WM 2010

Sepp Blatter macht seinem Ärger Luft

SID
Dienstag, 02.03.2010 | 15:52 Uhr
Sepp Blatter ist seit 1998 Präsident der FIFA
© Getty
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FIFA-Boss Sepp Blatter hat sich über die herrschenden Zweifel an den WM-Vorbereitungen mächtig genervt gezeigt. "Lasst uns starten und die WM erleben", so Blatter in Südafrika.

100 Tage vor dem Start der WM in Südafrika hat FIFA-Präsident Sepp Blatter seinem Ärger über die ständigen Zweifel an einem rechtzeitigen Ende der Vorbereitungen Luft gemacht.

"Es gibt keine Zweifel. Lasst uns starten und die WM erleben, und dann können wir nachher über alles diskutieren", sagte Blatter in Durban zum Abschluss einer Inspektion aller zehn WM-Stadien.

Blatter gestand, dass ihn die Kritik der letzten Monate ziemlich geärgert habe. "Ich will nicht von Pessimismus sprechen. Aber ständig kursierten Zweifel, und das ist schlecht. Denn Zweifel schwächen das Selbstvertrauen. Das ärgert mich", so Blatter.

"Wir sind bereit für diese WM"

Auch FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke war bemüht, Optimismus zu verbreiten. "Wir sind im Plan. Wir sind bereit für diese WM. Das ist die Botschaft nach dem Besuch der Stadien", sagte Valcke.

Für den Start rund um den 100-Tage-Countdown am Mittwoch sind im ganzen Land Parties geplant. Auf den Straßen des Finanzviertels von Johannesburg stellen Tanzgruppen den WM-Tanz Diski vor, in Durban werden 100-Tage-Plaketten verteilt.

Südafrika hat für die erste WM auf dem Schwarzen Kontinent insgesamt 3,2 Milliarden Euro investiert. Neben den Stadien wurden die Flughäfen in Johannesburg, Kapstadt und Bloemfontein modernisiert, während der neue Airport in Durban am 1. Mai eröffnet wird. 41.000 Polizisten sollen während der WM die Sicherheit gewährleisten, obwohl es weiterhin täglich rund 50 Morde gibt.

450.000 Fans zu Gast in Südafrika

Wie die FIFA mitteilte seien 2,2 der insgesamt 2,9 Millionen Tickets verkauft. Das Land am Kap erwarte trotz der weltweiten Finanzkrise 450.000 Fans aus dem Ausland. Die Stimmung im Lande sei gut.

85 Prozent der Bevölkerung glaube daran, dass alles rechtzeitig fertig wird. Sorgen bereitet die eigene Mannschaft. Nur 55 Prozent der Südafrikaner sind davon überzeugt, dass sich "Bafana Bafana" in WM-Form befindet.

"Amtszeit des Präsidenten soll begrenzt werden"

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