Fussball

Massenpanik fordert 22 Tote bei WM-Qualifikation

SID
Bei einer Massenpanik in Abidjan kamen 19 Menschen ums Leben
© sid

Beim WM-Qualifikations-Spiel zwischen Gastgeber Elfenbeinküste und Malawi hat es eine Massenpanik gegeben. Dabei starben 22 Menschen in Abidjan.

Die Serie der Tragödien bei Fußballspielen auf dem Schwarzen Kontinent reißt ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Südafrika nicht ab.

Eine Massenpanik auf der Tribüne in Abidjan hat während des WM-Qualifikationsspiels zwischen Gastgeber Elfenbeinküste und Malawi (5:0) am Sonntagabend offenbar 22 Todesopfer gefordert.

Dies war die erste Bilanz kurz nach den Auseinandersetzungen unter einem Teil der 50.000 Zuschauer. Dabei war im Stadion Houphouet-Boigny eine Mauer eingestürzt. Zugelassen sind für die Arena nach ersten Angaben nur 35.000 Zuschauer.

Drogba-Doppelpack von Tragödie überschattet

Viele waren gekommen, um die in Europa spielenden Stars der Elfenbeinküste zu bewundern. So Didier Drogba, der zwei Tore erzielte, und seinen Vereinskameraden Salomon Kalou (1) vom FC Chelsea. Ebenfalls eingesetzt wurden Kolo Toure and Emmanuel Eboue vom FC Arsenal.

Erst am 10. Februar waren in Kumasi/Ghana vier Menschen ums Leben gekommen. Sie erstickten beim Schlagerspiel zwischen Asante Kotoko und Hearts of Oak im völlig überfüllten Baba-Yara-Stadion.

Offiziellen Angaben zufolge hatten die Behörden über 60.000 statt der lediglich zugelassenen 44.000 Zuschauer in die Arena gelassen.

Angebliche Hexerei löst Massenpanik aus

Mitte September 2008 waren im Kongo 13 Tote und 54 Verletzte die Folge von Ausschreitungen bei einem Fußball-Spiel in Butembo, einer Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo.

Die Massenpanik sei ausgelöst worden, als der Torhüter des zurückliegenden Klubs Nyuki versuchte, das Spiel durch Hexerei zu drehen, berichtete das von den Vereinten Nationen unterstützte Radio Okapi.

Drei Monate zuvor waren Anfang Juni neun Menschen beim Qualifikationsspiel zur WM zwischen Liberia und Gambia (1:1) ums Leben gekommen.

Die Zuschauer wurden dreieinhalb Stunden vor Spielbeginn an Zäunen zerquetscht oder zu Tode getrampelt, nachdem UN-Soldaten und die Polizei das völlig überfüllte Stadion in Monrovia aus Sicherheitsgründen geschlossen hatten.

Der Stand in Afrikas WM-Quali

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