Schachtjors Über-Vater im Porträt

Der Pate von Donezk

Von Für SPOX in Istanbul: Daniel Börlein
Dienstag, 19.05.2009 | 18:00 Uhr
Rinat Achmetow ist seit 1996 Präsident von Schachtjor Donezk
© Imago
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Schachtjor Donezk steht gegen Werder Bremen erstmals im UEFA-Cup-Finale (Mi., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere). Möglich gemacht hat das vor allem Klub-Boss Rinat Achmetow. Der 42-Jährige beherrscht ein riesiges Imperium und ist der reichste Mann der Ukraine. Sein Aufstieg allerdings scheint dubios.

Uli Hoeneß kann sich so wunderbar aufregen. Wenn der Bayern-Manager richtig losledert, dann glüht sein Kopf förmlich und glänzt hochrot.

Hoeneß schimpft dann beispielsweise über die Medien, die mal wieder völligen Unsinn verbreitet haben über seinen FC Bayern. Oder über die eigenen Fans, die sich über das Operettenpublikum auf der VIP-Tribüne der Allianz Arena echauffieren.

Ganz besonders gerne regt sich Hoeneß allerdings über Leute auf, die mit viel Geld in den Fußball drängen und so die bestehenden Verhältnisse außer Kraft setzen wollen. Der 57-Jährige spricht dann von Mafia-Methoden und zielt damit am liebsten in die Richtung von Chelsea-Boss Roman Abramowitsch.

Vier Milliarden Euro Privatvermögen

Über Rinat Achmetow hat Hoeneß noch nie öffentlich gelästert. Dabei ist der Ukrainer Klub-Boss von Schachtjor Donezk und weitaus mächtiger und einflussreicher als Abramowitsch. Und ebenfalls milliardenschwer. Auf geschätzte vier Milliarden Euro beläuft sich das Privatvermögen Achmetows.

Der 42-Jährige gilt als reichster und mächtigster Mann der Ukraine. Achmetows Imperium besteht aus einem Firmengeflecht mit über 30 Unternehmen, in dem rund 300.000 Menschen beschäftigt sind.

Der zweifache Familienvater verdient sein Geld mit Stahl und Kohle, besitzt zahlreiche Betriebe in der Lebensmittelindustrie, mehrere Hotels, Brauereien, einen eigenen Fernsehsender sowie einen Zeitungsverlag und eine Telefongesellschaft.

Investitionen in Mannschaft und Zukunft

Einen Teil seines Geld steckt Achmetow in sein großes Hobby: Schachtjor Donezk. Seit 1996 ist er Präsident beim Bergarbeiter-Klub im Osten der Ukraine. Seitdem ging es mit Schachtjor eigentlich nur noch nach oben. Viermal wurde man Meister, fünfmal holte man sich den nationalen Pokal, nun stehen die Orange-Schwarzen sogar im UEFA-Cup-Finale.

Auch und vor allem dank Achmetow. Der Klub-Boss spendiert immer wieder Millionen, holt namhafte Trainer wie 2003 Bernd Schuster oder zuletzt Mircea Lucescu, verstärkt regelmäßig die Mannschaft mit hochkarätigen und hoffnungsvollen Spielern und investiert auch in die Zukunft.

Derzeit lässt Achmetow ein neues Stadion bauen, nachdem vor kurzem erst das vereinseigene Nachwuchsinternat fertig gestellt wurde. Zuvor ließ er ein 43 Hektar großes Trainingszentrum errichten.

Doch Achmetow ist kein Gönner aus der Ferne. Er ist nah dran an Spielern und Trainern, lädt das Team nach Partien auch gerne mal zum Abendessen ein und sagt: "Ich bin immer im Kontakt mit der Mannschaft." Für den Finaleinzug gab's für jeden Akteur obendrein 185.000 Euro.

Journalist: "Achmetows Bank arbeitet mit Erpressung"

Wenn Achmetow die Spiele seines Klubs verfolgt, tut er dies allerdings hinter kugelsicheren Scheiben. Denn der Sohn eines Bergmanns und einer Verkäuferin ist nicht nur der reichste und mächtigste Mann der Ukraine, er ist wohl auch eine der dubiosesten Gestalten des Landes.

Sein offizieller Durchbruch gelang ihm im Jahr 1995, als er die Dongorbank in Donezk mitbegründete. Schnell wurde daraus die größte Bank im Donezkgebiet, "weil sie mit Erpressung fast alle großen Unternehmen als Kunden hierher gezwungen hat", sagt zumindest der ukrainische Journalist Sergej Tumjanuk.

Schnell hoch gearbeitet

Darf man den Geschichten aus Donezk glauben, begann Achmetows Karriere bereits Ende der 80er Jahre. Damals soll er sich Akhrat Bragin, einem mächtigen Unternehmer, der in Donezk den Schwarzhandel, das illegale Glücksspiel und die Hotelprostitution kontrollierte, angeschlossen und für ihn die Drecksarbeit erledigt haben.

Nach und nach arbeitete sich Achmetow so zu Bragins rechter Hand hoch. Damals gab es in Donezk viele kriminelle Syndikate, die ihre Konflikte in blutigen Auseinandersetzungen austrugen.

Morde durch Auftragskiller

Anfang der 90er Jahren waren nur noch zwei große Gangster-Bosse in der Stadt. Einer davon, Janos Kranz, wurde im November 1992 von Auftragskillern auf offener Straße ermordet. Übrig blieb Bragin - und Achmetow.

Als Bragin drei Jahre später während des Ligaspiels von Schachtjor gegen Tawrija Simferopol mit seinen Leibwächtern in der VIP-Lounge in die Luft gesprengt wurde, war Achmetow auf einen Schlag der mächtigste Mann in Donezk.

"Die Top-Größe der Kriminalität"

Seither hat er sich ein riesiges Imperium aufgebaut, das jedoch von vielen Seiten kritisch beäugt wird. Nur selten traut sich allerdings jemand derart deutlich auszusprechen, was Sergej Kornysch, Chef der Abteilung für Organisierte Kriminalität in der Ukraine, sagt: "Rinat Achmetow ist die Top-Größe der Organisierten Kriminalität in der Ukraine."

Wie sich Achmetow letztlich tatsächlich nach oben gearbeitet hat, wird wohl nie hinreichend geklärt werden.

Fest steht: Er ist der Pate von Donezk und so einflussreich, dass in der Bergarbeiter-Stadt seit vielen Jahren der Ausspruch gilt: "Eine Fliege kann nicht fliegen, wenn Achmetow nicht zustimmt."

Alles zu Schachtjor Donezk

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