Kehren die "Mumien" zurück?

SID
Samstag, 20.06.2009 | 19:14 Uhr
Gegen Ägypten war Italiens Mittelfeldstratege Andrea Pirlo oft unzufrieden
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Do26.07.
Topspiele pur: FCB - Juve, BVB - Benfica & City - Reds
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
UEFA Champions League
Ajax -
Sturm Graz
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Sturm Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
CSL
Beijing Guoan -
Hebei CFFC
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe
Club Friendlies
West Ham -
Angers
Club Friendlies
Brighton -
Sporting
Championship
Reading -
Derby County
League One
Sunderland -
Charlton
Championship
Ipswich -
Blackburn
Club Friendlies
Everton -
Valencia
Club Friendlies
Wolverhampton -
Villarreal
Championship
Sheffield Utd -
Swansea
Club Friendlies
Liverpool -
Napoli
International Champions Cup
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Real Madrid -
Juventus
International Champions Cup
AC Mailand -
FC Barcelona
J1 League
FC Tokyo -
Kobe
Allsvenskan
Hammarby -
Trelleborg
Championship
Leeds -
Stoke

In der Heimat sprachen die Gazetten von Mumien, in Südafrika wollen die Italiener ausgerechnet gegen Rekord-Weltmeister Brasilien wieder auferstehen, während Ägypten mit einem Sieg gegen die USA Historisches schaffen kann.

Den italienischen "Mumien" droht die Abreise, Ägyptens Fußball-Helden träumen vom nächsten Coup: Beim Vorrundenfinale des Confed Cups in Südafrika könnte der Weltmeister schon auf der Strecke bleiben.

Ausgerechnet gegen Rekord-WM-Champion Brasilien muss die alte Garde der Azzurri neues Leben zeigen, wenn sie nicht schon vor dem Halbfinale nach Hause fliegen will.

"Wir waren schwach"

"Wir sind keine Mumien", meinte Torhüter Gianluigi Buffon, nachdem die heimische Presse die älteste Mannschaft des Turniers nach der historischen 0:1-Pleite gegen Ägypten so genannt hatte: "Wir waren schwach, das ist wahr. Aber wir können es noch schaffen."

Um doch noch in die Runde der letzten Vier vorzustoßen, muss der Weltmeister am Sonntag (ab 20.15 im LIVE-TICKER) in Pretoria möglichst mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Titelverteidiger Brasilien gewinnen.

Ägypten mit viel Selbstbewusstsein

Ansonsten könnten die Pharaonen den Italienern mit einem deutlichen Sieg zeitgleich in Rustenburg gegen die USA zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen einen dicken Strich durch die Rechnung machen und selbst ins Halbfinale einziehen.

"Wir haben großes Selbstbewusstsein", sagte Ägyptens Dortmunder Bundesliga-Profi Mohamed Zidan vor dem Fernduell am Sonntag, bei dem er allerdings wegen einer im Italien-Spiel erlittenen Oberschenkelverletzung passen muss. Und Co-Trainer Shawky Gharib erklärte: "Wir haben die gleichen Chancen wie Brasilien oder Italien. Wir haben es selbst in der Hand. Wenn wir hoch gewinnen, ist es egal, was die anderen machen."

Brasilien reicht ein Unentschieden

Der sechsmalige Afrikameister hat die schlechtere Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Azzuri (je drei Zähler). Brasilien (6) reicht bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen, die Amerikaner (0) haben nur noch theoretische Chancen.

Doch mit einem Remis will sich die Selecao nicht begnügen. Stümerstar Robinho drohte den Italienern bereits, die 3:0-Gala gegen die USA sei noch nicht das Maximum gewesen: "Wir haben gut gespielt, aber wir werden in den nächsten Spielen noch steigern."

Trainer Dunga war indes mit den Fortschritten gegenüber dem mühsamen 4:3 zum Auftakt gegen Ägypten schon sehr zufrieden: "Wir haben den Ball sehr schnell zirkulieren lassen. Das ist unser Spiel", sagte der frühere Bundesliga-Profi.

Lippi: "Enttäuschende Leistungen"

In Italien sind derweil die Weltmeister von 2006, auf die Trainer Marcello Lippi noch immer setzt, massiv unter Beschuss geraten. "Der Catenaccio funktioniert nicht mehr", urteilte die Sporttageszeitung "Tuttosport" über die löchrige Defensive, der auch Kapitän Fabio Cannavaro keine Stabilität verleihen konnte.

Als "leblos" und "lahm" beschrieben die Gazetten zudem die Offensive um Mittelfeldstar Andrea Pirlo. Lippi, dem das Festhalten an der alten Garde vorgeworfen wird, glaubt dennoch an ein Happy End in Südafrika.

"Die Leistungen waren enttäuschend", gab der Trainerfuchs zu: "Aber die Mannschaft wird in der Lage sein, eine neue Harmonie zu entwickeln."

Toni wohl wieder auf der Bank

Zu dieser neuen Harmonie wird aller Voraussicht nach Bundesliga-Star Luca Toni erneut nicht beitragen dürfen. Der Bayern-Stürmer, der auch gegen Ägypten nach seiner Einwechslung enttäuschte, wird wohl wieder auf der Bank sitzen.

Auch Buffon glaubt noch an eine Wende. "Wir dürfen keine Hochrechnungen anstellen und schauen, was anderswo passiert", sagte der Torhüter: "Wir müssen selbst gewinnen und zeigen, dass wir mit einem der Top-Favoriten für die WM im nächsten Jahr mithalten können."

Mehr zum Confederations Cup

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung