Dienstag, 11.05.2010

32 Länder - 32 Geschichten: Kamerun

Als der König der Löwen starb

32 Teams nehmen an der Weltmeisterschaft in Südafrika teil. Jedes Teilnehmerland hat seine eigene Geschichte zu erzählen. SPOX greift aktuelle Entwicklungen auf, lässt Protagonisten zu Wort kommen oder beleuchtet historische Ereignisse. Heute: Kamerun.

Samuel Eto'o und Rigobert Song trauern um Marc-Vivien Foe
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Samuel Eto'o und Rigobert Song trauern um Marc-Vivien Foe

Der 26. Juni 2003 ist ein Donnerstag. Im Stade Gerland de Lyon spielt Kamerun das Confed-Cup-Halbfinale gegen Kolumbien. Kamerun führt 1:0. Es ist die 71. Spielminute, als Marc-Vivien Foe umkippt. Nahe der Mittellinie. Einfach so.

Zunächst bleibt es unbemerkt, denn das Spielgeschehen findet im Strafraum statt. Schiedsrichter Markus Merk wundert sich lediglich über den kamerunischen Arzt, der plötzlich aufs Spielfeld stürmt und schnauzt ihn an: "Was machen Sie denn hier? Los, runter vom Feld." Erst da sieht er Foe am Boden liegen, bewegungslos, nicht ansprechbar.

Später wird man eine myokardiale Hypertrophie diagnostizieren, aber noch begreift keiner die Tragweite und Dramatik der Situation. Foe wird vom Spielfeld getragen. Erst jetzt kommt Bewegung in den Trainerstab. Nationalcoach Winnie Schäfer läuft zu Foe, streichelt ihm väterlich über den Kopf, sagt: "Marco, das schaffst du schon".

Doch er schafft es nicht. Während das Spiel nach einer sechsminütigen Unterbrechung wieder angepfiffen wird und Kamerun es zum ersten Mal in seiner Geschichte in ein FIFA-Endspiel schafft, stirbt Foe in den Katakomben. Die Ursache: Eine Erbkrankheit, mit der er nie hätte Leistungssport betreiben dürfen.

Internationale Klubs werden aufmerksam

Aber ein Leben ohne Fußball - das wäre bei einem wie Foe nur schwer vorstellbar gewesen.

1975 wird er im kamerunischen Nkolo geboren. Als Jugendlicher kickt er für Union Garoua, wechselt aber schon bald zu einem der größten Vereine in Kamerun, zu Canon Yaounde.

Mit gerademal 18 Jahren wird Foe 1993 in die Nationalmannschaft berufen und nimmt ein Jahr später an der WM in den USA teil. Ein großer Moment für den jungen Mittelfeldspieler, doch Kamerun schafft es nicht über die Vorrunde hinaus: Zu sehr haben finanzielle Querelen die Mannschaft aus dem Tritt gebracht. Aber die drei Auftritte haben gereicht, um internationale Top-Klubs auf Foe aufmerksam zu machen.

Ein Angebot von AJ Auxerre schlägt er aus, unterschreibt stattdessen beim RC Lens. 1998 holt er mit den Nordfranzosen den Meistertitel und bringt sich aufgrund seiner Leistungen bei Manchester City ins Gespräch.

Beinbruch und Malaria

Doch ein Beinbruch zerstört die Hoffnungen auf einen Wechsel in die Premier League und einen Einsatz bei der WM in Frankreich, das inzwischen seine zweite Heimat geworden ist.

Erst ein Jahr später klappt es: Er wechselt auf die Insel, aber nicht zu City, sondern zu West Ham, das tief in die Tasche greift und für ihn 4,8 Millionen Euro auf den Tisch legt, die bis dato höchste Ablösesumme der Vereinsgeschichte.

38 Mal steht er in der folgenden Saison für die Hammers auf dem Feld und erzielt ein Tor - aber glücklich ist er in England nicht. Ihn zieht es wieder zurück nach Frankreich. Doch zunächst läuft es auch bei Olympique Lyon nicht rund: Den Großteil der Saison verpasst er aufgrund einer Malaria-Erkrankung.

Die lange Pause fällt ihm schwer, doch rechtzeitig zu den Höhepunkten ist er wieder fit. 2001 holt er den französischen Pokal und setzt ein Jahr später mit dem Meistertitel noch eins oben drauf.

Doch was ihm fehlt, sind die Erfolge mit der Nationalmannschaft. Foe ist Kameruner durch und durch - eine Passion, die ihm später zum Verhängnis werden wird.

Dritte WM - wieder nichts

Doch zunächst steht die WM 2002 in Japan und Südkorea an: Seine zweite Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, und das Team scheint so gut wie nie zuvor. Doch wieder einmal macht die kamerunische Politik einen Strich durch die Rechnung - es gibt Probleme mit den Prämien für die Spieler.

Die weigern sich deshalb, nach Japan zu fliegen. "Wenn wir jetzt nachgeben, wird sich in unserem Land nie etwas verändern. Wir wollen, dass die nächste Generation es mal besser hat als wir", erklärt Foe den Grund des Protests.

Zwar kann Coach Winnie Schäfer das Team noch umstimmen, doch die Chance zur Akklimatisierung ist dahin. Zu knapp treffen die Löwen in Japan ein - und scheitern abermals in der Vorrunde: Im letzten Gruppenspiel verlieren sie 0:2 gegen Deutschland.

Schäfer tut die verpatzte WM noch heute weh. "Die Jungs waren so gut. Wir haben alles geschlagen, sind anschließend im Afrika-Cup ohne Gegentor bis ins Finale gekommen. Wir hatten eine Supertruppe. Aber es hat nicht sollen sein," sagt Schäfer im Gespräch mit SPOX.

Die Fußball-Weltmeisterschaften von 1930 bis 2006
1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1930: Das erste WM-Finale aller Zeiten gewinnt Gastgeber Uruguay gegen Argentinien (4:2)
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1934: Auch vier Jahre später gewinnt der Gastgeber. Italien schlägt die Tschechoslowakei mit 2:1 n. V. Trainer Vittorio Pozzo wird auf Händen getragen
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1934: Auch vier Jahre später gewinnt der Gastgeber. Italien schlägt die Tschechoslowakei mit 2:1 n. V. Trainer Vittorio Pozzo wird auf Händen getragen
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1938: Vom Turnier in Frankreich hat nur das offizielle Plakat als Bild überlebt. Im Finale schlug Italien die Ungarn mit 4:2
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1938: Vom Turnier in Frankreich hat nur das offizielle Plakat als Bild überlebt. Im Finale schlug Italien die Ungarn mit 4:2
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1950: In Brasilien sichert sich Uruguay erneut den Titel. In der Finalgruppe gewann man das entscheidende Spiel gegen den Gastgeber im Maracana mit 2:1
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1950: In Brasilien sichert sich Uruguay erneut den Titel. In der Finalgruppe gewann man das entscheidende Spiel gegen den Gastgeber im Maracana mit 2:1
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1954: Das vielzitierte Wunder von Bern. Nach dem 3:2 im Finale gegen Ungarn fallen sich die deutschen Spieler kollektiv um den Hals
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1954: Das vielzitierte Wunder von Bern. Nach dem 3:2 im Finale gegen Ungarn fallen sich die deutschen Spieler kollektiv um den Hals
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1958: Peles Stern geht auf. Im Finale gegen Gastgeber Schweden netzt der beste Fußballer aller Zeiten zum zwischenzeitlichen 3:1 ein
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1958: Peles Stern geht auf. Im Finale gegen Gastgeber Schweden netzt der beste Fußballer aller Zeiten zum zwischenzeitlichen 3:1 ein
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Ein Bild, das um die Welt ging. Der zweifache Torschütze Pele vergießt nach dem 5:2-Finalerfolg Freudentränen
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Ein Bild, das um die Welt ging. Der zweifache Torschütze Pele vergießt nach dem 5:2-Finalerfolg Freudentränen
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1962: Der Titel-Doppelschlag der Selecao. Im Finale in Chile hieß der Gegner Tschechoslowakei, den man mit 3.1 besiegte
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1962: Der Titel-Doppelschlag der Selecao. Im Finale in Chile hieß der Gegner Tschechoslowakei, den man mit 3.1 besiegte
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1966: Das legendäre Finale mit dem legendären Wembley-Tor. Hier klärt Keeper Hans Tilkowski im Strafraum gegen die Engländer
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1966: Das legendäre Finale mit dem legendären Wembley-Tor. Hier klärt Keeper Hans Tilkowski im Strafraum gegen die Engländer
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Am Ende hieß es 4:2 nach Verlängerung für die Truppe um Bobby Charlton, Gordon Banks und Geoff Hurst
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Am Ende hieß es 4:2 nach Verlängerung für die Truppe um Bobby Charlton, Gordon Banks und Geoff Hurst
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1970: Das Jahrhundertspiel. Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. Der eingewechselte Rivera besorgt in der 111. Minute das spielentscheidende 4:3
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1970: Das Jahrhundertspiel. Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. Der eingewechselte Rivera besorgt in der 111. Minute das spielentscheidende 4:3
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Im Finale hatte die Squadra Azzurra jedoch das Nachsehen und wurde mit 4:1 von den Brasilianern abgefertigt. Hier trifft Jairzinho zum 3:1
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Im Finale hatte die Squadra Azzurra jedoch das Nachsehen und wurde mit 4:1 von den Brasilianern abgefertigt. Hier trifft Jairzinho zum 3:1
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1974: Schlimmer konnte es nicht laufen. Johan Neeskens verwandelt im Finale schon in der 2. Minute einen Elfmeter zur 1:0 Führung für Holland
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1974: Schlimmer konnte es nicht laufen. Johan Neeskens verwandelt im Finale schon in der 2. Minute einen Elfmeter zur 1:0 Führung für Holland
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Doch die Deutschen schlugen zurück und drehten dank des Treffers von Gerd Müller zum 2:1 die Partie. Das Olympiastadion stand Kopf
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Doch die Deutschen schlugen zurück und drehten dank des Treffers von Gerd Müller zum 2:1 die Partie. Das Olympiastadion stand Kopf
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Gastgeber Deutschland um Kapitän Franz Beckenbauer beim Posieren mit dem WM-Pokal
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Gastgeber Deutschland um Kapitän Franz Beckenbauer beim Posieren mit dem WM-Pokal
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1978: Die Schmach von Cordoba. Nach der 2:3-Pleite gegen Österreich schleichen Rüdiger Abramczik und Rainer Bonhof betröppelt vom Platz
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1978: Die Schmach von Cordoba. Nach der 2:3-Pleite gegen Österreich schleichen Rüdiger Abramczik und Rainer Bonhof betröppelt vom Platz
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Im Finale bezwang Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Der Spieler des Turniers, Mario Kempes, bejubelt sein 2:1
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Im Finale bezwang Gastgeber Argentinien die Niederlande mit 3:1 nach Verlängerung. Der Spieler des Turniers, Mario Kempes, bejubelt sein 2:1
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Daniel Passarella präsentiert den WM-Pokal dem Publikum in Buenos Aires
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Daniel Passarella präsentiert den WM-Pokal dem Publikum in Buenos Aires
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1982: Die brutalste Szene des Turniers in Spanien. Toni Schumacher streckt Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich nieder
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1982: Die brutalste Szene des Turniers in Spanien. Toni Schumacher streckt Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich nieder
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Im Finale war für Deutschland gegen Italien nichts zu machen. Torschützenkönig Paolo Rossi macht das 1:0 und dreht jubelnd ab
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Im Finale war für Deutschland gegen Italien nichts zu machen. Torschützenkönig Paolo Rossi macht das 1:0 und dreht jubelnd ab
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Nach dem 3:1-Finalsieg läuft Dino Zoff mit dem WM-Pokal durch das weite Rund des Madrider Bernabeu Stadions
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Nach dem 3:1-Finalsieg läuft Dino Zoff mit dem WM-Pokal durch das weite Rund des Madrider Bernabeu Stadions
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1986: Die Hand Gottes. Im Viertelfinale gegen England erzielt Diego Maradona das 1:0 betrügerisch per Hand. Am Ende heißt's 2:1 für Argentinien
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1986: Die Hand Gottes. Im Viertelfinale gegen England erzielt Diego Maradona das 1:0 betrügerisch per Hand. Am Ende heißt's 2:1 für Argentinien
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Im Finale lagen die Deutschen schon mit 0:2 zurück, ehe Rudi Völler zehn Minuten vor Schluss per Kopf den Ausgleich erzielte
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Im Finale lagen die Deutschen schon mit 0:2 zurück, ehe Rudi Völler zehn Minuten vor Schluss per Kopf den Ausgleich erzielte
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Gebracht hat's leider nichts. Jorge Burruchaga erzielt nur drei Minuten später das 3:2 in Mexiko-Stadt und macht Argentinien zum Weltmeister.
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Gebracht hat's leider nichts. Jorge Burruchaga erzielt nur drei Minuten später das 3:2 in Mexiko-Stadt und macht Argentinien zum Weltmeister.
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Der Spieler des Turniers und damals der beste Kicker der Welt: Diego Maradona liebkost die Trophäe
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Der Spieler des Turniers und damals der beste Kicker der Welt: Diego Maradona liebkost die Trophäe
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1990: Die hässlichste Szene des Turniers. Hollands Frank Rijkaard bepöbelt und bespuckt den unschuldigen Rudi Völler. Deutschland siegt 2:1
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1990: Die hässlichste Szene des Turniers. Hollands Frank Rijkaard bepöbelt und bespuckt den unschuldigen Rudi Völler. Deutschland siegt 2:1
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Der Schuss ins Glück. Andreas Brehme verwandelt im Finale gegen Argentinien den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 in der 85. Minute
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Der Schuss ins Glück. Andreas Brehme verwandelt im Finale gegen Argentinien den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 in der 85. Minute
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Wie war das schön! Brehme, Pierre Littbarski und Kapitän Lothar Matthäus schreien die Freude über den WM-Titel heraus
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Wie war das schön! Brehme, Pierre Littbarski und Kapitän Lothar Matthäus schreien die Freude über den WM-Titel heraus
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1994: Vom Regen in die Traufe. Thomas Häßler verliert das Kopfballduell gegen Jordan Letschkow, Bodo Illgner ohne Chance - Deutschland ist draußen
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1994: Vom Regen in die Traufe. Thomas Häßler verliert das Kopfballduell gegen Jordan Letschkow, Bodo Illgner ohne Chance - Deutschland ist draußen
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Im Finale in Los Angeles steht es zwischen Italien und Brasilien nach 120 Minuten 0:0. Roberto Baggio verschießt den entscheidenden Elfer...
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Im Finale in Los Angeles steht es zwischen Italien und Brasilien nach 120 Minuten 0:0. Roberto Baggio verschießt den entscheidenden Elfer...
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...und macht damit die Selecao zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder zum Weltmeister
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...und macht damit die Selecao zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder zum Weltmeister
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1998: Im Viertelfinale verliert Deutschland gegen Kroatien erst Christian Wörns nach diesem Foul und dann das Spiel mit 0:3
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1998: Im Viertelfinale verliert Deutschland gegen Kroatien erst Christian Wörns nach diesem Foul und dann das Spiel mit 0:3
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Im Finale avanciert Frankreichs Zinedine Zidane zum Matchwinner. Sein Kopfball-Doppelpack bringt die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße
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Im Finale avanciert Frankreichs Zinedine Zidane zum Matchwinner. Sein Kopfball-Doppelpack bringt die Equipe Tricolore auf die Siegerstraße
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Nach dem 3:0 über Brasilien reckt Bixente Lizarazu den Pokal in den Himmel von Paris
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Nach dem 3:0 über Brasilien reckt Bixente Lizarazu den Pokal in den Himmel von Paris
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2002: Finale in Südkorea. Oliver Kahn lässt einen haltbaren Schuss von Rivaldo abprallen, Ronaldo ist zur Stelle und bringt Brasilien mit 1:0 in Führung
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2002: Finale in Südkorea. Oliver Kahn lässt einen haltbaren Schuss von Rivaldo abprallen, Ronaldo ist zur Stelle und bringt Brasilien mit 1:0 in Führung
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Ein weiteres Tor von Ronaldo besiegelt die 0:2-Niederlage der Deutschen. Kahn lehnt geknickt am Pfosten, bester Torhüter des Turniers wurde er dennoch
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Ein weiteres Tor von Ronaldo besiegelt die 0:2-Niederlage der Deutschen. Kahn lehnt geknickt am Pfosten, bester Torhüter des Turniers wurde er dennoch
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Rivaldo, Ronaldo und Gilberto Silva freuen sich in Yokohama über den fünften Weltmeistertitel für Brasilien
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Rivaldo, Ronaldo und Gilberto Silva freuen sich in Yokohama über den fünften Weltmeistertitel für Brasilien
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2006: Die wohl entscheidende Aktion im Finale in Berlin. Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi zieht die Rote Karte nach sich
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2006: Die wohl entscheidende Aktion im Finale in Berlin. Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi zieht die Rote Karte nach sich
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Im Elfmeterschießen behielt Fabio Grosso gegen Fabien Barthez die Nerven und verwandelt zum 5:3
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Im Elfmeterschießen behielt Fabio Grosso gegen Fabien Barthez die Nerven und verwandelt zum 5:3
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Italien ist Weltmeister. Kapitän Fabio Cannavaro hält den Pokal in die Höhe. Mal sehen, wer ihm 2010 in Südafrika folgen wird
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Italien ist Weltmeister. Kapitän Fabio Cannavaro hält den Pokal in die Höhe. Mal sehen, wer ihm 2010 in Südafrika folgen wird
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In der Form seines Lebens

Zurück in Frankreich, wird Foe von Lyon für eine Saison zu Manchester City ausgeliehen. Von Beginn an ist er ein fester Bestandteil der Mannschaft und spielt sich in die Herzen der Fans.

"Marco war nicht so geschmeidig wie Eto'o. Aber er war aufgrund seiner psychischen Stärke ein Führungsspieler, er hat Spiele umgebogen und vorne noch mal was bewegt. Er war ein Leader, mein verlängerter Arm in der Mannschaft", beschreibt Schäfer lächelnd einen Foe in der Form seines Lebens. Und fügt an: "Auch als Mensch hatte er viele Facetten und seinen Kopfhörer mit der Musik hat er nie abgenommen."

Für Manchester steht Foe an 35 Spieltagen auf dem Feld - immer in der Startelf - und erzielt neun Tore. Er ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Bis zu jenem Donnerstag im Juni.

Die 71. Minute

Schon Tage zuvor quält ihn eine Magen-Darm-Erkrankung. Er pausiert gegen die USA, steht am Tag vor dem Halbfinale wieder im Training und fühlt sich gut. Auch die Teamärzte und ein extra angereister FIFA-Arzt geben grünes Licht.

Dann kommt das tragische Halbfinale. Noch in der Halbzeitpause versichert sich Schäfer bei Foe, dass alles in Ordnung ist. Gut 20 Minuten sind bereits gespielt, als Foes Lauftempo immer geringer wird.

Schäfer macht das Zeichen zur Auswechslung, aber Foe will nicht. Er möchte sichergehen, dass es Kamerun ins Finale schafft.

Er hebt den Daumen, signalisiert: Es geht noch, Trainer. Wenige Augenblicke später kollabiert er.

Schäfer glaubt noch heute, dass Foe sich für sein Land geopfert hat: "Nach den verpatzten Weltmeisterschaften war jetzt für ihn persönlich und sein Land endlich die Chance da, ein Endspiel zu erreichen. Wir haben sogar Brasilien und die Türkei geschlagen. Das war natürlich ein Highlight für diese Spieler. Vielleicht hat er sich gedacht: 'Das schaffe ich noch'."

Die Welt steht still

Er liegt falsch. Erst nach dem Spiel erfährt die Mannschaft mitten im Jubel über den Sieg von seinem Tod. In dem Moment steht die Welt einen Augenblick lang still. Das Team ist wie betäubt, Kapitän Rigobert Song weint, Schäfer will es nicht glauben.

Er muss es mit eigenen Augen sehen, geht in den Sanitätsraum, streichelt Foe, der auf einem Tisch aufgebahrt ist, über den Fuß - und muss den Raum verlassen. Schäfer hält den Schmerz nicht aus. "Das war so schlimm, das werde ich nie vergessen", sagt er.

Video: In Memorable of Marc-Vivien Foe

Die Mannschaft steht unter Schock, will das Finale nicht spielen. Auch Sepp Blatter, der am nächsten Tag ins Team-Hotel nach St. Etienne reist, um sein Beileid auszusprechen, kann Kameruns Elf nicht umstimmen.

Erst Foes Witwe Marie-Luise hat Erfolg. Sie bittet das Team, im Endspiel aufzulaufen. Ihr Mann hätte es so gewollt, sagt sie. Die Entscheidung ist gefallen, doch die Stimmung beim anschließenden Training ist katastrophal.

Korrekt, charakterstark - und stur

"Rigobert Song kam dann zu mir und sagte: 'Coach, gib mir fünf Minuten.' Er hat die Mannschaft zu sich geholt und als das Team wieder kam, waren sie wie ausgewechselt. Ich habe nie erfahren, was er zu ihnen gesagt hat", erzählt Schäfer.

Aber es wirkt: Beim Finale gegen Frankreich zwei Tage später stemmen sich die Kameruner mit der Kraft der Löwen dem Weltmeister von 1998 entgegen. Erst in der Verlängerung gelingt Thierry Henry das Golden Goal. "Mit ein bisschen Glück", sagt Schäfer, "hätten wir das Spiel damals gewinnen können."

"Man nimmt ja immer Roger Milla als Kameruns Fußballer, aber für mich ist es Marco Foe. Nicht weil er gestorben ist, sondern wie er gelebt und gearbeitet und die Mannschaft geführt hat. Es gab in Kamerun schöne Momente, es gab traurige Momente, es gab lustige Momente und solche Sachen wie mit Marco. Ich werde das nie vergessen", sagt Schäfer.

Und fügt an: "Marco war ein Supertyp. Ich habe alle kennengelernt, die man kennenlernen konnte, aber ich habe selten einen so korrekten und charakterstarken Menschen gekannt."

Der komplette WM-Spielplan im Überblick

Bärbel Mees

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