
Lucio erhebt schwere Vorwürfe
WM-Quali-Spiel mit üblem Nachgeschmack
Der 4:0-Sieg der brasilianischen Nationalmannschaft gegen Venezuela in der WM-Qualifikation hat ein Nachspiel. Bayerns Verteidiger Lucio hegt einen bösen Verdacht: Er soll vergiftet worden sein.
Tatort Kabinentrakt: Etliche brasilianische Nationalspieler beugen sich in der Halbzeitpause des WM-Qualifikationsspiels über eine weiße Emailleschüssel. Abwehrchef Lucio und sein Teamkollege Elano müssen sich übergeben und werden mit Medikamenten behandelt. Maicon und Gilberto Silva klagen über starke Magenschmerzen.
Teamarzt Rodrigo Lasmar sprach nach einer ersten Diagnose später von einer Lebensmittelvergiftung. Diese Meinung teilt Lucio allerdings nur zur Hälfte. Der 30-Jährige ist überzeugt, dass es kein Zufall gewesen sein kann.
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Kaffee als Übeltäter
Ein im Mannschaftshotel servierter Kaffee soll das Elend ausgelöst haben.
"Das war ein Versuch, Brasilien zu schädigen, aber wir haben uns durchgerungen," so das Urteil des Brasilianers. Zumal schon der Auftakt der Länderspielreise chaotisch verlief . Nach der Landung in San Cristobal saß die Selecao 90 Minuten im Flugzeug fest, bevor sie zu ihrem Hotel aufbrechen konnte.
Keine ruhige Minute
Dort erwartete die Elf von Trainer Carlos Dunga keineswegs eine geruhsame Nacht, sondern ein Höllenlärm, der vom Hotelpersonal verursacht worden war.
Aufheulende Motoren und Hupgeräusche ließen dem fünfmaligen Weltmeister keine ruhige Minute. Nach diesen Erlebnissen war Dunga bereits bedient: "In diesem Land funktioniert nichts."
Am Ausgang der Partie änderte die Übelkeit jedoch nichts: Zur Halbzeit stand es bereits 3:0. Die zweite Hälfte konnte die Dunga-Elf locker angehen lassen und machte mit dem vierten Treffer durch Robinho den Kantersieg perfekt.
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