Schaaf: "Es fehlte der letzte Zug nach vorn"

SID
Donnerstag, 21.05.2009 | 13:21 Uhr
Enttäuscht, aber fair, gratuliert Thomas Schaaf seinem Trainerkollegen Mircea Lucascu zum Sieg
© sid
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Einen Tag nach dem verpassten UEFA-Cup-Sieg überwiegt bei Werder-Trainer Thomas Schaaf die Enttäuschung: "Man hat den Spielern angemerkt, dass es eine harte Saison war."

Auch am Tag nach der bitteren 1:2-Niederlage nach Verlängerung im UEFA-Cup-Finale gegen Schachtjor Donezk merkte man Thomas Schaaf die Enttäuschung noch an.

Der Trainer von Werder Bremen blickte im Gespräch mit dem "Sport-Informations-Dienst" noch einmal auf das Spiel in Istanbul zurück, riskierte aber auch einen Blick in die Zukunft, die Saisonfinale in Wolfsburg und DFB-Pokalfinale gegen Leverkusen heißt.

Frage: Thomas Schaaf, das erste von zwei Endspielen binnen zehn Tagen hat Werder Bremen verloren. Wie erklären Sie sich die 1:2-Niederlage gegen Schachtjor Donezk?

Thomas Schaaf: Man hat den Spielern leider angemerkt, dass es eine harte Saison war. Wir konnten kein druckvolles Spiel erzeugen und den Gegner nicht in Not bringen. Und vor allem haben wir zu oft und zu schnell den Ball verloren.

Frage: Haben diese genannten Defizite auch mit dem Fehlen des gesperrten Diego und des verletzten Per Mertesacker zu tun?

Schaaf: Ich mache so etwas nie an einzelnen Spielern fest. Natürlich wissen wir, dass beide hochklassige Spieler sind. Aber an solchen Spekulationen möchte ich mich nicht beteiligen.

Frage: Mesut Özil sollte die Rolle von Diego einnehmen und war damit zumindest an diesem Tage noch überfordert. Wie sehen Sie seine Leistung gegen Donezk?

Schaaf: Dass wir den Gegner nur selten in Schwierigkeiten bringen konnten, hatte nicht nur mit Mesut Özil zu tun. Ganz allgemein fehlte bei uns der letzte Zug nach vorn. Gezielte Aktionen mit Torgefahr für Donezk gab es deshalb kaum.

Frage: Schon am Samstag ist ihre Mannschaft erneut voll gefordert, wenn es am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den Tabellenführer VfL Wolfsburg geht. Ganz Fußball-Deutschland wird auf Sie schauen. Bringt der SV Werder nach der Verlängerung von Istanbul noch genügend Kraft auf, um den Spitzenreiter noch sportlich herausfordern zu können?

Schaaf: Wir müssen schauen, was bis Samstag noch möglich ist. Im Moment weiß ich das selbst noch nicht. Klar ist: Schon weil noch zwei wichtige Spiele anstehen, darf unsere Enttäuschung über die Niederlage gegen Schachtjor nur kurzfristig sein.

Frage: Werder Bremens letzte Chance auf die Qualifikation für die neue Europa League ist nun das Endspiel um den DFB-Pokal am Pfingstsamstag im Berliner Olympiastadion gegen Bayer Leverkusen. Mit welchen Gefühlen sehen Sie dieser wichtigen Partie entgegen?

Schaaf: In Berlin wollen wir uns endlich selbst gerecht werden. Ein gewisser Druck ist natürlich da, aber wir stehen da in der Pflicht, damit angemessen und professionell umzugehen.

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