WM 2010

WM-Tickets in Südafrikas Supermärkten

SID
Mittwoch, 14.04.2010 | 12:37 Uhr
Ab sofort auch im Supermarkt erhältlich: Tickets für die WM in Südafrika
© sid
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Karten für die WM in Südafrika werden ab Donnerstag auch in Supermärkten des Gastgeberlandes verkauft. Damit will die FIFA den bisher schleppenden Vorverkauf ankurbeln.

WM-Tickets an der Supermarktkasse: Um die restlichen rund 500.000 Eintrittskarten für die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) abzusetzen, werden diese im Gastgeberland ab Donnerstag (15. April) über den Ladentisch verkauft.

Kritiker sagen, die Karten würden verramscht, um die Stadien zu füllen. Die WM-Organisatoren sprechen dagegen von einem Prozedere, das von langer Hand so geplant worden sei.

"Mit dem Verkauf über den Ladentisch kommen wir nun einem wichtigen Bedürfnis der Fans nach", sagte WM-OK-Chef Danny Jordaan: "Wir freuen uns über diese neuen Maßnahmen, die das Verfahren für jedermann noch einfacher machen. Alle sollen die Möglichkeit haben, bei dieser WM dabei zu sein."

Tickets in Einkaufszentren und Supermärkten

Die fünfte und letzte Verkaufsphase sieht vor, dass in Einkaufszentren der neun WM-Städte und auch in Supermarktketten Tickets angeboten werden.

Außer für das Finale am 11. Juli im Soccer-City-Stadion von Johannesburg sind noch Karten für alle WM-Spiele erhältlich.

Nach Angaben des Weltverbandes FIFA wurden bislang 2,2 Millionen Karten abgesetzt. In der vierten und vorletzten Verkaufsphase waren 240.000 Tickets an den Fan gebracht worden, 85 Prozent davon an Bewohner Südafrikas.

"Dank zahlreicher zusätzlicher Maßnahmen haben die Fußballfans in dieser letzten Phase alle Möglichkeiten, Karten zu kaufen", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke: "Wir haben das Verfahren für alle Fans erleichtert und geben ihnen hiermit die letzte Chance, bei der ersten Weltmeisterschaft in Afrika hautnah dabei zu sein."

Kritik an der Bürokratie

Nachdem bislang hauptsächlich via Internet bzw. über eine südafrikanische Bank WM-Tickets erworben werden konnten, haben nun die Einheimischen die Gelegenheit, ihre Karten ohne viel Bürokratie am Ladentisch zu kaufen und bar zu bezahlen.

Die Praxis in den vorausgegangenen Verkaufsphasen war in der Kap-Republik auf Widerstand gestoßen, denn viele Fußball-Fans dort verfügen nicht über einen Internetzugang oder eine Kreditkarte.

Außerdem wurde eine Vorauszahlung Monate im Voraus verlangt, dies überstieg bei weitem die finanziellen Möglichkeiten vieler Südafrikaner.

Die FIFA hatte zuletzt das Kontingent für die Südafrikaner erhöht. Nachdem viele Eintrittskarten der Kategorien 2 und 3 der Kategorie 4 zugeschlagen wurden, stehen nun 20 Prozent der Tickets ausschließlich für den südafrikanischen Markt zur Verfügung.

Karten für zwölf Euro

Die Karten der vierten Kategorie (12 Euro) sind die preisgünstigsten.

"Ich will bei der WM keinen einzigen leeren Platz sehen", sagte Valcke und betonte: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Fans auch wirklich ins Stadion kommen können. Wir müssen also nicht nur Hospitality-Pakete anbieten." Grundsätzlich würden aber "nie Eintrittskarten gratis" abgegeben.

Zugleich stellte aber auch Valcke fest, dass wohl weniger Fans nach Südafrika kommen als ursprünglich vom lokalen Organisationskomitee erwartet.

Auch in Deutschland war das Interesse an WM-Tickets wesentlich geringer als erwartet, der Verkauf verlief schleppend.

Für die drei deutschen Vorrundenspielen wurden nur rund 3500 Karten geordert. Insgesamt verzeichneten die Organisatoren jedoch 36.000 Ticketbestellungen durch deutsche Staatsbürger in den verschiedenen Verkaufsphasen.

Alles zur WM 2010 in Südafrika

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