Carlos Parreira: "Kommt nach Südafrika"

SID
Donnerstag, 29.04.2010 | 13:49 Uhr
Setzt auf die Unterstützung der Fans bei der WM: Südafrikas Trainer Carlos Alberto Parreira
© sid
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Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira fordert Fans weltweit auf, zur WM 2010 zu kommen. Zudem glaubt er mit den Fans im Rücken an ein erfolgreiches Abschneiden.

Trotz der problematischen Sicherheitslage am Kap der guten Hoffnung hat Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira die Fans zu einer WM-Reise aufgefordert. "Kommt nach Südafrika!

Acht Millionen Touristen erleben jedes Jahr eine wunderbare Zeit in diesem Land. Niemand muss Angst haben", sagte Parreira vor der Abreise von Bafana Bafana ins WM-Gastgeberland am Freitag.

"Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht"

Nach drei Wochen Trainingslager im fränkischen Herzogenaurach fühlt sich die südafrikanische Nationalmannschaft gerüstet für die Heim-WM. Nach einem torlosen Remis in der vergangenen Woche gegen Nordkorea feierte die Parreira-Elf am Mittwoch noch einmal einen 2:0-Erfolg gegen Jamaika.

"Wir hatten erneut nicht viele Chancen, aber der Sieg gegen Jamaika gibt uns Selbstvertrauen. Wir haben hier in Deutschland einen weiteren Schritt nach vorne gemacht", sagte der Brasilianer.

Nach vier Wochen Trainingscamp in Brasilien und drei weiteren Wochen im Land der WM 2006 dürfen die Spieler nun für wenige Tage zu ihren Familien, ehe Brasiliens Weltmeister-Coach von 1994 am 4. Mai seinen vorläufigen Kader wieder zusammenruft. Dann sollen auch die in der englischen Premier League beschäftigten Profis hinzustoßen. "Je früher sie kommen, desto besser ist es. Wir brauchen die Zeit, um sie zu integrieren", sagte Parreira.

"Wir spielen mit 90.000 Vuvuzelas"

Die Spieler, die im Trainingslager in Herzogenaurach an Technik und Fitness feilten, können den WM-Auftakt am 11. Juni gegen Mexiko ohnehin kaum abwarten. Zum ersten Sieg führen soll vor allem der ohrenbetäubende "Zwölfte Mann". "Wir spielen mit 90.000 Vuvuzelas gegen Mexiko. Das wird in der Vorrunde eine unserer stärksten Waffen sein. Ich bin gespannt, wie unser erster Gegner damit umgeht", sagte Südafrikas Nationalkeeper Moeneeb Josephs.

"Der Himmel ist unsere Grenze", sagte auch Parreira, der nach der WM seine Mission in Südafrika beenden wird. Die Vorrundengruppe mit Mexiko, Uruguay und Frankreich gibt allerdings kaum Anlass dazu, mit überbordender Euphorie in die WM zu gehen: "Wir müssen Schritt für Schritt vorangehen und erst einmal die Gruppenphase überstehen. Danach ist alles möglich."

Das sieht offenbar auch Staatspräsident Jacob Zuma so. Zuma glaubt sogar daran, dass Südafrika Weltmeister wird. "Der WM-Pokal kommt erstmals in der Geschichte nach Afrika. Und wir in Südafrika werden es ihm nicht erlauben, das Land wieder zu verlassen. Bafana Bafana absolviert derzeit eine überragende Vorbereitung, damit der WM-Pokal in Südafrika bleibt", sagte Zuma.

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