Der Killer-Instinkt ist weg

Von Kevin Bublitz / Stefan Rommel
Freitag, 25.04.2008 | 09:24 Uhr
Klose, Bayern
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Coppa Italia
Live
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Live
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Live
Hibernian -
Rangers
Premier League
Live
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Live
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

München - Mark van Bommel konnte am Ende gar nicht mehr lachen. Die zweifelhaften Wortspiele einiger Journalisten gingen dem Niederländer immer mehr auf die Nerven.

"Das war's dann mit dem guten Riecher, was?" oder "War das 1:1 heute ein Nasenstüber?". Gar nicht witzig, wie van Bommel für sich dachte. Man sah es ihm förmlich an. Aussprechen mochte er es aber nicht.

Außerhalb des Platzes ist der 31-Jährige nämlich gar kein Aggressiv-Leader, sondern besonnen, charmant und eloquent.

Die Highlights bei SPOX.TV!

Sein Nasenbeinbruch vom Pokalfinale lieferte schon eine brauchbare Vorlage, dass sich sein bester Kumpel Miroslav Klose gegen St. Petersburg dieselbe Verletzung zuzog, machte den vermeintlich lockeren Witz nach dem Spiel zur lästigen Standardfrage.

Wo sind die Killer-Bayern?

Also umdribbelte van Bommel geschickt alle Anspielungen auf sein Sinnesorgan und konzentrierte sich auf die wesentlichen Fragen. Warum die Bayern es im Moment nicht schaffen, ein Spiel frühzeitig zu entscheiden, zum Beispiel.

"Man muss es nicht überbewerten, dass wir momentan das zweite Tor nicht schießen. Wir haben die Chancen gehabt und haben sehr gut gespielt vor der Pause", sagt er zu SPOX.com. "Außerdem kann ich mich an einige Spiele erinnern, die wir mit mehr als zwei Toren gewonnen haben. Auch an ein 6:0 vor Weihnachten."

Das stimmt durchaus. Es stimmt aber auch, dass die Bayern in der Endphase der Saison nicht mehr die Killer-Bayern sind, die sie noch zu Beginn der Spielzeit waren. Im Oktober hätten die Münchener ein Spiel wie das gegen Zenit in einem frühen Stadium der Partie, spätestens aber in der 70. Minute durch ein zweites Tor zu den Akten gelegt - und vor allem hinten zu Null gespielt.

Zu viele Gegentore

17 Gegentore haben Oliver Kahn und Michael Rensing in der Bundesliga erst kassiert. Der Uralt-Rekord von Bremens Oliver Reck mit 22 Gegentoren (Saison 1987/88) wackelt gewaltig. Seit dem 19. März aber - dem 2:0 im Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg - gab es in sieben Spielen bis auf das 5:0 gegen die suizidgefährdeten Lemminge aus Dortmund kein Spiel mehr ohne Gegentor.

Es hört sich abstrus an, aber die Bayern bekommen zu viele Gegentore. Oder zumindest tun die vereinzelten Gegentore richtig weh.

In der Liga mögen die Gegentreffer noch kleine Schönheitsflecken sein, in den Pokalwettbewerben können sie mitunter tödlich sein. Wie in den Heimspielen gegen Anderlecht und Getafe wurden die Bayern auch gegen St. Petersburg bestraft und mussten und müssen mehr investieren, als es zunächst den Anschein hatte.

Viele Chancen, wenig Ertrag

Womit schon das zweite Problem offenkundig wurde: Die Münchener benötigen zu viele Chancen für ein Tor, der Quotient von Aufwand und Ertrag stimmt nicht mehr. "Zu oft wollten wir den Ball ins Tor tragen. Da hat uns in einigen Szenen die Entschlossenheit gefehlt", erkannte Ottmar Hitzfeld.

Vielleicht hat neben der Entschlossenheit aber auch die nötige Frische gefehlt, geistig wie körperlich. So ließ Ze Roberto Flankengeber Fayzulin vor dem Eigentor von Lucio ungewohnt fahrlässig im Rücken unbeaufsichtigt.

Der DFB-Pokal ist schon gelaufen, die Bundesliga-Saison bei zehn Punkten Vorsprung auf Rang zwei so gut wie.

Aber im UEFA-Cup nehmen die Bayern keine Vorleistung mit und müssen in jedem Spiel wieder bei Null anfangen. Gegen die Russen, erst seit sechs Wochen im Spielbetrieb, machte sich das besonders in den letzten 20 Minuten bemerkbar. Die Bayern dagegen haben 50 Pflichtspiele in den Knochen.

"Wir spielen sehr viele Spiele, da geht einem auch manchmal die Kraft aus. Aber das ist nicht so schlimm", befand van Bommel.

Podolski und Klose abgemeldet

Besonders Franck Ribery wirkte in der zweiten Halbzeit überspielt. Der Franzose tauchte nach dem Ausgleich fast komplett ab. Gefährlich wurde es nur noch, als der beste Münchener Lucio vom Verteidiger zum Stürmer mutierte und einige Torchancen heraufbeschwor.

Vom möglichen EM-Sturm Lukas Podolski und Miroslav Klose kam herzlich wenig. Ein Torabschluss von Klose, zwei von Podolski - viel zu mager für zwei Topstürmer. Allerdings ist dieses Problem relativ leicht zu beheben: Zum Rückspiel wird Luca Toni wieder erwartet.

"Wir sind auswärts immer für ein, zwei Tore gut - und Luca Toni ist dann auch wieder da", redete sich auch Hitzfeld ein gutes Gefühl ein. Verstärkt wird dieses Gefühl durch die Tatsache, dass den wuseligen Russen im Rückspiel ihr wuseligster Spieler fehlen wird.

Zenit hat ein Personalproblem

Andrej Arschawin sah nach einem eher harmlosen Foul kurz vor Schluss seine dritte Gelbe Karte und ist damit nächste Wochen im Petrowskij-Stadion ebenso nicht dabei wie die beiden Außenverteidiger Fernando Ricksen und Radek Sirl.

"Uns fehlen da gleich fünf Spieler. Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht genau, was ich da machen soll", jammerte Coach Dick Advocaat auf der Pressekonferenz. Vielleicht sollte er sich die Videobänder vom Bayern-Spiel in Getafe besorgen. Da machten die Spanier nämlich alles richtig - bis der Italiener schraubte.


Werbung
Werbung
Werbung
Werbung