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Stindl-Tor sichert Punkt gegen La Roja

Von Mario Krischel
Donnerstag, 22.06.2017 | 21:50 Uhr
Deutschlands Stindl versucht Chiles Superstar Sanchez den Ball abzunehmen
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Die deutsche Nationalmannschaft hat sich beim zweiten Confed-Cup-Gruppenspiel in Russland mit einem 1:1 von Südamerika-Meister Chile getrennt. Damit reicht im abschließenden Duell mit Kamerun ein Punkt für den Einzug ins Halbfinale.

Vor 38.822 Zuschauern in der Kasan-Arena traf Sanchez zur frühen Führung der Südamerikaner (6.), die Stindl vor der Pause egalisierte (41.).

Sanchez ist mit 38 Toren nun alleiniger Rekordtorschütze von La Roja. Mit seinem Führungstreffer überholte der Mann vom FC Arsenal Marcelo Salas (37). Außerdem markierte er das 400. Tor der Confed-Cup-Historie.

Am Sonntag kann die DFB-Elf im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun (17 Uhr im LIVETICKER) den Einzug in die Runde der letzten Vier perfekt machen. Ein Punkt reicht dafür bereits aus.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Chiles Trainer Juan Antonio Pizzi nimmt gegenüber dem 2:0-Auftakterfolg gegen Kamerun zwei Veränderungen vor. Der wieder genesene Superstar Sanchez und Hernandez rücken für Puch und Fuenzalida in die Startelf.

Sein Pendant Joachim Löw wechselt im Vergleich zum 3:2 gegen Australien viermal. Leno, Rüdiger, Brandt und Wagner machen Platz für ter Stegen, Ginter, Süle und Can.

6. 0:1 Sanchez: Einen fatalen Fehlpass von Mustafi im Aufbauspiel fängt Sanchez ab, ist nach Doppelpass mit Vidal frei vor ter Stegen und netzt mit der Pike zur frühen Führung ein.

20.: Wieder ist ter Stegen chancenlos, allerdings rettet den Schlussmann des FC Barcelona bei Vargas' Distanzschuss die Querlatte.

41, 1:1 Stindl: Can hat viel Platz im Zentrum, nimmt Fahrt auf und steckt durch auf Hector, der direkt ins Zentrum querlegt auf Stindl. Der Gladbacher muss nur noch einschieben und vollendet so den ersten, gut vorgetragenen Angriff der DFB-Elf zum Ausgleicht.

Fazit: Eine im Endeffekt gerechte Punkteteilung. So schmeichelhaft der Ausgleich kurz vor der Pause auch war, im zweiten Abschnitt hatten Löws Schützlinge trotz fehlender Torchancen auf beiden Seiten mehr vom Spiel.

Der Star des Spiels: Arturo Vidal. Tauchte überall auf dem Feld auf. Ob als zusätzlicher Mann in der Abwehr oder als erster Akteur, der die deutsche Abwehr attackierte. Ging stellvertretend für einen aggressiv auftretenden Copa-Sieger voran und legte zudem die Führung von Sanchez auf.

Der Flop des Spiels: Skhodran Mustafi. Der Premier-League-Legionär machte neben seinen jungen Abwehr-Kollegen den unsichersten Eindruck. Der Fehlpass vor dem 0:1 untermauerte ein an diesem Abend haarsträubendes Aufbauspiel des 25-Jährigen, der dem hohen Druck des Gegners Tribut zollte.

Der Schiedsrichter: Alireza Faghani (Iran). Konnte ohne erkennbare Linie nicht wirklich überzeugen. Mustafi durfte sich bei ihm bedanken, dass er im Vorfeld des 0:1 nicht mindestens die Gelbe Karte sah. Ansonsten aber unauffällig, der Videoschiedsrichter musste an diesem Abend nicht eingreifen.

Das fiel auf:

  • Deutschland startete im Stile eines Außenseiters. In einem defensiven 5-4-1 verteidigte die DFB-Elf sehr zurückhaltend und ließ die Chilenen kommen. Allerdings hatten die Deutschen Probleme, das Aufbauspiel der Südamerikaner zu unterbinden, weil das Mittelfeld in Unterzahl kaum Zugriff bekam. Vidal und Co. konnten sich relativ leicht ins letzte Drittel kombinieren.
  • Deutschland schien mit dem aggressiven und körperbetonten Pressing des Gegners zu Beginn überfordert. Die offensive Dreierkette Chiles setzte die Drei-Mann-Abwehr der Deutschen im Aufbau früh unter Druck. Die Folge waren frühe Ballverluste wie im Vorfeld des 0:1 von Mustafi, oder lange Bälle, die die Offensive nicht festmachen konnte.
  • Kurz vor der Pause fing sich der Weltmeister, stellte sich besser auf den Gegner ein und ließ Chile auf den Außenpositionen mehr Raum, um so das Zentrum dicht zu machen.

Deutschland - Chile: Die Daten zum Spiel

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