Machtkampf zwischen Bayer und HSV

SID
Mittwoch, 05.03.2008 | 12:58 Uhr
HSV, Leverkusen, UEFA-Cup
© Getty
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Leverkusen - Für Bayer 04 Leverkusen und den Hamburger SV ist das UEFA-Cup-Duell (Do., 21.05 im SPOX-Ticker) auch ein Prestigekampf um die dritte Macht im deutschen Fußball.

"Wir treffen auf einen Gegner, der etwas oberhalb unserer Möglichkeiten liegt - aber schlagbar", meinte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser vor dem Achtelfinal-Hinspiel. Daran hat auch der Ex-Hamburger Sergej Barbarez keinen Zweifel: "Es täte mir leid, wenn der HSV rausfliegt. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir weiterkommen."

Dagegen sorgen an der Elbe neue Spekulationen bei der Suche nach einem Nachfolger von Trainer Huub Stevens für Unruhe zur unrechten Zeit.

Wieder auf dem Boden

Die Werkself vom Rhein geht nach der 0:2-Klatsche in Bochum mit Respekt in die Begegnung. "Nach dem Bochum-Spiel sind wir ein bisschen auf den Boden gekommen", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler und forderte vor dem 32. deutsch-deutschen Europapokal- Zweikampf: "Jetzt heißt es, besser spielen und wieder gewinnen."

Dass dies gelingt, glaubt Torwart Rene Adler. "Wir machen uns nicht verrückt, wenn wir mal ein Spiel verlieren. Alles andere als auf Sieg spielen, wäre aber fehl am Platze", sagte der Bayer-Keeper forsch.

Von der Taktik geprägt

Sein Chefcoach Michael Skibbe erwartet eine von Taktik geprägte Partie mit wenig Torchancen. "Die wenigen Möglichkeiten müssen wir nutzen. Jeder Sieg wäre gut, auch ein knapper ohne Gegentor", meinte er.

Dass Bayer zum Rückspiel am 12. März in der Hansestadt antreten muss, wertet Skibbe als großen Nachteil: "Der HSV hat damit alle Trümpfe in der Hand." Für den 36-jährigen Barbarez ist dies ein Reiz. "Das zweite Spiel wird mehr Action haben", erwartet der Bosnier.

Finanziell reizvoll

Ein Triumph über den HSV könnte im Fernduell um einen Champions-League-Platz nicht nur ein psychologischer Vorteil für den Tabellenvierten sein. Nach der Kostenexplosion beim Umbau der BayArena von 56 auf 70 Millionen Euro kann Bayer 04 jeden Cent in der Kasse gebrauchen.

Rund fünf Millionen Euro würde Holzhäuser verbuchen, wenn auch das Viertelfinale erfolgreich gemeistert wird. Ein Vielfaches davon käme beim Aufstieg in die "Königsklasse" hinzu.

Spekulationen um Stevens-Nachfolge

In der Hansestadt geht es weniger um Zahlen als um Namen. Eine Reise des HSV-Vorstandstrios nach Zagreb zum Gespräch mit dem kroatischen Nationalcoach Slaven Bilic gab der Trainerdiskussion neue Nahrung. "Ich bin viel unterwegs, deswegen werde ich das nicht kommentieren", blockte Sportchef Dietmar Beiersdorfer schroff ab.

Bilic war in den 90er Jahren als Spieler beim Karlsruher SC aktiv und spricht perfekt Deutsch. Die erfolgreiche Europameisterschafts-Qualifikation mit Kroatien hat aber auch Clubs aus der Premier League aufhorchen lassen, wo der 39-Jährige ebenfalls spielte. "Die Disziplin ist ihm sehr wichtig, dazu ist er ein Klasse-Typ. Bilic würde gut nach Hamburg passen", sagte der kroatische Nationalstürmer in Diensten des HSV, Ivica Olic.

Duftmarke in Europa setzen

Huub Stevens hält die Diskussion um seine Nachfolge so gut es geht von der Mannschaft fern und fokussiert sich nur auf den UEFA-Cup. Obwohl man Bayer in- und auswendig kennt, ließ er die Mannschaft gegen Bochum noch einmal beobachten.

Vorstandschef Bernd Hoffmann will unbedingt ins Viertelfinale, das die Norddeutschen zuletzt 1990 erreichten: "Es wäre wichtig für unser Standing in Europa, dort wollen wir ständiger Gast sein. Dazu gehört es, mal eine Duftmarke zu setzen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Eine ganz eigene Rechnung hat David Jarolim offen, der sich von Rudi Völlers Kritik ("Fallsucht") tief getroffen fühlte. "Das hat mir sehr wehgetan. Aber diese Aussagen werden sich auf dem Platz rächen."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Bayer 04 Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Haggui, Sarpei - Rolfes, Vidal - Schneider, Barbarez, Barnetta - Kießling

Hamburger SV: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Boateng - de Jong, Kompany - Jarolim, van der Vaart, Olic - Guerrero

Schiedsrichter: Benkö (Österreich)

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