UEFA-Cup, 2. Spieltag - Nachbericht

VfL Wolfsburg macht Appetit auf mehr

SID
Freitag, 07.11.2008 | 12:19 Uhr
Wolfsburgs Edin Dzeko dreht nach seinem Treffer zum 4:1 gegen den SC Heerenveen jubelnd ab
© Getty
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Der VfL Wolfsburg hat gegen den SC Heerenveen mit einem tollen Torfestival sein erstes Ausrufezeichen auf der kontinentalen Fußball-Bühne gesetzt und Appetit auf mehr geweckt.

"Jetzt haben die anderen uns kennengelernt und wissen, wie stark wir sein können", sagte Angreifer Grafite nach dem spektakulären 5:1 (2:1) gegen den SC Heerenveen zum Auftakt der UEFA-Cup-Gruppenphase selbstbewusst.

Aus gutem Grund. Der 29 Jahre alte Brasilianer erzielte in seinem dritten Europacup-Spiel für den VfL sein drittes Tor und war die Speerspitze in einer atemberaubenden Abteilung Attacke, die den niederländischen Ehrendivisionär vor allem in der zweiten Hälfte schwindlig spielte

Felix Magaths Riskofreude wird belohnt

Das Risiko von Trainer Felix Magath, gleich fünf Offensivkräfte aufzubieten, zahlte sich voll aus. Edin Dzeko (34./60.), Grafite (29.), Zvjezdan Misimovic (53.) und Jacek Krzynowek (71.) trafen vor 15.615 freudetrunkenen Zuschauern. Aber auch Ashkan Dejagah erfüllte die Erwartungen mit spektakulären Flankenläufen hundertprozentig.

Das sah Magath ebenso und lobte die Einstellung seiner Profis. "Ich freue mich, dass wir nach dem 3:1 weiter nach vorne gespielt haben, weitere Tore erzielten und auch danach bis zum Schluss nicht locker gelassen haben", befand der 55-Jährige, der sein Credo von offensivem Kombinationsfußball wohl so gut wie noch nie in seiner nunmehr fast eineinhalbjährigen Amtszeit in Wolfsburg umgesetzt sah.

Barazgli fordert Steigerung in der Defensive

Da störte es fast nicht, dass es hinten den einen oder anderen Wackler gab. "Wir wollen Tore schießen. Das ist unsere Stärke. Aber dennoch müssen wir hinten natürlich noch besser stehen", meinte Abwehrchef Andrea Barzagli.

Der Weltmeister und seine Nebenleute sahen vor allem beim 0:1 durch Myka Väyrynen (31.) alles andere als souverän aus. Wohl ganz gut so, fand Magath: "Das war so etwas wie eine Hallo-Wach-Tablette." Die Wirkung konnte nicht nachhaltiger sein.

Beim SC Braga, dem nächsten Gegner in der Gruppenphase, sollten sich die Magath-Mannen am 27. November auf solche "Pillen" lieber nicht verlassen.

Wolfsburg mit viel Optimismus nach Braga

"Das wird kein leichtes Spiel. Aber jeder Sieg auf der europäischen Bühne gibt mehr Selbstvertrauen, gerade für die jüngeren Spieler. Das nehmen wir mit nach Portugal", versprach Barzagli.

Ein Sieg in Braga würde fast schon das Erreichen der Runde der besten 32 Mannschaften bedeuten. Allerdings haben die Wölfe in dieser Saison vergessen, wie man in fremden Arenen gewinnt. In der Bundesliga langte es in sechs Versuchen bislang nur zu drei Remis.

"Wir lassen uns auswärts häufig zu weit nach hinten drängen und fangen uns dann einen ein. Das müssen wir abstellen", forderte Misimovic.

VfL Wolfsburg - SC Heerenveen: Alle Daten und Fakten zum Spiel

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