Dienstag, 06.04.2010

32 Länder - 32 Geschichten: Frankreich

Die Geschichte vom Frosch

32 Teams nehmen an der Weltmeisterschaft in Südafrika teil. Jedes Teilnehmerland hat seine eigene Geschichte zu erzählen. SPOX greift aktuelle Entwicklungen auf, lässt Protagonisten zu Wort kommen oder beleuchtet historische Ereignisse. Heute: Frankreich.

Raymond Domenech ist seit Juli 2004 Frankreichs Nationaltrainer - und steht seither in der Kritik
© Getty
Raymond Domenech ist seit Juli 2004 Frankreichs Nationaltrainer - und steht seither in der Kritik

Der französische Klubfußball erlebt auf europäischer Bühne momentan so etwas wie eine kleine Renaissance. Mit Girondins Bordeaux, dem Team mit der höchsten Punkteausbeute der Champions-League-Gruppenphase, und Olympique Lyon stehen sich zwei Teams der Ligue 1 im Viertelfinale der Königsklasse gegenüber. Zu den besten vier Mannschaften Europas wird also ein Verein aus Deutschlands Nachbarland gehören.

Auch die nationale Meisterschaft ist nach der Wachablösung von Serienmeister OL spannend wie lange nicht mehr, mit Montpellier mischt sogar ein Aufsteiger um den Titel mit.

Domenech im Kreuzfeuer der Kritik

Alles in Butter also, möchte man meinen. Doch das größte Sorgenkind der Grande Nation bleibt die Nationalmannschaft. Die Truppe von Trainer Raymond Domenech schaffte es in letzter Sekunde mit unerhört viel Glück zur WM ("Le Figaro": "Darauf kann man nicht stolz sein") und wusste seit der überraschenden WM-Finalteilnahme 2006 trotz teilweise herausragender Einzelkönner (Franck Ribery, Thierry Henry, Karim Benzema) kaum mehr zu überzeugen.

Wenn man im Land des Weines nach dem Schuldigen für die immer dürftigeren Leistungen sucht, zeigt der Großteil der Meinungsmacher und Fans erbost auf Domenech.

Es hat sich längst etabliert, dass der Selectionneur Zielscheibe härtester Kritik ist - doch trotz des Desasters bei der EM 2008 (Aus nach der Vorrunde) und der glücklichen WM-Qualifikation darf Domenech die Equipe Tricolore auch in Südafrika coachen. Die ebenfalls in der Kritik stehenden Verbandsbosse um Präsident Jean-Pierre Escalettes vertrauen dem 58-Jährigen. Warum, weiß keiner so recht.

"Marionnette Escalettes"

Auffällig ist, dass außer Michel Platini (1988 bis 1992) und Domenech-Vorgänger Jacques Santini (2002 bis 2004) jeder Nationaltrainer fest mit der FFF (Federation Francaise de Football) verwurzelt war. Domenech arbeitet seit 1993 beim Verband und begann dort als U-20- und U-21-Trainer. Bis heute hat er allerdings noch keine einzige Trophäe in seinen Wandschrank stellen können.

Die Experten im Land sprechen Domenech zwar ab, ein guter Trainer mit erkennbarem Konzept zu sein, sehen das Grundproblem der sportlichen Misere aber in der übergroßen Macht des Verbandes.

Die Angst der Verbandsoberen um "Marionnette Escalettes", wie der mächtige Präsident in Frankreich spöttisch genannt wird, vor den in den Medien gehandelten Nachfolgekandidaten wie Laurent Blanc oder Didier Deschamps ist groß. Sie befürchten das Klinsmann-Syndrom: Ein junger, aufstrebender Coach mit Rückhalt im Land zettelt die große Revolution an, erneuert und modernisiert die Strukturen und fängt quasi bei null an.

Erst kürzlich schlug 98er-Weltmeister Bixente Lizarazu eine "deutsche" Lösung vor, wonach der zukünftige Nationalcoach von einem Manager a la Oliver Bierhoff unterstützt werden soll. Die erhoffte Diskussion kam jedoch nicht zustande, da sie unter anderem vom äußerst einflussreichen Verbands-Vize Noël Le Graët (Präsident des EA Guingamp) bereits im Keim erstickt wurde.

