Schicksalsspiel für Domenech

"Euch gefällt der Geruch von Blut"

SID
Dienstag, 09.09.2008 | 13:46 Uhr
Steht mit Frankreich unter Druck: Trainer Raymond Domenech
© Getty
Advertisement
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo Verona -
AC Mailand
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Straßburg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Super Liga
Cacak -
Partizan
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand
Ligue 1
Saint-Étienne -
Lyon

Der 10. September könnte für Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech der letzte Arbeitstag sein. Vor dem zweiten WM-Qualifikationsspiel in Paris gegen Serbien (Mi., 19 Uhr im LIVE-TICKER) scheinen die Nerven des ungeliebten Coachs blank zu liegen.

"Euch gefällt der Geruch von Blut. Ich bin froh, dass die Guillotine nicht mehr existiert. Denn ansonsten hätten wohl einige von euch Freude daran, mich dort hinzuschicken", sagte Domenech auf einer Pressekonferenz im Trainingslager der "Equipe tricolore" in der Nähe von Paris zu den versammelten Journalisten.

"Wir befinden uns nicht in der Epoche der Guillotine", sagte zwar der Präsident des französischen Fußballverbandes (FFF), Jean-Pierre Escalettes, aber der Verweis auf die Guillotine soll den Ernst der Lage unterstreichen. Auch die französische Tageszeitung "Le Figaro" titelte: "Domenech spielt um seinen Kopf."

Streit im Trainingslager

Die Anspannung war im französischen Leistungszentrum in Clairefontaine zu spüren. Die Führungsspieler Thierry Henry und William Gallas sollen sich mit dem Trainerteam angelegt haben.

Ein Streitgrund sollen die Frühstückszeiten der Nationalmannschaft gewesen sein. Domenech lässt indes alle Probleme an sich abprallen. "Es ist noch viel zu früh, um sich Sorgen zu machen", sagte Domenech. Dabei steht sein potenzieller Nachfolger längst bereit.

Ex-Kapitän Didier Deschamps ist nach seinem Trainer-Engagement bei Juventus Turin momentan arbeitslos und könnte Domenech sofort beerben. In Zinedine Zidane hat Deschamps zudem einen prominenten Fürsprecher.

Noch zwei Spiele Schonfrist

Anfang Juli 2008, nach dem kläglichen EM-Vorrunden-Aus der Franzosen, hatte der Trainer nach einer Krisensitzung eine Schonfrist für die ersten drei WM-Qualifikationsspiele bekommen, in denen Domenech mindestens fünf Punkte holen muss.

Für viele war schon diese Schonfrist ein Fehler. Fans und Medien hatten sich bereits nach der EM 2008 die Demission des ungeliebten Trainers gewünscht. Domenech gilt als arrogant und unbelehrbar.

"Meine ironische Art macht den Anschein, als ob ich mich über andere Menschen lustig machen würde - aber das ist falsch", rechtfertigte sich Domenech. Dennoch: "Für Domenech heißt es jetzt: ein Sieg oder die Tür", schrieb "Le Parisien".

Umbruch zu spät eingeleitet

Domenech wird vorgeworfen, zu lange der alten Generation um Rekordnationalspieler Lilian Thuram (36), Rekordtorjäger Henry (31) und Patrick Vieira (32) vertraut zu haben, anstatt dem talentierten Nachwuchs.

Die in Grüppchen zersplitterte Mannschaft hat es bisher vermieden, öffentlich Kritik zu äußern. Der Verteidiger vom AS Rom, Philippe Mexes, bei der Niederlage gegen Österreich an allen drei Gegentoren beteiligt, gab seinem Trainer sogar Rückendeckung.

Mexes nimmt Fehler auf sich

"Was geschehen ist, war mehr mein Fehler als der des Trainers", sagte Mexes. "Alle Spieler vertrauen ihm." Nur Florent Malouda vom FC Chelsea griff seinen Trainer bisher an und wurde beim Spiel gegen Österreich prompt auf die Tribüne verbannt.

Für das Spiel gegen Serbien hat Domenech Wiedergutmachung und eine offensivere Taktik versprochen. Ein Offensivspektakel erwarten die enttäuschten Zuschauer im Pariser Stade de France eher nicht. Das Stadion soll zum ersten Mal seit der Erbauung im WM-Jahr 1998 nicht ausverkauft sein.

Alles zur WM-Qualifikation

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung