischen Italien und Brasilien nach 120 Minuten 0:0. Roberto Baggio verschießt den entscheidenden Elfer...
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...und macht damit die Selecao zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder zum Weltmeister
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...und macht damit die Selecao zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder zum Weltmeister
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1998: Im Viertelfinale verliert Deutschland gegen Kroatien erst Christian Wörns nach diesem Foul und dann das Spiel mit 0:3
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1998: Im Viertelfinale verliert Deutschland gegen Kroatien erst Christian Wörns nach diesem Foul und dann das Spiel mit 0:3
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Im Finale avanciert Frankreichs Zinedine Zidane zum Matchwinner. Sein Kopfball-Doppelpack bringt die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße
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Im Finale avanciert Frankreichs Zinedine Zidane zum Matchwinner. Sein Kopfball-Doppelpack bringt die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße
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Nach dem 3:0 über Brasilien reckt Bixente Lizarazu den Pokal in den Himmel von Paris
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Nach dem 3:0 über Brasilien reckt Bixente Lizarazu den Pokal in den Himmel von Paris
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2002: Finale in Südkorea. Oliver Kahn lässt einen haltbaren Schuss von Rivaldo abprallen, Ronaldo ist zur Stelle und bringt Brasilien mit 1:0 in Führung
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2002: Finale in Südkorea. Oliver Kahn lässt einen haltbaren Schuss von Rivaldo abprallen, Ronaldo ist zur Stelle und bringt Brasilien mit 1:0 in Führung
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Ein weiteres Tor von Ronaldo besiegelt die 0:2-Niederlage der Deutschen. Kahn lehnt geknickt am Pfosten, bester Torhüter des Turniers wurde er dennoch
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Ein weiteres Tor von Ronaldo besiegelt die 0:2-Niederlage der Deutschen. Kahn lehnt geknickt am Pfosten, bester Torhüter des Turniers wurde er dennoch
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Rivaldo, Ronaldo und Gilberto Silva freuen sich in Yokohama über den fünften Weltmeistertitel für Brasilien
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Rivaldo, Ronaldo und Gilberto Silva freuen sich in Yokohama über den fünften Weltmeistertitel für Brasilien
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2006: Die wohl entscheidende Aktion im Finale in Berlin. Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi zieht die Rote Karte nach sich
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2006: Die wohl entscheidende Aktion im Finale in Berlin. Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi zieht die Rote Karte nach sich
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Im Elfmeterschießen behielt Fabio Grosso gegen Fabien Barthez die Nerven und verwandelt zum 5:3
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Im Elfmeterschießen behielt Fabio Grosso gegen Fabien Barthez die Nerven und verwandelt zum 5:3
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Italien ist Weltmeister. Kapitän Fabio Cannavaro hält den Pokal in die Höhe. Mal sehen, wer ihm 2010 in Südafrika folgen wird
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Italien ist Weltmeister. Kapitän Fabio Cannavaro hält den Pokal in die Höhe. Mal sehen, wer ihm 2010 in Südafrika folgen wird
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Bevor Langenus die Partie jedoch anpfiff, sah er sich einem weiteren Problem ausgesetzt. Beide Teams brachten einen eigenen Ball mit - und nur mit dem wollten sie spielen. Das Los musste letztlich entscheiden. Mit welcher Kugel gespielt wurde, ist leider nicht überliefert.

Das frühe 0:1 für Uruguay konterten die Argentinier mit einer 2:1-Führung zur Pause. Der Großteil des Publikums war außer sich.

"Macht ihr, ich kann nicht mehr"

"Wir verlieren besser, sonst sterben wir hier alle", soll Argentiniens Verteidiger Fernando Paternoster beim Pausentee zu seinen Kameraden gesagt haben.

Der psychische Druck für die Gauchos war enorm. Zu groß für Mittelfeldspieler Luis Monti: "Als wir zur zweiten Hälfte auf den Platz kamen, standen da ungefähr 300 Milizen mit gezücktem Bajonett. Uns hätten die nicht verteidigt. Wenn ich einen Gegenspieler berührt hätte, dann wäre es losgegangen. Ich habe meinen Mitspielern gesagt: Macht ihr, ich kann nicht mehr. Oder soll ich mich wegen eines Fußballspiels in einen Helden verwandeln? Wenn wir heute gewinnen, dann bringen sie uns um."

23 Minuten nach Wiederanpfiff hatte Uruguay den Rückstand in eine Führung verwandelt. Eine Minute vor Schluss machte Hector Castro mit dem Tor zum 4:2 die Urus zum ersten Weltmeister der Geschichte.

Uruguayische Botschaft unter Beschuss

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff eilte der von argentinischer Seite arg kritisierte Schiedsrichter Langenus zum Hafen und nahm zusammen mit den bereits ausgeschiedenen Teams aus Europa das wartende Schiff in die Heimat.

In Argentinien belagerten Demonstranten die uruguayische Botschaft und warfen Steine.

Im Gastgeberland brachen derweil alle Dämme. Der Tag nach dem Titelgewinn wurde zum Feiertag erklärt, die Himmelblauen stiegen zum nationalen Heiligtum auf.

"Jedes Mal, wenn die Nationalmannschaft spielt, egal gegen wen, hält das Land den Atem an, die Politiker, Sänger und Marktschreier schweigen, die Liebenden halten in der Liebe ein, und die Fliegen hören auf, mit ihren Flügeln zu schlagen", fasste der uruguayische Schriftsteller Eduardo Galeano Jahre später die fortwährende Faszination für die Charruas literarisch zusammen.

WM 1930 in Uruguay: Alle Ergebnisse

Jochen Tittmar

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