Autogramme für den Kaiser

Von Richard Rother
Donnerstag, 03.04.2008 | 09:52 Uhr
Fußball, UEFA Cup, Getafe, Bayern
© Imago
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München - "Alle, bloß nicht die Bayern" schrieben die spanischen Gazzetten vor der Auslosung des UEFA-Cup-Viertelfinals. Doch wie der Teufel will, zog Glücksfee Denis Law ausgerechnet den deutschen Rekordmeister als Gegner für den FC Getafe (20.45 Uhr im SPOX-TICKER und im Internet TV), der nun aber zunehmend den Respekt vor dem Angstgegner aus München ablegt.

Kurz nachdem die Paarung feststand, äußerte sich Bayerns Präsident Franz Beckenbauer über Getafe: "Ganz ehrlich, ich kenne keinen einzigen Spieler." Doch seitdem er die Azulones sogar als "Nobodies" abqualifizierte, geht der Getafe-Präsident auf die Barrikaden.

Gegenüber "As" zeigte sich Angel Torres zuletzt wenig beeindruckt und schickte gehässige Grüße in Richtung Säbener Straße: "Nach dem Rückspiel werden wir den Bayern Autogramme zustecken, das allererste bekommt Herr Beckenbauer. Ich würde übrigens keinen Spieler von dort verpflichten, denn die, die ich habe, sind besser."

Vor sechs Jahren noch Drittligist 

Über Torres' polemische Schlussbemerkung könnte man nun eine Endlos-Diskussion starten. Fakt ist jedoch, dass Beckenbauers Worte eine Ehrenkränkung für den Klub der Madrider Trabantenstadt Getafe waren - ein Klub, der von 0 auf 200 auf die europäische Fußballbühne durchstartete.

In der Saison 2001/2002 quälte sich Getafe mit Gegnern mit wohlklingenden Namen wie Pajara Playas oder dem Benidorm Club Deportivo herum - in der dritten spanischen Liga, der Segunda B. 2003/2004 gelang erstmals der Aufstieg in die oberste Liga und vier Jahre später wartet nun Bayern München in der Allianz Arena.

Geschickte Personalpolitik 

Erheblichen Anteil an diesem rapiden Aufstieg der Azulones hat ebendieser Torres, der noch vor Ende des Jahres sein Amt niederlegen wird. "Ich habe genug für Getafe getan", so Torres, der nach wie vor Dauerkarten-Besitzer seines eigenen Klubs ist.

Und ob er genug für seinen Verein getan hat. Durch geschickte Personalpolitik und die erfolgreiche Integration von hochtalentierten Eigengewächsen hat Torres Getafe in einen absolut erstliga-tauglichen Klub verwandelt.

"Für Cata Diaz zum Beispiel gibt es derzeit einen Haufen Anfragen. Ich habe ihn für fünf Millionen Euro von Boca Juniors geholt und eine Woche später hatte ich ein Angebot über acht Millionen Euro von Juve auf dem Tisch", beschrieb der Präsident sein glückliches Händchen.

Bester Fußball der Vereinsgeschichte 

Doch genau mit diesen ständigen Anfragen von außen hat der Klub seit seinem Bestehen zu kämpfen und "Geta muss sich quasi jedes Jahr wieder neu erfinden", wie Ramiro Aldunate Ruano von der "Marca" gegenüber SPOX.com sagte.

Im letzten Sommer verließen sieben Spieler den Verein und elf neue mussten in den Kader integriert werden. Dazu räumte Bernd Schuster die Trainerbank für Michael Laudrup, unter dem Getafe "den besten Fußball der Vereinsgeschichte spielt und dafür auch über die beste Mannschaft verfügt", sagte Torres.

Etat wie der VfB und 96 

Nach der laufenden Saison müssen die Azulones wieder um etliche ihrer Spieler bangen. Die geliehenen Pablo Hernandez (FC Valencia) und Nationalspieler Ruben de la Red (Real Madrid) gehen zurück zu ihren Klubs. Dazu gibt es reichlich Offerten für Stürmer Ikechukwu Uche und Abwehrchef Cata Diaz.

Doch durch die geschickte Personalpolitik plant Getafe mittlerweile mit einem Jahres-Etat von 30 Millionen Euro (soviel wie der VfB Stuttgart oder Hannover 96). Nach dem zweiten Pokal-Finale in Folge ist das nötige Kleingeld in den Kassen, um demnächst das Stadion Alfonso Perez auszubauen. Getafe rechnet danach mit bis zu 20.000 Dauerkarten-Besitzern (bisher 11.000).

"Belenbauer" gibt Autogramme

"Die UEFA hat uns aufgebrummt, dass wir für das Bayern-Spiel die Beleuchtung austauschen. Das hat uns eine halbe Million Euro gekostet", so Torres. Vor kurzer Zeit noch Drittligist, putzt sich Getafe jetzt für die große Bühne heraus.

In Spanien übrigens kennt man den Präsident des Viertelfinal-Gegners. Der Kopf der Mannschaft, David Belenguer, hat in Anlehnung an Beckensbauers einstige Übersicht und Passgenauigkeit laut Getafe-Experte Oscar Garcia von "As" den Spitznamen "Belenbauer", wie er SPOX verriet.

Vielleicht sollte er dem Kaiser eine Kader-Übersicht des FC Getafe signieren und persönlich überreichen. Vielleicht merkt sich Beckenbauer aber die Namen der Spieler auch von selbst, denn nach dem 1:0 für Getafe bei Real Madrid wissen die Azulones, wie es sich anfühlt, einen Liga-Tabellenprimus zu bezwingen. Und wie schön es ist, im Rampenlicht zu stehen.

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