WM

Staatspräsident fordert Sieg beim Confed-Cup

SID
Kämpft derzeit noch mit einer Sprunggelenksverletzung: Steven Pienaar
© Getty

Zum Auftakt des Confederations Cup trifft Gastgeber Südafrika heute in Johannesburg auf Asienmeister Irak. Spanien muss sich mit Neuseeland auseinandersetzen.

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Staatspräsident Jacob Zuma fordert den Gewinn des Confederations Cup, doch der Ex-Dortmunder Steven Pienaar lässt sich davon nicht nervös machen.

"Wir sind alle entspannt, trotz der Worte des Präsidenten. Wir müssen relaxt bleiben, wollen wir erfolgreich in diesem Turnier abschneiden", sagte der Mittelfeldspieler des FC Everton vor dem ersten Auftritt der südafrikanischen Nationalmannschaft heute (15.45 Uhr im LIVE-TICKER) im Ellis Park in Johannesburg gegen Asienmeister Irak.

Kritiker sollen verstummen

Pienaar sieht den Confed Cup als willkommene Gelegenheit für sein Team, ein Jahr vor der WM gute Stimmung bei den eigenen Fans zu schaffen: "Dies ist eine Möglichkeit, um die Anhänger zurückzugewinnen, damit die Kritiker verstummen. Wir wollen zeigen, dass wir auf höchstem Niveau mithalten können."

Im Vorfeld des Turniers hatten die südafrikanischen Stars wegen eines Prämienstreits mit dem Verband offenbar an Kredit verloren.

Zuletzt hatte es einen 1:0-Erfolg im Test gegen Polen gegeben, wobei Mittelfeldstar Teko Modise verletzungsbedingt zuschauen musste.

Ex-Dortmunder mit Problemen

Pienaar erlitt eine Blessur am rechten Sprunggelenk, will aber gegen die Iraker auf jeden Fall auflaufen. "Ich würde mich freuen, wenn ich für mein Land genauso gut spielen könnte wie zuletzt für meinen Klub", sagte Pienaar, der mit Everton das FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea verloren hatte.

Der ehemalige Dortmunder sieht durchaus eine realistische Chance, mit Südafrika beim Confed-Cup zu triumphieren: "Ich hoffe, die Trophäe bleibt am 28. Juni hier. Wir wollen allen zeigen, was unsere Mannschaft drauf hat."

"Das wäre schon fast die halbe Miete"

Für Südafrikas Nationaltrainer Joel Santana kommt dem Auftaktspiel eine große Bedeutung zu. "Sollten wir den Irak schlagen, wäre das schon fast die halbe Miete, um in diesem Turnier erfolgreich zu sein", sagte der Brasilianer, der voraussichtlich im Tor dem jungen Itumeleng Khune wie schon gegen Polen das Vertrauen schenken wird.

Neuseeland und Europameister Spanien sind die weiteren Gegner von "Bafana, Bafana" in der Vorrunde des WM-Testturniers.

Spanien der Top-Favorit

Als Favorit beim Confed Cup gilt ohne Zweifel Spanien, das seit 32 Länderspielen ungeschlagen ist und erst unter der Woche einen 6:0-Kantersieg gegen Aserbaidschan mit dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts gelandet hatte. Für den Sportwettenanbieter "bwin" geht kein Weg an den Iberern vorbei.

Mit einer Quote von 2,25 ist der Europameister der Top-Favorit auf den Turniersieg. Es folgen Rekord-Weltmeister Brasilien (2,65) und Weltmeister Italien (4,50). Ein Endspielsieg Südafrikas beim Konföderationen-Pokal würde für zehn Euro Einsatz 260 Euro bringen.

Del Bosque setzt auf Regeneration

Die spanische Mannschaft, die heute (20.15 Uhr im LIVE-TICKER) in Rustenburg auf Neuseeland trifft, schaltete am Freitag bei einer Safari im Krüger-Nationalpark ab. Trainer Vicente Del Bosque ließ seine Spieler nur auf Sparflamme trainieren, setzte eher auf Regeneration.

Brasiliens Nationaltrainer Dunga schätzt die Spanier jedenfalls sehr hoch ein. "Spanien ist, so wie sie zuletzt auftraten, ohne Zweifel der Favorit. Sie spielen derzeit den besten Fußball, haben die EURO gewonnen und sind auf einem hohen Niveau", sagte der ehemalige Stuttgarter Bundesliga-Profi.

Der Spielplan des Confed-Cups