Goldener Käfig für die Spieler

Bierhoff zur Quartiersuche in Südafrika

SID
Mittwoch, 10.09.2008 | 11:44 Uhr
Bierhoff, Afrika, WM, Deutschland, Nationalmannschaft
© Getty
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Für die deutsche Nationalmannschaft ist es noch ein weiter Weg bis zur WM 2010, doch Oliver Bierhoff treibt schon jetzt die Quartiersuche in Südafrika voran.

Nach den nächsten beiden Qualifikationsspielen gegen Russland und Wales im Oktober wird eine DFB-Delegation unter Leitung des Teammanagers in den Kap-Staat reisen, um für Michael Ballack & Co. die bestmögliche Unterkunft zu finden.

"Wir wissen, dass das in der Öffentlichkeit nicht so gut rüberkommt, wenn man sich noch gar nicht qualifiziert hat und sich schon nach einem Hotel umsieht. Aber in diesem Fall bleibt uns gar keine andere Wahl", berichtete Bierhoff von der kniffligen Hotelwahl.

Logistik-Prüfung für den DFB

Das erste WM-Turnier auf afrikanischem Boden wird für den DFB zu einer Logistik-Prüfung, besonders in den Problembereichen Transport und Sicherheit. Hotelanlagen mit adäquaten Trainingsplätzen sind rar, und die Konkurrenz schläft nicht bei der Suche nach der geeigneten Schlafstätte.

"Wir wissen, dass sich in Südafrika schon einige Nationen um ein Quartier bemühen, deshalb müssen wir zügig handeln", sagte Bierhoff. Rekordchampion Brasilien, Weltmeister Italien und Europameister Spanien haben wie die fünf weiteren Teilnehmer des Confederations Cup einen klaren Vorteil, können sie doch schon im Sommer 2009 unter Turnierbedingungen eine WM-Herberge testen.

Angespannte Sicherheitslage

Mehr denn je wird das Teamhotel zu einer Trutzburg werden müssen. Sollte bei den vergangenen Turnieren die Öffentlichkeit möglichst von den Spielern ferngehalten werden, gilt diesmal das Prinzip, dass die Akteure wegen der hohen Kriminalitätsrate in Südafrika das Hotelareal nicht verlassen sollen.

Auch Bierhoff machte aus Unachtsamkeit schon unliebsame Erfahrungen, als ihm bei der Qualifikations-Auslosung im Dezember 2007 in Durban seine Aktentasche samt Reisepass und Handys entwendet wurde.

In einem "Goldenen Käfig" müssen Podolski, Schweinsteiger und Kollegen aber mit einem Freizeitangebot bei Laune gehalten werden. "Aufgrund der Sicherheitslage in Südafrika können die Spieler sich nicht so frei bewegen wie sonst. Deshalb müssen viele Aktivitäten im Hotel beziehungsweise dem Hotelbereich möglich sein", sagte DFB-Büroleiter Georg Behlau.

Malerische Garden Route nicht sinnvoll

Weiteres wichtiges Kriterium ist das Klima: In Südafrika ist im WM-Sommer Winter. An der landschaftlich reizvollen Garden Route sind zwar adäquate Luxusunterkünfte zu finden, die genau dem Geschmack Bierhoffs entsprächen.

Aus sportmedizinischer Sicht wäre jedoch trotz der deutlich kühleren Temperaturen ein Hotel in der Hochlage rund um Johannesburg sinnvoll, das fast 1800 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Verworfen werden musste die Idee, im benachbarten und klimatisch angenehmeren Namibia Quartier zu beziehen. Die FIFA schreibt entgegen erster Überlegungen eine Unterkunft innerhalb Südafrikas Landesgrenzen vor.

Basis-Camp nahe eines Flughafens

In jedem Fall muss das Basis-Camp in der Nähe eines Flughafens sein. Wie bei den vorangegangenen Weltmeisterschaften bestreiten auch die acht gesetzten Gruppenköpfe, zu denen auch Deutschland im Fall der erfolgreichen Qualifikation gehören müsste, beim Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 ihre drei Vorrundenspiele in drei teilweise weit voneinander entfernten Städten.

Ein Rückzug in den letzten Winkel des Landes - wie bei der EM ins schweizerische Ascona - scheidet daher schon vor Bierhoffs Südafrika-Rundreise wohl aus.

Impressionen aus Helsinki

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