Henry mit harten Worten

Also darf Domenech weiter machen - bis die WM vorbei ist. Dann läuft der Vertrag des gebürtigen Lyonnais aus und wird nicht verlängert. Ende April, Anfang Mai will die FFF den Nachfolger vorstellen. Ein Zeitpunkt, der Kopfschütteln auslöst. Eine ruhige, konzentrierte Turniervorbereitung ohne weitere Personaldiskussionen ist damit quasi ausgeschlossen.

Wenn man den letzten Auftritt der Nationalmannschaft zugrunde legt, ist dem französischen Fan jetzt schon angst und bange. Gegen gütige Spanier setzte es in einem Testspiel eine 0:2-Pleite, die einem fußballerischen Offenbarungseid glich - trotz Akteuren wie Ribery, Henry oder Yoann Gourcuff liefen die Bleus planlos und ohne erkennbare Spielausrichtung durch die Gegend.

Bereits Anfang September letzten Jahres schlug Henry vor dem abermals enttäuschenden 1:1 in der WM-Qualifikation gegen Rumänien Alarm. Der 32-Jährige soll Domenech vor versammelter Mannschaft rund gemacht haben.

Das Generationenproblem

"Ich spreche im Namen der Mannschaft. Wir langweilen uns während der Trainingseinheiten. In zwölf Jahren im Nationalteam habe ich so eine Situation noch nicht erlebt. Wir wissen nicht, wie wir spielen sollen, wo wir auf dem Platz stehen müssen, wie wir uns organisieren müssen. Wir haben keinen Spielstil, keine Richtung. So funktioniert es nicht", waren die Worte Henrys, die wenig überraschend prompt in französischen Zeitungen abgedruckt wurden.

WM-Stadien: Sky-Walk und afrikanische Erde
Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
© Getty
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Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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"Der Bruch zwischen Domenech und der Mannschaft ist perfekt. Das, was jeder sieht, denkt und schreibt, hat Henry intern angesprochen", urteilte "Le Parisien".

Dass Henry mit seiner Meinung nicht ganz falsch liegt, zeigte seitdem so gut wie jeder der uninspirierten Auftritte des Vizeweltmeisters von 2006.

Zur spielerisch-taktischen Armut gesellt sich seit der EM 2008 noch ein weiteres Dilemma: Ein ausgewachsenes Generationenproblem.

"...so muss der Frosch leiden"

Schon nach der missratenen EM räumte Domenech ein, dass es Probleme zwischen alten und jungen Spielern gegeben habe. Die Vorbereitung auf das Turnier sei schlecht gewesen, deshalb seien einige Alte nicht in Top-Form gewesen und die Jungen sauer, dass sie nicht zum Einsatz kamen, so Domenechs Analyse damals. Geändert hat sich seitdem wenig.

In der Mannschaft rumort es, die Stimmung zwischen jungen und alten Spielern wie Henry, Patrick Vieira oder William Gallas ist von mangelndem Respekt gekennzeichnet, der sich in fehlendem Teamgeist und mangelnder Unterstützung auch auf dem Spielfeld widerspiegelt.

Domenech, dem im eigenen Land vorgehalten wird, launisch und schwer erreichbar zu sein, ficht das Ganze kaum an. Stattdessen erzählt er die Geschichte vom Frosch, den man in heißes Wasser wirft: "Macht man das, so muss der Frosch leiden. Wirft man den Frosch hingegen erst ins kalte Wasser und erhöht dann nach und nach die Temperatur, dann gewöhnt er sich daran und hält es viel länger aus."

Del Bosque macht Mut

In knapp drei Monaten ist Domenechs Zeit aber endgültig abgelaufen. Die Anhänger der Bleus schauen pessimistisch in Richtung Südafrika.

Einen kleinen Mutmacher hatte allerdings Spaniens Coach Vicente del Bosque parat, nachdem er sein Team die Blauen in ihre Einzelteile zerlegt hatte: "Frankreich hat das kollektive und individuelle Potenzial dazu, eine gute WM zu spielen. Ich erinnere daran, dass in Spanien vor der EM 2008 auch keine gute Stimmung herrschte - und am Ende haben sie den Titel gewonnen."

Als del Bosque diese Aussage tätigte, war das Publikum im Pariser Stade de France gerade mit dem Auspfeifen der eigenen Spieler beschäftigt.

Wie schneidet Frankreich bei der WM 2010 ab? Jetzt nachrechnen!

Jochen Tittmar

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